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SGW-Investor
5 Millionen Euro in 3 Jahren für Wattenscheid

(45) Kommentare
Foto: Haalo Technology

Am Montagabend hat Regionalligist SG Wattenscheid 09 seine Mitglieder im Jugendheim Charivari über die gemeinsamen Pläne mit der Firma Haalo Technology informiert.

Das Hamburger Start-Up möchte den Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet mit Hilfe einer großen Investition und neuen Technologien zurück in den Profifußball führen. Fünf Millionen Euro soll Wattenscheid in den nächsten drei Jahren von Haalo kassieren. Das wäre ein Segen für den notorisch klammen Viertligisten. Wir haben mit Haalo-Chef Peter Jaeger ausführlich über die großen Pläne an der Lohrheide gesprochen.

Peter Jaeger, warum hat sich ein Unternehmen aus Hamburg dazu entschieden, die SG Wattenscheid 09 zu unterstützen?
Lukas Bennemann ist einer unserer Mitgründer. Seit November 2017 gehört er auch zum Aufsichtsrat der SG Wattenscheid 09. So kam der erste Kontakt zustande. Er sagte, dass das Thema Digitalisierung im Fußball sehr interessant für Wattenscheid sein kann. Wie fast alle Vereine aus der Regionalliga schwamm Wattenscheid um den Nullpunkt herum. Es gab Schwierigkeiten, Sponsoren zu finden und aus der vierten Liga herauszukommen. Der Verein war auch in der Vergangenheit stets abhängig von einzelnen Personen und Geldgebern. Aus diesem Teufelskreis möchten wir mit Wattenscheid raus. Wir wollen dabei helfen, den Verein für die Zukunft breit aufzustellen. Das Wohl des Vereins darf nicht mehr von einzelnen Personen abhängen. Unser Ziel ist es, unsere Technologien sofort einzubringen, um den Verein damit nach vorne zu führen.

Wie genau sehen diese Technologien aus?
Wir sehen die Sportwelt für die Digitalisierung in vier Bereichen. Zunächst geht es um den Aspekt Fan-Engagement: Dazu zählt alles, was das Spieltags-Erlebnis und alles zwischen den Spielen betrifft. Dann gibt es das Thema Value-Management. Hierbei geht es um alles, was in und um das herum Stadion passiert. Wie kann das digitalisiert werden? Dann sehen wir das Thema Team-Performance. Wie kann ich mit Hilfe von digitalen Technologien die Performance der Spieler steigern? Beim vierten Bereich geht es darum, das Team hinter dem Team zu verbessern.

Wattenscheid spielt seit einigen Jahren in der Regionalliga. Sie sprachen davon, dass Sie mit dem Verein zurück in die Bundesliga wollen. Ist das tatsächlich realistisch?
Unser Ziel ist die Rückkehr in den Profifußball. Wir wollen zunächst zwei Ligen nach oben. Das schaffen wir auch.

Aber dafür benötigt der Verein Geld für bessere Spieler. In welchem Umfang werden Sie Wattenscheid 09 konkret unterstützen?
Bei Vereinen wie Leipzig oder Hoffenheim wurden langfristig mehr als 500 Millionen Euro investiert. Das wollen und können wir nicht. Geplant ist, die erste Mannschaft in eine eigenständige GmbH auszugliedern, um dann mittel- und langfristig weitere Erlösquellen für den Verein zu erschließen. Diesen Prozess möchte der Verein zum Ende des Jahres starten.

Dazu müssten Sie Anteile kaufen.
Wir würden eine Sperrminorität von der neu zu gründenden Fußball-GmbH übernehmen. Diese beginnt bei 25,1 Prozent. Dafür wollen wir zwei Millionen Euro aufwenden. Dies wird in den Verein, in die Infrastruktur und sicher auch in Spieler investiert. Dazu werden wir neben dem Einzelinvestment jedes Jahr eine Million Euro investieren. Das ist unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Auch Oguzhan Can hat zugesagt, Wattenscheid weiter zu unterstützen. Wir wollen den Verein langfristig aufbauen. Ganz wichtig sind für uns die Bereiche Nachwuchsförderung und Scouting. Eines der ersten Produkte, das wir auf den Markt bringen, ist Haalo-Scout. Auf Basis von Daten, die vorhanden sind und die von uns generiert werden, soll es uns gelingen, die richtigen Talente zu identifizieren. In diesem Bereich gibt es sehr viele Videoaufnahmen. Dafür haben wir Technologien gebaut, um diese Bilder so zu analysieren, damit wir wissen, wie gut die Spieler tatsächlich sind. So können wir von der Jugend bis in die oberen Amateurligen prüfen, welcher Spieler für die SGW passt. In Wattenscheid ist es derzeit so wie bei vielen anderen Amateurvereinen. Es gibt nicht genug Geld, um die Spieler länger als ein Jahr zu binden. So können etwa keine Transfererlöse erzielt werden. Unser Anfangsinvestment soll dabei helfen, dies zu ändern.

