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Frauen-Bundesliga
Beste Endplatzierung trotz 0:6-Pleite für SGS Essen - MSV bleibt sieglos

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Häufig ein sicherer Rückhalt, gegen Wolfsburg aber mit frühem Platzverweis: SGS-Keeperin Sophia Winkler.
Häufig ein sicherer Rückhalt, gegen Wolfsburg aber mit frühem Platzverweis: SGS-Keeperin Sophia Winkler. Foto: firo

Die SGS Essen musste sich Vizemeister VfL Wolfsburg am letzten Spieltag der Frauen-Bundesliga deutlich geschlagen geben. Die Frauen des MSV Duisburg steigen ohne einen Sieg ab.

Am Pfingstmontag ging auch die Frauen-Bundesliga mit dem 22. und letzten Spieltag zu Ende. Die Meisterschaft war dem FC Bayern bereits nicht mehr zu nehmen und auch im Keller war vorab alles klar. Die beiden feststehenden Absteiger 1. FC Nürnberg und MSV Duisburg trafen im direkten Duell aufeinander.

Dabei wollte sich der MSV im letzten Spiel mit dem ersten Sieg der Saison verabschieden - gelungen ist das allerdings nicht. Kurz vor der Pause brachte Medina Desic den FCN in Führung (41.), die Lara Schmidt in der Schlussphase ausbaute (81.). Der Anschlusstreffer von Taryn Ries in der zweiten Minute der Nachspielzeit kam zu spät. Es blieb bei einer 1:2-Auswärtsniederlage der Zebras, die damit mit mageren vier Unentschieden und 18 Niederlagen ohne einen Dreier den Gang in Liga zwei antreten.

Deutlich erfolgreicher verlief die Saison für die SGS Essen, die sich als letzter reiner Frauen-Verein weiter wacker schlägt. Zum Abschluss gab es allerdings noch einmal eine deftige Klatsche. Beim Vizemeister und Pokalsieger VfL Wolfsburg unterlag die Mannschaft von Markus Högner mit 0:6.

Früher Doppelschlag, früher Platzverweis

Schon früh hatten Chantal Hagel (10.) und Ewa Pajor (11.) den Heimsieg der Wölfinnen eingeleitet. Als SGS-Keeperin Sophia Winkler in der 20. Minute dann aufgrund einer Notbremse vom Platz gestellt wurde, war endgültig alles klar.

Pajor, die den VfL im Sommer verlässt, machte mit zwei weiteren Treffern noch vor der Pause ihren Hattrick perfekt (24./35.), Vivien Endemann stellte den Halbzeitstand von 0:5 aus Essener Sicht her (45.+3).

Nach dem Seitenwechsel stemmten sich zehn Essenerinnen deutlich besser gegen den VfL, der nur noch einmal erfolgreich war. Jule Brand traf in der 83. Minute zum 6:0.

Übertönen kann die Pleite eine beeindruckende Saison der Essenerinnen aber nicht. Weil die TSG Hoffenheim bei Meister FC Bayern mit 1:4 unterlag, beendet die SGS die Spielzeit auf Platz vier. In 20 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit gelang das bislang nur einmal: In der Saison 2018/19 landete Essen hinter Wolfsburg, Bayern und Turbine Potsdam. Besser schnitt der Verein noch nie ab.

Für das internationale Geschäft reicht der vierte Rang in der Frauen-Bundesliga allerdings nicht. Dort wird auch im kommenden Jahr das Spitzentrio aus München, Wolfsburg und Eintracht Frankfurt an den Start gehen.

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