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SGS: Charline Hartmann
„Ich habe mich am Hallo immer wohl gefühlt“

SGS: Charline Hartmann weiß, wo das Tor steht

Am 24. Oktober 2010 erzielte Charline Hartmann ihr letztes Tor im Stadion „Am Hallo“ in Essen-Stoppenberg – allerdings im Trikot des 1. FC Köln.

Die SG Essen-Schönebeck setzte sich zwar letztendlich im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 2:1 gegen den Zweitligisten durch, aber Hartmann freute sich dennoch über ihren Treffer an ihrer alten Wirkungsstätte.

Jetzt ist sie wieder zurück. Und wieso die SGS-Verantwortlichen die heute 25-Jährige unbedingt haben wollten, ist relativ simpel. Manager Willi Wißing erklärt: „Sie weiß, wo das Tor steht.“ Die ewige Liste der SGS-Torschützinnen führt Hartmann mit großem Vorsprung an – den möchte sie nun zumindest in den kommenden zwei Jahren weiter ausbauen.


Es dürfte zudem keine große Herausforderung sein, der Bitte von Wißing zu entsprechen. Der nämlich wünscht sich, dass Hartmann mehr Tore erzielt, als alle SGS-Stürmerinnen in der abgelaufenen Spielzeit zusammen – das waren nämlich gerade einmal acht Treffer. Und auch den einen oder anderen Punkt ließen die Essenerinnen zuletzt liegen, weil die Chancenverwertung teilweise zu Wünschen übrig ließ. Die Verstärkung der Offensivabteilung stand somit auch ganz oben auf der Agenda. Hartmann gibt schonmal Anlass zur Hoffnung auf Besserung: „Ich habe mich am Hallo immer wohl gefühlt und es fiel mir auch nicht schwer, dort zu treffen.

Überhaupt denkt sie gerne an ihre Zeit bei der SG Essen-Schönebeck zurück. „Die Fans sind immer treu. Dass ich damals weggegangen bin, hatte sportliche Gründe. Die Philosophie entsprach nicht mehr meinen Vorstellungen.“ Und so wechselte Hartmann im Sommer 2008 zum FCR 2001 Duisburg, mit dem sie 2009 den DFB-Pokal und den UEFA Women‘s Cup gewann, ehe sie sich anschließend zum 1. FC Köln in die Zweite Liga verabschiedete. „Der FC hätte den Vertrag auch jetzt gerne verlängert, aber wir konnten uns aus verschiedenen Gründen nicht einigen“, sagt Hartmann, der neben der SGS auch ein Angebot vom SC Freiburg vorlag.

Viele sind es nicht, die aus ihrer Zeit bei der SGS noch immer im Kader stehen. Neben Melanie Hoffmann sind dies die Torhüterinnen Stefanie Löhr und Lisa Weiß. Hartmanns erster Eindruck ist aber „sehr positiv“ ausgefallen. „Es wird sicherlich zwei Wochen dauern, bis ich mich eingelebt habe und die Namen alle drauf habe“, sagt die Offensivakteurin, anschließend möchte sie aber freilich auch eine Führungsposition übernehmen. „Ich denke, das wird aufgrund meiner Erfahrung auch von mir erwartet.“ Derweil geht Hartmann, die neben dem zeitintensiven Hobby noch im Betrieb ihres Vaters arbeitet, davon aus, dass ihr die Umstellung von der 1. in die 2. Bundesliga keine großen Schwierigkeiten bereiten wird.

Gute Voraussetzung also, dass die SG Essen-Schönebeck mit Hinblick auf die neue Saison eine Schwachstelle behoben hat: die Torausbeute.

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