Wo liegt denn Ihr Benefit bei dieser Investition?
Unser Benefit liegt darin, dass unsere Technologien gemeinsam mit dem Verein und den Mannschaften getestet und weiterentwickelt werden. Sollten diese funktionieren, können wir sie auch problemlos in der Bundesliga einsetzen. Es gab auch schon Gespräche mit einigen Vereinen, die Interesse signalisiert haben. Wenn wir bei einem Amateurverein Erfolge nachweisen können, wären auch Bundesligisten bereit, die Technologien einzusetzen. Diese würden auch in anderen Sportarten funktionieren, selbst im E-Sport.

Erfolge hängen im Fußball in der Regel mit den Ergebnissen auf dem Platz zusammen. Welchen Einfluss werden Sie durch Ihr Investment auf die Mannschaft haben?
Die Entscheidungen trifft der Trainer. Aber er wird die Technologien von uns einsetzen. Wir sagen dem Trainer nicht, wen er aufzustellen hat. Seit dem Start des Projekts sind wir mit Farat Toku in sehr intensiven Diskussionen darüber, wie wir ihn unterstützen können, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Technologie kann aber nur auf Basis aller Daten helfen, die Aufstellung liegt letztlich beim Trainer. Der FC Midtjylland, der digitale Technologien anwendet, ist in diesem Jahr dänischer Meister geworden. Es funktioniert also. Man benötigt dafür ein offenes Trainerteam, ein offenes Umfeld und den Glauben daran, dass es mit unseren Technologien funktionieren kann. Die Daten werden immer besser. Über die Nutzung wird die Wahrscheinlichkeit, ein gutes Ergebnis zu erzielen, besser.

Wattenscheid 09 soll der digitalisierteste Verein Europas werden. Was genau haben sich die Fans darunter vorzustellen?
Das Ticketing wird digitalisiert. Auch Kaufprozesse im Stadion sollen digitalisiert werden. Der Fan dürfte auch mit seinem Handy bezahlen. Damit können wir feststellen, wie der Fan das Erlebnis im Stadion nutzt. Wenn wir wissen, was der Fan möchte, können wir es ihm direkt vorschlagen, wenn er das Stadion betritt.

Was hat es denn mit der geplanten Kryptowährung auf sich?
Das ist eine Haalo-interne Sache. Wir können den Fan und die Mannschaft dabei einbeziehen. So soll es dem Fan möglich sein, die Spieler für beispielsweise gute Aktionen zu belohnen. In diesem Fall kommt die Kryptowährung zum Einsatz. Das ist jedoch keine Notwendigkeit für den Fan.

Sie haben betont, dass die Mannschaft mit Hilfe von Daten besser werden kann. Können Sie das genauer erläutern?
Wir tracken Wattenscheid heute schon mit grundlegenden Werten. Dazu zählen vor allem Medizin-, Wohlfühl- oder Stresswerte. Das sind alles Punkte, die dazu beitragen, zu verstehen, wie gut der Spieler drauf ist. Wir kontrollieren die Leistungen der Spieler im Detail auf dem Platz. Das sind enorme Mengen an Daten. So können wir auch dem Trainer helfen.

