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BVB-Boss Watzke über Kritiker
"Die Alternative ist Rot-Weiss Essen"

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Hans-Joachim Watzke, Hans-Joachim Watzke
Hans-Joachim Watzke, Hans-Joachim Watzke Foto: firo

Hans-Joachim Watzke hat es in den letzten Wochen und Monaten nicht einfach. Der Boss des Bundesligisten Borussia Dortmund wird von einigen Fans kritisch beäugt.

Die Gründe sind vielerlei: Der BVB fährt seine Internationalisierungsstrategie immer weiter aus, die Fans bekommen ihre Stars nur bei sehr wenigen öffentlichen Trainingseinheiten zu sehen, zudem missfiel einigen Anhängern der Umgang mit verdienten BVB-Stars wie Jakub Blaszczykowski und Neven Subotic. Watzke steht in der Kritik. Doch auf diese reagiert der BVB-Geschäftsführer im Interview mit den "Ruhr Nachrichten" gelassen: "Wenn ich eine Fehlentscheidung treffe, gebe ich sie zu. Dann darf mich jeder dafür - mit Recht - kritisieren. Aber wenn ich lese, dass wir im Internationalisierungswahn den Anstand verloren hätten, dann sehe ich den Zusammenhang nicht. Es gibt für uns zu der Internationalisierung, die wir mit Bedacht und großem Respekt vor unseren Wurzeln betreiben, keine Alternative. Die Alternative lautet, uns langfristig auf den Status von Rot-Weiss Essen zu begeben. Das ist ein Verein mit Historie in einer Stadt, die so groß ist wie Dortmund. Aber es ist dort irgendwann nicht weitergegangen. Das will doch niemand. Nicht einmal die, die uns kritisieren."

Wir grenzen uns in der Regel von Schalke ja auch ab - allerdings in der Tabelle

Watzke über öffentliche Trainingseinheiten

Und auch in Bezug auf den nicht offiziell stattgefundenen Kuba-Abschied hat Watzke eine Erklärung und verrät, dass dieser eigentlich beim Supercup-Finale geplant war. Mit der DFL sei schon alles abgesprochen gewesen. Nur Blaszczykowski fand die Idee wohl nicht so gut. "Von seiner Seite kam die Antwort, dass das nicht klappt. Und das haben wir wiederum nicht öffentlich thematisiert. Ich bin unseren Fans sehr dankbar, dass sie sich in Wolfsburg von ihm verabschiedet haben. Das war top und sehr stilvoll", wird Watzke in den "Ruhr Nachrichten" zitiert.

Dass Schalke fast jede Einheit zu einem öffentlichen Training macht und Dortmund nur selten vor den eigenen Fans trainiert, ist für Watzke kein Problem. Denn eigentlich finden öffentliche Trainingseinheiten in den Top-Ligen nur noch in Deutschland statt. Verständlich, wie Watzke erzählt. Die Einheiten bei denen Fans zugegen sind, haben eine Gefahr. Alles wird nämlich sofort in den sozialen Medien verbreitet. Man könne keine Einheit mehr speziell auf den nächsten Gegner ausrichten, die Spieler mal stramm stehen lassen, alles würde sofort im Internet verbreitet. Dass Schalke da einen anderen Kurs fährt, sagt Watzke gegenüber den "Ruhr Nachrichten": "Wir grenzen uns in der Regel von Schalke ja auch ab - allerdings in der Tabelle. Jeder dürfte mir zustimmen, wenn ich sage, dass ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Klubs darin besteht, dass in Dortmund während der vergangenen Jahre jene Ruhe herrschte, die man benötigt. Und das hat vielleicht auch ein ganz kleines Stück weit mit den öffentlichen Trainings zu tun."

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