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NRW-Liga: Wen trifft es?
Die Abstiegskandidaten im Check

NRW-Liga: Die Abstiegskandidaten im Check

Während der Aufstieg praktisch längst entschieden ist, wird der Abstiegskampf in der NRW-Liga zum Thriller. Wir haben die Kellerkinder unter die Lupe genommen.

Auch wenn sie vom Aufstieg denkbar weit entfernt sind, beobachten die Kellerkinder der NRW-Liga mit Interesse das Geschehen in der Regionalliga West. Neben zwei fixen Absteigern aus der NRW-Liga hängt nämlich das Wohl und Wehe der Klubs auf den Plätzen 14, 15 und 16 von den Absteigern aus der Regionalliga ab. Stand heute belegen mit den Zweitvertretungen aus Leverkusen, Düsseldorf und Bielefeld drei Westklubs die Abstiegsränge in Liga vier. Neben den sicheren Absteigern Erkenschwick, Kleve und Wegberg-Beeck müssten also zwei weitere Teams dran glauben. Wir haben die Kandidaten unter die Lupe genommen.

MSV Duisburg II

Lange schien eher die Tabellenspitze der natürliche Lebensraum der „Zebras“ zu sein. Zuletzt verloren die Meidericher jedoch dreimal in Folge. Unter anderem gegen Homberg und Schermbeck. Das Restprogramm ist durchwachsen und die Zweitliga-Reserve würde völlig unvorbereitet in den Abstiegsstrudel geraten. Ein Malus! In der Mannschaft steckt jedoch zu viel Qualität. um ernsthaft noch in Bedrängnis zu geraten. Im Ernstfall könnten die Duisburger zudem noch mit Verstärkungen aus der Ersten Mannschaft nachbessern.

Situation: Tabellenplatz 9, 27 Spiele, 35 Punkte Restprogramm: Westfalia Rhynern (H), Bergisch Gladbach (A), ETB Schwarz-Weiß Essen (H), Alemannia Aachen II (H), VfB Hüls (A) Abstiegswahrscheinlichkeit: 5 %


VfB Homberg

Form schlägt Klasse, the trend is your friend. Schon klar! Die Leistung, die die Duisburger in den letzten Wochen abgerufen haben, ist jedoch tatsächlich das Kernargument für den Klassenerhalt. Das Team von Günter Abel war quasi schon abgestiegen, holte nun aber satte vier Siege in Serie, unterbrochen von lediglich einem Unentschieden. Dazu ist Dominik Milaszewski auf der Zielgeraden der Saison erst richtig warm gelaufen: Ihm gelangen fünf Tore im Monat April und zuletzt eine Dreierpack gegen Erkenschwick. Gegen die Duisburger spricht das durchwachsene Restprogramm. In Windeck und gegen Siegen könnte der VfB durchaus ohne Zähler vom Feld gehen. In den restlichen Partien bleiben jedoch genug Möglichkeiten, die erforderlichen Punkte einzufahren.

Situation: Platz 10, 27 Sp., 33 Pkt. Restprogramm: Windeck (A), SF Siegen (H), Wegberg-Beeck (A), VfB Speldorf (H), W. Herne (A) Abstiegswahrscheinlichkeit: 25 %

VfB-Trainer Olaf Thon. (RS-Foto: Griepenkerl)

VfB Hüls

„Wir sind zu gut geredet worden“, beklagte Trainer Olaf Thon unlängst. Sollte seine Mannschaft weiter so punkten wie zuletzt, dürfte sich Thons Lamento künftig erübrigen. Zugegeben, der zweite Spieltag ist lange Geschichte. Seit der kurzfristigen Tabellenführung haben sich die Marler aber stetig auf das andere Tabellenende zugearbeitet. Nun setzte es fünf Niederlagen in Folge mit satten 2:14 Toren. Der Schuh drückt vorne. 29 Tore in 27 Spielen, in dieser Disziplin sind nur Erkenschwick und Bergisch Gladbach noch schlechter. Noch zehrt das Thon-Team vom in der Hinrunde angefressenen Punktepolster. In den direkten Duellen gegen Schermbeck, Rhynern und Bergisch Gladbach wird die Entscheidung fallen. So oder so.