Glauben Sie, dass Ihre Ideen bei den Mitgliedern gut ankommen werden? Denn speziell das Thema Ausgliederung ist bei den Traditionalisten im Revier ein heikles Thema.
Eine Ausgliederung bedeutet nicht, dass jemand zu 100 Prozent die Kontrolle übernimmt. Wir werden bei 25,1 Prozent bleiben, das ist am Ende rein betriebswirtschaftlich zu sehen. Die Mannschaft gehört weiterhin dem Verein, auch in der Mehrheit. Wir haben bereits mit den Fanvertretern gesprochen und das Feedback war sehr positiv, da wir einen langfristigen Weg aufgezeigt haben, der unabhängig von einzelnen Personen ist und der dem Verein zumindest die Möglichkeit gibt, langfristig wieder im Profifußball dabei zu sein.

Gibt es Pläne für einen Ausbau des Lohrheidestadions?
Von Stadt und Land gibt es die Intention, das Stadion auszubauen, sodass der Status als Olympiastützpunkt erhalten werden kann. Man spricht dabei in Summe von rund 20 Millionen Euro, die investiert werden sollen. Eine der modernsten Arenen Deutschlands bauen wir damit nicht auf. Es bleibt weiterhin ein Stadion mit einer Tartanbahn. Aber die Modernisierung wird vorangetrieben. Der Verein wird keine ähnlichen Probleme wie Holstein Kiel haben.

(45) Kommentare

Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 SG Wattenscheid 09 0 0 0 0 0:0 0 0
2 Borussia Dortmund II 0 0 0 0 0:0 0 0
3 SV Rödinghausen 0 0 0 0 0:0 0 0
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 SG Wattenscheid 09 0 0 0 0 0:0 0 0
2 Borussia Dortmund II 0 0 0 0 0:0 0 0
3 SV Rödinghausen 0 0 0 0 0:0 0 0
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 SG Wattenscheid 09 0 0 0 0 0:0 0 0
2 Borussia Dortmund II 0 0 0 0 0:0 0 0
3 SV Rödinghausen 0 0 0 0 0:0 0 0

SG Wattenscheid 09

01 H
Borussia Mönchengladbach II
Samstag, 28.07.2018 14:00 Uhr
-:- (-:-)
01 H
Borussia Mönchengladbach II
Samstag, 28.07.2018 14:00 Uhr
-:- (-:-)

Torjäger

SG Wattenscheid 09

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

KOMMENTARE

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  • RWO-Späher 09.07.2018 21:20 Uhr
    Für mich ist das leider nicht realistisch, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Toku scheint ja - sieht man sich die ersten Testspiele an - wieder eine gute Mannschaft aufzubauen, gespickt mit einigen Top-Regionalligakickern, die - wie auch immer - gehalten werden konnten. Ich drücke Wattenscheid die Daumen - Hauptsache die bleiben hinter RWO :-)
  • Wattsche1909 09.07.2018 21:32 Uhr
    Ich konnte heute leider nicht in Wattscheid sein;-((
    Ich bin mir noch nicht sicher, ob das nicht so eine Luftblase wie mit den "Türcken" wird. Wenn es klappt stehe ich dahinter. Nur ein Traum "Jetzt kann auch Zlatan geholt werden".
    Nur die SGW
    Alles Gut für UNS ,-)))
  • Herry 1907 09.07.2018 21:34 Uhr
    5 Mio. in 3 Jahren? Wie ich gehört habe, dass WAT der digitalisierteste Verein werden soll, habe ich an andere Summen gedacht. Sorry aber 5 Mio. In 3 Jahren ist ja noch nichtmals Peanuts, das ist garnichts. Damit schafft ihr in 3 Jahren noch nicht mal den Aufstieg in die 3. Liga. Passt nur auf, dass ihr mit diesem windigen Unternehmen nicht ganz den Bach runter geht. Euer Ex-Sponsor Steilmann wird sich wohl gerade im Grab umdrehen.
  • Glockenspieler09 09.07.2018 21:42 Uhr
    Das Konzept ist schon etwas weitreichender als das schlichtweg nur " 5 Millionen" investiert werden sollen. Greift das kann 09 über Jahre hinweg auf eigenen Beinen stehen. Von 1. Bundesliga wurde von Vereinsseite kein Wort verloren
  • Dirk M aus W 09.07.2018 21:46 Uhr
    An die Autoren Martin & Pit. Es wäre schön gewesen, wenn Ihr aufmerksamer zugehört hättet. 2 Mio. + 3 mal 1 Mio. gibt es erst, wenn mit den ICOs 25 Mio. erwirtschaftet wurden. Also NICHT in den nächsten 3 Jahren!!!!
    Den Rest des Artikels lese ich dann jetzt auch mal ;-).
  • MaloneySGW09 09.07.2018 21:47 Uhr
    Für Wattenscheid ist es ganz schön viel Geld, Geld was wir lange nicht hatten. Eure Kommentare lassen teils auf Neid schliessen, gerade immer dieser Schlaukopf RWO späher.

