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S04 II: Alle Zehne!
Strike statt Streit - Kühn ist zurück

Auf der Bowling-Bahn in Bottrop hat Schalkes Reserve gegen die Krise angekegelt. Albert Streit war nicht dabei, doch Maurice Kühn ist wieder zurück.

Oliver Ruhnert ist in den vergangenen Tagen lauter als gewohnt geworden. Nach dem Schock beim 1:2 im Derby gegen Bochums U23 versuchte der Coach der königsblauen Zweitvertretung seinen Kickern deutlich zu machen, was die Stunde geschlagen hat. "Ich war über das Zustandekommen der Niederlage in der N
achspielzeit stinksauer. Das habe ich der Mannschaft hoffentlich deutlich genug vermittelt“, richtet Ruhnter jetzt aber den Blick nach vorne zur nächsten Aufgabe am Samstag gegen Mainz II: „Da muss ein Sieg her, um wieder Selbstbewusstsein tanken zu können.“

Seit dem 1:0-Sieg am zweiten Spieltag in der Arena gegen den noch viel schlimmer kriselnden Nachbarn Rot-Weiss Essen wartet seine Truppe auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Weil ansprechende Leistungen wie beim 1:1 gegen Spitzenreiter Lotte oder beim 2:2 in Mönchengladbach punktemäßig nicht richtig belohnt wurden, begann die junge Elf an sich zu zweifeln und vergeigte die letzten beiden Partien. Die Folge ist der Absturz auf Abstiegsplatz 16, eine Region, die Schalke nach der vergangenen Zittersaison eigentlich nicht mehr besuchen wollte.

Mit einem Mannschaftsabend auf der Bowlingbahn in Bottrop, zu der die Spieler ihre bessere Hälften mitbrachten, kegelten sich die Schalker den Frust von der Seele. Doch auf der Suche nach der richtigen Dosis Zuckerbrot und Peitsche sind dem S04-II-Coach zumindest personell die Hände gebunden. Vor allem im defensiven Mittelfeld klafft ein Riesenloch, da in Danyn Latza, Christoph Moritz und möglicherweise erneut Lukas Schmitz drei potenzielle „Sechser“ nicht zur Verfügung stehen.

"Eigentlich sollte es ja so sein, dass wir Talente aus unserem Kreis an die Profis heranführen. Und natürlich freuen wir uns über jeden jungen Spieler, der in der Bundesliga hereinschnuppern kann", überlegt Uwe Scherr, der Leiter der Schalker Nachwuchsabteilung, ob er über das momentane Problem im Kader der Reserve lachen oder es bedauern soll. "Leider sind es momentan ein paar Leute zu viel, die auf einer Position wegbrechen."

Wie gut, dass sich immerhin Maurice Kühn nach auskuriertem Syndesmosebandriss früher als erwartet zurückgemeldet hat. Der Schalker Kapitän absolvierte am Mittwoch beide Einheiten und fühlt fit für Samstag. Derweil fällt Albert Streit wegen eines grippalen Infekts eben so aus wie Milko Trisic, der sich aufgrund anhaltender Knieprobleme einer Magnetresonanz-Tomographie unterziehen musste. Auch Mohamed Amsif ist angeschlagen, wegen Beschwerden in den Adduktoren ist der Einsatz des Keepers fraglich.

Moritz und Schmitz sind zudem die beiden einzigen Neuzugänge, die auf Schalke bisher gut eingeschlagen haben. Während der lange angeschlagene Denis Lapaczinski die für ihn vorgesehen Führungsrolle noch nicht erfüllen konnte, haben Cedric Mimbala und Massih Wassey noch mit deutlichen Formschwankungen zu kämpfen.

Eine Schwachstelle ist aber vor allem im Angriff zu erkennen, wo neben Christian Erwig kein Kicker mit Regionalligaformat zu finden ist. Danijel Prskalo und Murat Turhan sind bislang keine Alternativen, vielleicht erhält daher der jugendliche Draufgänger David Müller gegen Mainz eine Chance von Beginn an.

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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