Startseite

Velbert: Aufstieg klar
Der Traum ist endlich wahr geworden

Velbert: Regionalliga-Aufstieg ist perfekt
Borussia Dortmund II
Borussia Dortmund II Logo
14:00
Erzgebirge Aue Logo
Erzgebirge Aue
18+ | Erlaubt (Whitelist) | Suchtrisiko | buwei.de

"Hey Oli, wir brauchen Kohle für die Tanke!“ Markus Kaya dachte im Moment des größten Kluberfolgs nur ans Team und nahm „Boss“ Oliver Kuhn in die Pflicht.

Das Vereinsoberhaupt hatte natürlich vorgesorgt und gab seinem Kapitän 400 Euro, damit die SSVg. sich auf der Heimreise am Rastplatz erst einmal mit Getränken eindecken konnte.

Grund zum Feiern hatte Velbert, schließlich machte die Elf von Coach Lars Leese mit dem 2:1 (1:0)-Sieg im Relegationsrückspiel in Lippstadt den Aufstieg in die Regionalliga perfekt. „Wir sind wieder da“, lachte Vize-Chef Ralf Koeppe. Seit 1962 warteten die Blau-Weißen auf dieses Ereignis. Dass der Sprung nach oben auch noch im Jahr des 110-jährigen Jubiläums gelang, ist für den Klub und vor allem für Kuhn ein absoluter Traum. „Wir sind in den letzten Tagen durch die Hölle gegangen und haben deshalb den Hahn richtig aufgedreht. Es gibt nichts Schöneres.“


Velbert spielte am „Waldschlösschen“ mit dem guten Gefühl im Rücken, bereits das Hinspiel mit 2:1 gewonnen zu haben, locker auf. Keeper Julian Schmahl zog den Hausherren mit etlichen Glanzparaden zu Beginn den Zahn, Kaya besorgte mit dem ersten Angriff das 1:0 (28.), Marco Onucka machte mit dem 2:0 alles klar (70.). Der Ehrentreffer durch Lars Schröder (87.) war nur noch Ergebniskosmetik. Kuhn strahlte wie ein Honigkuchenpferd: „Diese Truppe ist einfach geil.“

Der VIP-Raum, in dem in Lippstadt die Pressekonferenz stattfindet, liegt direkt über der Gästekabine. Gerade erst hatten die Trainer Lars Leese und Daniel Farke Platz genommen, da bebte unter ihren Füßen der Boden. Die Velberter trommelten, sangen und ließen die Wände zittern.

Plötzlich rannten sie raus vor das Gebäude und forderten von unten ihren Coach auf, ans Fenster zu kommen. Leese winkte ab, weil Farke gerade mit seiner Analyse begonnen hatte. Kurzerhand stürmte die Mannschaft den VIP-Raum: „Hurra, hurra, die Velberter sind da!“ Auf Verständnis stießen die Spieler damit nicht, schließlich waren die Lippstädter deprimiert und enttäuscht. Sofort kam ein Ordner herbeigeeilt und schmiss die Mannschaft wieder raus.

SV Lippstadt: Liesemann – Lausch (80. Althoff), Schulte, Pahlke, Riemer (63. Henke) – Fischer Riepe (68. Dyballa), Erdogmus, Engeln, Polder – Schröder, Maier. SSVg. Velbert: Schmahl, Grallert, Schweer, Yilmaz, Mikolajczak – Zent, Nachtigall – Janas (73. Meißner), Kaya, Tumanan (86. Mondello) – Onucka (74. Kneifel). SR: Thorben Siewer (Drolshagen). Tore: 0:1 Kaya (28.), 0:2 Onucka (70.), 1:2 Schröder (87.). Zuschauer: 3.000.

„Das war geil“, lachte Leese. „Ich wäre ja schon gerne an Fenster gegangen, allerdings wäre das respektlos gegenüber Daniel Farke gewesen. Der Anstand verbietet es mir, mitten in seiner Rede aufzustehen. Trotzdem war es eine coole Aktion meiner Jungs.“

Dass er es schaffte, den Traum vom Aufstieg wahr werden zu lassen, machte Leese stolz: „Solche Gefühle habe ich noch nie erlebt. Als Trainer ist es etwas ganz anderes, als als Spieler. Ich bin wahnsinnig glücklich und genieße den Augenblick. Fest steht: Das ist viel besser, als ein Freilos zu haben.“

Deine Reaktion zum Thema
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
Neueste Artikel