    Nur damit ihr es wisst, eure Untergangsszenarien werden nicht eintreffen und jetzt heult leise in Euer Kissen.

    Immer wünschen sich alle das Tradutionsvereinen geholfen wird und jetzt, wo es soweit ist wird von diesen Wichtigtuern alles schlecht geredet. Guckt doch auf eure Vereine, da gibt es sicher genug Baustellen.

    Nur die SGW
  • Dirk M aus W 09.07.2018 21:52 Uhr
    Ach und Haalo investiert auch nicht (zumindest nicht finanziell im herkömmlichen Sinne), sondern es wird gemeinsam erwirtschaftet. Kommt übrigens auch aus den Antworten in Eurem Interview so heraus.
  • fdm1980 09.07.2018 22:10 Uhr
    Hört sich an wie "Moneyball". Wer es nicht kennt, es wurde verfilmt mit Brad Pitt in der Hauptrolle (siehe Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_zu _gewinnen_–_Moneyball).
    Die Oakland Athletics haben damals ein Team aus Geldnot nach Statistiken zusammen gestellt. Und wurden fast Meister. Dieses System scheint ähnlich zu sein.

    Wenn es funktioniert?
  • 09-Onkel 09.07.2018 22:22 Uhr
    Ich war da und darf sagen, 09 hat nix aber auch gar nix zu verlieren. Ist ein anderes Prinzip als der eine mit den Mios der dann den Verein regiert. KFC oder 1860. Ich pers. würde mich über den 09 Campus und über das 09 eSportteam freuen. Warten wir die Pressemitteilung mal morgen ab. Aber ich suche jetzt mal den Imagefilm, der ja laut Herrn Jaeger ja jetzt schon online ist.
  • Red1907 09.07.2018 22:35 Uhr
    5 Millionen um in 3 Jahren zwei Ligen zu überspringen? Der KFC hat in einer Saison schon fünf verballert!

    Man wird sehen...
  • das ailton 09.07.2018 23:02 Uhr
    hallo was ist los?? alles nur Euphorie??
    besser als 1860 und kfc???
    leute leute leute. kritik kann doch nicht nur am vereinsnamen hängen.
    viel Glück wattenscheid
  • Thorsten76 09.07.2018 23:36 Uhr
    Vielleicht will die SGW insoweit digitalisieren das sie auch keine Manschaft mehr braucht. Nur noch eSport.
    Aber Spass beiseite... die ganzen digitalisierten Auswertungen sagen doch nichts über den Menschen dahinter aus. Sieht man doch an der Nationalmannschaft sind auch alles Hochkaräter. Nur zusammen spielen können die nicht.
    Und zum Thema Neid?!
    Worauf denn?
    Noch ist kein Cent geflossen und wenn es klappt springen die anderen Vereine auch mit auf den Zug und wir stehen wieder hier. Nur das alle Spieler teurer werden und noch mehr Geld verdienen. Klar ist das die ganze Technik nicht mehr weg zu denken ist. Aber ich persönlich finde das sie auch viel kaputt gemacht hat. Heute ist meiner Meinung nach alles viel zu berechnend und weniger überraschend. Da man eh schon alles über jeden weiss eben weil man ihn seid Kindheitstagen analysiert hat.
  • Gutessen 10.07.2018 08:05 Uhr
    Start-Up, tolle Sache, demnächst bekommt jedet einen Cip eingepflanzt, und wird kompl. durchleuchtet. Vielleicht die Fans auch noch. Ich glaube da macht sich jemand sehr abhängig. Armes Deutschland.
  • Hochrein 10.07.2018 08:19 Uhr
    @das ailton
    Der Unterschied ist halt, da kommt eine Firma die begründet wieso sie bei Wattenscheid ihr Geld lässt und die SGW der Erste einer in Deutschland neuen Art des Scoutings sein kann.
    Natürlich sind die Risiken groß, der mögliche Vorsprung aber auch.
    Und diese Firma will selbst nach vorne. Ein scheitern bei der SGW kommt dem KO der Firma gleich.

