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Köln - Hannover 4:0
Poldi und Co. ballern Slomkas Jungs weg

1. Liga: 4:0 - Köln wie im Rausch!
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Ernüchterung nach dem Bayern-Rausch: Die Überflieger von Hannover 96 sind auf dem Weg in die Fußball-Champions-League erst einmal gestoppt worden.

Sechs Tage nach dem umjubelten Triumph gegen Bayern München ging die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka trotz einer starken ersten Halbzeit mit 0:4 (0:1) beim 1. FC Köln unter. Damit verpasste das Überraschungsteam der Saison den zumindest vorübergehenden Sprung auf Platz zwei, Rang drei ist 96 aber auch nach Ende des 26. Spieltages sicher.

Zwei Tage nach Aschermittwoch feierten die Kölner Fans unter den 46.500 Zuschauern dagegen weiter Karneval. Der FC, für den Petit (36.), Kapitän Lukas Podolski mit seinem bereits siebten Rückrundentor (60.) und Milivoje Novakovic (79. und 89.) erfolgreich waren, ist zu Hause inzwischen eine Macht und gewann erstmals seit 23 Jahren sechs Heimspiele in Folge. Die Rheinländer, bei denen nach dem Hinspiel in Hannover Trainer Zvonimir Soldo als Tabellenletzter entlassen wurde, verbesserten sich auf Rang zehn und sind bei zunächst sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf dem allerbesten Wege zum Klassenerhalt.

Dabei hatten die Kölner auf den gelbgesperrten Martin Lanig sowie die noch nicht vollständig genesenen Pedro Geromel und Adam Matuschyk verzichten müssen. Bei 96, das weiter ohne Top-Torjäger Didier Ya Konan auskommen musste, feierte für den kurzfristig ausgefallenen Sergio Pinto (Mandelentzündung) Carlitos sein Comeback nach sieben Monaten. Der Portugiese verdoppelte seine Einsatzzeit in der Bundesliga schon nach einer halben Minute, hatte er doch bei seinem Debüt für die Niedersachsen am ersten Spieltag nach 28 Sekunden einen Kreuzbandriss erlitten.

Kurios: Die Gästespieler liefen schon vor dem Anpfiff in ihre Kurve und ließen sich von den Fans feiern. Dem Vorschuss ließ das Team von Slomka, der vor dem Engagement in seiner Heimatstadt wie Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke auch im Rheinland im Gespräch war, zunächst Taten folgen. 96 begann sehr engagiert, Köln wachte nach etwas lethargischem Beginn schnell auf, und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Allein zwischen der 9. und 15. Minute hatten beide Teams je zwei große Chancen. Für 96 scheiterten Jan Schlaudraff (9.), dessen Schrägschuss aus knapp acht Metern Michael Rensing mit dem Kopf abwehrte, und Konstantin Rausch (12.) nach schönem Solo am starken Torhüter der Kölner. Der FC kam dem 1:0 bei einem 30-Meter-Freistoß von Podolski (11.) und einem Kopfball von Christian Eichner (15.) sehr nahe. Letzterer scheiterte an Ron-Robert Zieler im 96er-Tor. Der 21-Jährige zeigte hierbei eindrucksvoll, warum er bei bis dahin acht Einsätzen nur fünf Gegentore kassiert hatte.

In der Folge schien Hannover weiter am Drücker und hatte auch weitere Chancen durch Mohamed Abdellaoue (19.) und den starken Schlaudraff (31.), das Tor schoss aber der FC durch einen haltbaren 18-m-Freistoß von Petit. Bitter für Hannover: Der Freistoß war eine Fehlentscheidung, Karim Haggui hatte beim Tackling gegen Podolski den Ball gespielt.

Auch die zweite Halbzeit begann mit einem Schock für die Gäste: Der gebürtige Kölner Zieler musste wegen einer Schulterprellung aus dem Spiel (52.), der eigentlich strafversetzte Stammtorhüter Florian Fromlowitz führte sich bei seinem Comeback aber glänzend ein und verhinderte mit einem tollen Doppel-Reflex ein Eigentor vom Emanuel Pogatetz (56.). Vier Minuten später war der frühere Lauterer machtlos, als ihn Podolski nach schönem Zuspiel von Mato Jajalo umkurvte und zum 2:0 einschob. Köln war nun, angetrieben von den euphorischen Fans, besser und darum bemüht, sich den Sieg nachträglich zu verdienen. Novakovic setzte per Doppelpack den Schlusspunkt.

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