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Schalke: Tagebuch
Durchs wilde Kurdistan, Teil zwei

Schalke: Tagebuch, Tag vier

Ja, Leute, ich bin heute fremd gegangen. Es ist nicht das, was ihr jetzt vielleicht meint, es war nur ein Besuch bei einem anderen Verein, dem MSV Duisburg.

Na klar, der RevierSport schickt ja nicht zwei Leute nach Belek. Der Buschmann reicht, er kann neben Schalke ja auch was über den MSV machen. Also auf zum Spiel gegen Werder Bremen, am Nachmittag um drei.

Belek ist nicht viel größer als Gelsenkirchen-Heßler, am Strand steht ein Betonklotz neben dem anderen, an der Straße liegt der Golfplatz und irgendwo das alte Belek. Gleich nebenan ist Kadriye, das sich in Architektur, also Kitsch, nicht vom Nachbarort unterscheidet.

Das Spiel zwischen den "Zebras" und den "Fischköppen" soll auf der "Anlage Arcadia" stattfinden, zumindest habe ich das so in Erinnerung. Als wir auf dem Sportgelände, das acht Plätze umfasst, vorfahren, wird auf der Hälfte der Rasenflächen fleißig trainiert, aber vom MSV und Werder ist nichts zu sehen.

Guter Rat ist teuer und aus dem Desaster gestern in Antalya habe ich natürlich nichts gelernt. Also mal den Türken nach dem Weg fragen. "IC Santai", heißt es, aha! Wir suchen ein Hotel gleichen Namens, es ist, na klar, eine gut bewachte Bettenburg am Golfplatz. Die beiden gesuchten Fußballmannschaften spielen hier aber nicht, sondern auf dem "IC Sports Center", und das ist natürlich ganz woanders.


Ein Anruf beim Pressesprecher des MSV bringt wenig Licht ins Dunkel, wir irren nun schon eine halbe Stunde zwischen Belek, Kadriye und der bekloppten Stacheldrahtlandschaft hier hin und her. Teil zwei der Lektion von gestern Abend, nämlich niemals einen Landsmann nach dem Weg fragen, wird hier zum Mahnmal. Es ist gleich viertel vor vier, Halbzeit beim Spiel Duisburg gegen Bremen. Aus Verzweiflung noch einmal bei den "Zebras" durchklingeln, super, Herr Maier kennt den Weg und beschreibt ihn auch wirklich so, dass man sich nicht gleich umbringen will.

Pünktlich zur zweiten Halbzeit ist RevierSport vor Ort, es war klar, dass ich in der ersten Hälfte nichts verpasst habe. Die fünf Tore fallen allesamt erst jetzt, vier für den MSV. Bei Werder spielen viele Jungs mit mir unbekannten Namen. Wiese, Mertesacker, Frings, Pizarro, Marin oder Arnautovic haben wahrscheinlich auch nicht den Weg hier raus in die Prärie gefunden.

Bis morgen, dann auch wieder schön mit Schalke!

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