    Ein Investor bei 1860 oder KFC hingegen, könnte einfach seine Brocken fallen lassen, der Verein hätte Schulden in Millionenhöhe und er investiert einfach beim nächsten Club.

    Das ist halt der große Unterschied zwischen den Investoren.
  • moselaner 10.07.2018 09:29 Uhr
    finde das hört sich vernünftig und seriös an,viel Glück Wattenscheid.
  • ich danke Sie 10.07.2018 09:33 Uhr
    Erstmal Gratulation zu dem geilen Foto. Das kommt bei Fußballfans sicher gut obwohl, vielleicht nicht ganz so gut wie bei der Schwiegermutter.
    Ähnlich gelungen die Geschäftsideen, die vollkommen verkopft sind und teilweise ein alter Hut: ne App sagt mir was der Kunde will und(weil er zu doof ist) sage ich ihm das wenn er das Stadion betritt.
    Nur mal so nebenbei: wir wissen doch alle was der Stadionbesucher will: Bratwurst, Bier, ein gutes Spiel und ein paar lustige Sprüche vom Nachbarn.
  • bringer 10.07.2018 09:56 Uhr
    1. Die Ideen dieses Startup werden in Hoffenheim, in Leipzig, beim BVB etc. längst eingesetzt; da laufen schon A-Jugendliche mit mehreren Chips am Körper beim Training rum. Fraunhofer und SAP lassen grüssen. Konzepttrainer wie Nagelsmann und Co. setzen diese Verfahren seit Jahren(!) ein.

    2. Ausgliederung der Fußballabteilung in eine GmbH und Halten der Sperrminorität durchs Startup? Nix geht mehr, falls Haalo nicht will. Bedenklich, dass manche dies für überhaupt kein Risiko halten

    3. -Der digitalste Club der Welt-. Was ein Claim. Nur leider ist der Fußballsport, den wir alle so sehr lieben, eine rein analoge Angelegenheit; man denke das mal zu Ende. da halte ich die Überlegungen von Thorsten76 für beachtenswert.

    4. Ein Investor, der höchstens das Geld anderer Leute investiert, sollte aufhorchen lassen. Und bei Kryptowährungen sollten sich einem die Ohren aufstellen. Warren Buffett, der windige Milliardär bekannt? Angeblich zweitreichster Mensch dieser Welt. Dieser investiert ja überall wo es nur Gewinne zu erahnen gibt, aber von Kryptowährungen hält er sich fern, nennt diese Spekulation und das Ganze ein Schneeballsystem (womit er nicht alleine steht).