Situation: Platz 12, 27 Sp., 33 Pkt. Restprogramm: SV Schermbeck (H), Westfalia Rhynern (A), Bergisch Gladbach (H), ETB Schwarz-Weiß Essen (A), Duisburg II (H) Abstiegswahrscheinlichkeit: 50 %

SV Schermbeck

In puncto Timing macht dem SVS im Tabellenkeller niemand etwas vor. Genau zum richtigen Zeitpunkt fand die Mannschaft von Martin Stroetzel zurück in die Erfolgsspur und legte vier Siege in Serie hin. Die Arithmetik der Drei-Punkte-Regel haben die Schermbecker offenbar verinnerlicht. Wenn der SVS spielt, heißt es hopp oder top. Erst zweimal spielte der Tabellen-13. bislang Remis. Dank des Restpgrogramms hat der Klub sein Schicksal weitgehend selbst in der Hand. In den Partien gegen Hüls, Erkenschwick und Wegberg-Beeck könnte der Dorfklub erneut alles klar machen und die Klasse halten.

Situation: Platz 13, 27 Sp., 32 Pkt. Restprogramm: VfB Hüls (A), Erkenschwick (H), G. Windeck (H), SF Siegen (H), Wegberg-Beeck (A) Abstiegswahrscheinlichkeit: 40 %

Westfalia Herne

Wo fing das an, was ist passiert, was hat Dich bloß so ruiniert, Westfalia? Noch ehe sich die Herner der Thematik widmen können, stehen sie auch schon mit dem Rücken zur Wand. 2011 holte der Traditionsklub kümmerliche acht Punkte. Geradezu aberwitzig ist zudem das Restprogramm. Für Aachen II, RWE und Fortuna Köln sind die restlichen Saisonspiele zwar voraussichtlich bedeutungslos, die Teams gehören aber zum „Who is Who“ der NRW-Liga, außerdem hat das Team von Uli Reimann ein Spiel weniger als die Konkurrenz. Was bleibt ist das Prinzip Hoffnung und ein mögliches Endspiel gegen den VfB Homberg am letzten Spieltag.

Situation: Tabellenplatz 14, 28 Spiele, 30 Punkte Restprogramm: Aachen II (H), Rot-Weiss Essen (A), Fortuna Köln (A), VfB Homberg (H) Abstiegswahrscheinlichkeit: 80 %


Westfalia Rhynern

Der Aufsteiger aus dem Hammer Süden zeigt einfach keine Konstanz. Auf Rückschläge wie beim 0:3 daheim gegen Schermbeck folgte etwa ein vielversprechendes 4:0 in Bergisch Gladbach. Gegen das junge Team des zum Saisonende scheidenden Trainers Michael Lusch spricht allerdings die fehlende Erfahrung in der Liga. Zwar haben die Kicker vom „Papenloh“ in direkten Duellen gegen die Konkurrenz die Möglichkeit zu punkten. Die Frage ist aber, wie sie diesem Druck nervlich standhalten können. Und aufgrund des kleinen Kaders hat Lusch kaum Möglichkeiten, auf verletzungsbedingte Ausfälle zu reagieren.

Situation: Platz 15, 27 Sp., 28 Pkt. Restprogramm: Duisburg II (A), VfB Hüls (H), SpVgg Erkenschwick (A), G. Windeck (H), SF Siegen (A) Abstiegswahrscheinlichkeit: 70 %.

Bergisch Gladbach

Dem Team von Lars Leese gelang nur ein Sieg aus den letzten neun Spielen, dazu setzte es ausgerechnet gegen die direkten Konkurrenten SV Schermbeck (1:3) Westfalia Rhynern (0:4) krachende Niederlagen. Das allein macht wenig Hoffnung. Das Restprogramm liest hat das Zeug für sechs bis neun Punkte. Die müssen es allerdings auch mindestens sein, um noch eine Chance zu haben.

Situation: Platz 16, 27 Sp., 27 Pkt. Restprogramm: SW Essen (A), Duisburg II (H), VfB Hüls (A), Erkenschwick (H), G. Windeck (A) Abstiegswahrscheinlichkeit: 85 %

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