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F. Köln - Speldorf 0:1
„Ein außergewöhnlicher Charakter“

Speldorf: 1:0! „Ein außergewöhnlicher Charakter“

Es ist schier unglaublich. Trotz etlicher Rückschläge lässt sich der VfB nicht unterkriegen. Im Gegenteil: Die Speldorfer wachsen ständig über sich hinaus.

Mit satten 23 Punkten haben sie sich mittlerweile ganz vorne festgebissen. Das unbändige Selbstvertrauen haben am Samstag auch die Kölner zu spüren bekommen. Die Fortuna kassierte gegen die Grün-Weißen eine 0:1 (0:1)-Heimniederlage. „Diese Mannschaft hat einen außergewöhnlichen Charakter“, zog Speldorfs Trainer Peter Kunkel vor seiner Elf den Hut: „Wir haben alle negativen Erlebnisse weggesteckt und belohnen uns im Moment für diese Stärke.“

Doch der ehemalige Essener Rot-Weisse ist lange genug im Geschäft, um den aktuellen Höhenflug nicht überzubewerten: „Wir bleiben bescheiden. Die Jungs haben auch in Köln wieder mit Herz, Leidenschaft und Freude gespielt. Doch ich weiß auch, dass es irgendwann mal wieder anders laufen wird.“

In der Domstadt lief aber alles für den VfB. Kölns Coach Matthias Mink vertraute gegen Speldorf der Mannschaft, die zuletzt die Sportfreunde aus Siegen mit 3:1 vom Platz gefegt hatte. Doch das half den Südstädtern auch nicht. Denn die Mülheimer erwischten einen Traumstart. Tanju Acikgöz setzte sich in der sechsten Minute auf der rechten Seite klasse durch. Seine genaue Flanke landete bei Daniel Boldt und der legte das Leder mit einer guten Übersicht auf seinen Sturmpartner Thomas Pütters ab. Der 25-Jährige ließ sich zehn Meter vor dem Kasten nicht zwei Mal bitten und donnerte die Kugel ins Netz - 1:0. „Das war ein wunderschön herausgespieltes Tor“, freute sich Kunkel über die entscheidende Kombination in einem hart umkämpften Spiel.

In der Halbzeitpause nahm der Coach dann einen taktischen Wechsel vor und verhalf Überraschungs-Neuzugang Tugrul Aydin zu seinem Debüt. Der 22jährige Mittelfeld-Allrounder hatte erst am Freitag seinen Vertrag in Speldorf unterzeichnet und zeigte sofort, wie wertvoll er für den VfB werden kann. „Ihn können wir gut gebrauchen“, nickte Kunkel: „Er hat ein gutes Passpiel, ist zweikampfstark und sehr dynamisch. Außerdem kann ich ihn auf fast allen Positionen einsetzen.“

Zwar gelang Aydin keine entscheidende Aktion mehr, dennoch war Kunkel zufrieden: „Das war schon klasse.“ Der Fußballlehrer fasste zusammen: „Natürlich hat die Fortuna Druck gemacht, aber wir hatten alles im Griff. Lediglich unsere Chancenauswertung war bei den zahlreichen Kontern nicht okay.“ Doch damit kann der Tabellenfünfte sicherlich locker leben.

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