    Würde keinen Cent auf die erfolgreiche Umsetzung setzen. SAP ist übrigens bekannt dafür, sehr schnell zu klagen, wenn es Ideenklau wittert.
  • rwebvb 10.07.2018 10:04 Uhr
    Erstmal hört sich das doch ganz gut an, was der Mann erzählt. Es tut sich was in Wattenscheid, das ist doch positiv zu bewerten. Wenn der Verein kein Risiko trägt, warum nicht? Ich glaube auch, das dieses Modell wesentlich seriöser ist, als die Modelle 1860 München und KFC Uerdingen. Ob mit dem Geld zwei Aufstiege zu realisieren sind lasse ich mal dahingestellt. Wenn aber Erfolge erzielt werden, dann wird auch bestimmt mehr Geld fliessen. Vielleicht schafft es Wattenscheid ja, das man mal wieder vor dem VFL Bochum steht, irgendwann. Ich wünsche Euch jedenfalls, das es funktioniert. Vielleicht bewegt sich ja jetzt auch mal mein RWE, denn ohne einen großen Sponsor werden wir noch Jahre in der vierten Liga verweilen. Es ist schon Wahnsinn, das man aus dieser Liga nicht ohne das große Geld rauskommt, geschweige denn, wenn man aufsteigen sollte, sich in der dritten Liga halten kann.
  • MaloneySGW09 10.07.2018 10:26 Uhr
    Danke RWEBVB
  • RWE51 10.07.2018 10:44 Uhr
    Mal ehrlich, wer braucht einen hochgesponserten Verein, der vor 1000 Zuschauern spielt und eigentlich total uninteressant für die Deutschen Ligen ist? Keiner! Natürlich kann ich die Wattenscheider verstehen, die davon träumen in die große Fußballwelt wieder einzutauchen aber warum suchen sich die Hamburger gerade diesen verträumten Verein aus? In Hamburg würde man diese Leute beim HSV und S.Pauli mit Beton an den Füßen in die Elbe versenken! Hier in der Millionenstadt würde man doch viel schneller zum Erfolg kommen können zumal Herr Kühne (HSV) aussteigen will!!!!! Oder????? Das gibt zu Denken!!!!
  • Reviermainzel 10.07.2018 10:53 Uhr
    Kann man überhaupt ein verlässlicher Sponsor sein, wenn man selbst nicht über die nötige Finanzkraft verfügt und sämtliche finanziellen Zuwendungen erst durch Dritte generieren muss? Wohl kaum. Aufstiege setzen eine kapitalintensive Mannschaft voraus, deren Fixkosten nicht auf blauen Dunst hin Monat für Monat zusammengesammelt werden können. Was passiert denn, wenn die E-Kollekte ins Stocken gerät und die hohen Gehälter trotzdem bedient werden müssen? Zudem scheint die "Digitalisierung des Stadionerlebnisses" mehr als fragwürdig zu sein: Das Durchschnittsalter in der Lohrheide liegt um die 55 Jahre. Tendenz älter. Wer der 500 Getreuen hat denn Interesse, seinen Eintritt zukünftig mit dem Smartphone zu bezahlen und seine Wurst per App zu ordern?
    Vielleicht führt die Berichterstattung ja wenigstens dazu, dass wirklich kapitalkräftige Unternehmen auf 09 aufmerksam werden...
  • Fortschritt 05 10.07.2018 10:59 Uhr
    Eine riesige Luftblase ist das. Wenn ich das Wort "Digitalisierung" schon lese, wird mir anders. Was soll das ein? Der Schwachsinn hat aber erst so richtig Methode, wenn da auch noch "Kryptowährung" ins Spiel kommt. Aber damit hat ja nur diese Windvogelfirma was zu tun, is klar ... Bitcoin lässt grüßen. Das sind Vollspinner, die einen kleinen Fußballverein, der eh mit dem Rücken zur Wand steht, für ihre "Testzwecke" missbrauchen.
  • RWO-Oldie 10.07.2018 11:25 Uhr
    Ob es nun funktioniert oder nicht, wird man in der Zukunft sehen.

    Grundsätzlich ist es aber ein zukunftsweisende Option, Vereine auf andere Art und Weise mit digitaler Unterstützung zu managen. Es wird sich in der Zukunft eh keiner mehr der Digitalisierung verweigern können.

    Ich finde den Weg vernünftiger als mit Sponsoren alá Wernze.
    Denn was in Wattenscheid aufgebaut wird ist - wenn es funktioniert - eine echte Grundlage für die Vereinszukunft.

    Das Start-up musste einen Verein, wie Wattenscheid finden. Denn es ist ein Feldversuch ganz nach dem Try&Error-Prinzip.
    Sowas kann man mit keinem Verein machen, der durch Mitglieder und Fans immer auf dem Prüfstand steht.

    Für Wattenscheid ist es eine Chance dem tödlichen Kreislauf zu entgehen.
    Vor allem ist das schon fest zugesagte Investment überlebenswichtig. D.h. Wattenscheid hat für mindestens drei Jahre Planungssicherheit.

    Ich werde das sehr interessiert verfolgen. Man wird in jedem Fall viel Neues aus diesem - und hier passt der Begriff - Projekt lernen.


    Zuletzt modifiziert von RWO-Oldie am 10.07.2018 - 11:27:16
  • manu09 10.07.2018 11:42 Uhr
    …ich habe beim Training noch keinen Spieler gesehen bei dem was "getrackt" wurde...Ammenmärchen...
  • joe1909 10.07.2018 11:59 Uhr
    @bringer: Ja, es ist korrekt, das die SAP auch in den Markt einsteigt, da die SAP ja gewohnt ist mit grossen Datenmengen umzugehen und dadurch immer neue Geschäftsfelder erschliessen will. Deshalb ist Hoffenheim in der Aufstellung nur normal. Und der Vertriebler der SAP wird bestimmt bei meherern Bundesligisten rumlaufen und immer wieder sagen, "Wir haben da eine Lösung für Sie."

    Aber es gibt eben auch andere Ansätze.

    In einem Interview mit Herrn Jaeger aus seiner Zeit bei Microsoft sind sehr interessante Ansätze zu finden. Es geht nicht nur um das Sponsoring und das Scouting. Es geht um die Umstrukturierung der internen Prozesse und Ablösung der Zahlungen im Stadion. Ich möchte nicht wissen, was da derzeit im Einsatz ist, aber bestimmt nicht Stand der Dinge - eher 15 Einzellösungen.

    Ich gehe davon aus, das Sie noch nicht im Lorheidestadion waren. Zuerst stehen wir 15 Min an der Kasse am Eingang, dann 10 Min. an der Kartenausgabe, mit der Wir Gutscheinkarten für 5 €, 10 € oder 20 € bekommen und dann 10 Min. an der Ausgabe für die beste Bratwurst und bei den Getränken, da wir dort eben nur mit der Gutscheinkarte bezahlen können. Also ich verzichte immer darauf oder einer holt was zu trinken und wir regeln das dann anders.

    Das ist Mittelalterlich in der heutigen Zeit.

    Da Problem ist aber, das die Prozesse, um dies mit dem Handy zu erledigen, Geld kosten. Die Infrastruktur (WLAN) muss vorhanden sein, die Daten müssen an Zahlungsdienstleister weitergegeben werden und in den internen Systemen verbucht werden.

    Alleine Berater für diesen Bereich kosten Unsummen an Geld.

    Das bringt Haalo mit. Und dazu Microsoft Know-How und eben nicht SAP. Und da diese ein Vorzeigeprojekt brauchen und immer mit speziellen Firmen für einzelne Lösungen arbeiten, werden diese hier günstigere Konditionen bekommen.

    Das sind Investitionen in die Infrastruktur. Diese bleiben auch, wenn Haalo geht.

    Wenn wir nach S04 schauen, wurde als eine der ersten Massnahmen eine Videoaufzeichnung der Trainingsgelände installiert. Heutzutage normal und bei einem Bundesligisten nicht vorhanden gewesen. Und bezüglich Zahlung, kaufst man auf Schalke Knappenkarten und bei der Bezahlung dauert es auch eine Ewigkeit bis das Guthaben von der Knappenkarte abgebucht wurde. Fast länger wie die Bratwurst geholt wurde.

    Wir haben nur Standardbanden für Werbung. Bei den Bundesligisten sind elektrische Banden mit kurz buchbaren Werbezeiten normal.

    Ich weiss auch noch als ein Spiel stärker besucht wurde, das dort die Würste und Getränke ausgingen. Wenn die Tickets über das Handy gebucht worden wären, wäre die höhere Besucherzahl aufgefallen.

    Und dazu bekommt die SGW auch noch finanzielle Unterstützung.

    Klingt für mich sehr vorteilhaft. Und guter Fussball wird auch noch gespielt.
  • Bahnschranke 10.07.2018 12:14 Uhr
    Wattenscheid hat nichts zu verlieren. Den Mut zu haben, einen neuen Weg zu gehen, finde ich persönlich stark. Wer ernsthaft glaubt, dass die Digitalisierung, das Lesen und Auswerten von Daten, vor dem Fußball halt macht, der glaubt auch, das der BER-Flughafen in Kürze öffnet.
    Nein, die SGW nimmt eine Vorreiterrolle ein und meines Wissens, war es nie ein Nachteil vorne dabei zu sein. Ich glaube zwar nicht, dass Wattenscheid jetzt durch die Liga marschiert, nur weil die 100 Fans jetzt Ihr Bier mit dem Handy bezahlen können, aber auf jeden Fall machen sie sich mit dem Vorhaben interessant. Ich kann mir gut vorstellen, dass da Einige mit auf den Zug springen wollen und sich in welcher Form auch immer, selbst einbringen. Meinem RWE hätte ich mal etwas Vergleichbares gewünscht, aber Innovation ist ja nicht unsere Stärke. Wenn die SGW jetzt auch noch eher aufsteigt wie wir, dann dürften hier bei uns aber ein paar Schlaue doof aus der Wäsche gucken.
  • Kicko 10.07.2018 12:42 Uhr
    @Fortschritt 05: Sehe ich ähnlich wie Sie. Ist genau wie mit diesem Internetz, bei dem mir von Anfang an klar war, dass sich dieses nicht durchsetzt...

    Ihre Beiträge, egal zu welchem Thema, sind immer wirder ein Highlight. In Bezug auf diesen Kommentar passt sogar ihr Name auch noch wie die Faust aufs Auge.
  • moselaner 10.07.2018 13:02 Uhr
    @fortschritt05,der eine digitalisiert sich und der andere virtualisiert sich.finde das gut von Wattenscheid.wird auch nicht der letzte Verein sein der auf diesem Zug springt.
  • joodenaach 10.07.2018 13:16 Uhr
    "Ich finde den Weg vernünftiger als mit Sponsoren alá Wernze."

    @RWO-Oldie
    Was ist daran vernünftiger?
    Wernze investiert nicht nur in Beine (1. Mannschaft, 2. Mannschaft und die Jugendabteilung) sondern auch in Steine. Er hat zu keinem Zeitpunkt seiner Tätigkeit in Höhenberg von Rückschlägen sich entmutigen lassen und weiter gesponsert/investiert. Kann man auch nicht von jedem sagen der einen Verein finanziell unterstützt.

    Vereine wie RWO, RWE oder auch Aachen werden es in Zukunft nicht einfacher haben falls nicht "frisches" Kapital für den Kader investiert werden kann.
  • Jünther, Jötz und Jürgen 10.07.2018 13:57 Uhr
    Freuen uns für Wattenscheid. Prima, wenn die Vereinsmitglieder und die Stadt mitgenommen wird. Das breite Aufstellen scheint uns zukunftssicher.
  • rotweissliebe 10.07.2018 14:29 Uhr
    Ist es wirklich so entscheidend ob das Projekt letztendlich in die 2.Liga führt? Erstmal ist man mit Wattenscheid 09 wieder ein Thema für die Presse, und ob mittlerweile nur noch 1000 Zuschauer kommen ist doch momentan auch uninteressant! Man weckt Aufmerksamkeit, man weckt Neugier und wenn die Mannschaft wie letztes Jahr wieder erfolgreichen Fußball anbietet, werden auch schon einige Zuschauer mehr kommen. Wer kann denn behaupten, das es nicht klappt, das eventuell 2000 Zuschauer kommen, das wäre eine Steigerung von 100%. Daraus kann dann sicherlich auch sehr schnell ein Schneeball werden, neue Einnahmen, neue Sponsoren (man könnte ja sonst den Aufsprung verpassen) usw.. Welches Risiko geht Wattenscheid 09 denn wirklich dadurch ein? Meiner Meinung ist die Chance auf eine positive Entwicklung deutlich größer, als das fragliche Risiko....
  • RWO-Oldie 10.07.2018 15:31 Uhr
    Zitatgeschrieben von joodenaach

    "Ich finde den Weg vernünftiger als mit Sponsoren alá Wernze."

    @RWO-Oldie
    Was ist daran vernünftiger?
    Wernze investiert nicht nur in Beine (1. Mannschaft, 2. Mannschaft und die Jugendabteilung) sondern auch in Steine. Er hat zu keinem Zeitpunkt seiner Tätigkeit in Höhenberg von Rückschlägen sich entmutigen lassen und weiter gesponsert/investiert. Kann man auch nicht von jedem sagen der einen Verein finanziell unterstützt.

    Vereine wie RWO, RWE oder auch Aachen werden es in Zukunft nicht einfacher haben falls nicht "frisches" Kapital für den Kader investiert werden kann.


    Das Engagement von einzelnen Mäzene macht abhängig und ist endlich.
    Wenn das Management-System in Wattenscheid funktioniert, hat der Verein ein - personenneutrale - Plattform bestehend aus folgenden Säulen:

    - Optimierte Zuschauer- und Catering- und Merchandising-Einnahmen
    - Crowdfunding-basierende Investitionsbeschaffung
    - Systematisiertes Scouting als Basis für Kaderplanung und Transfererlöse
    - Zukunftsorientierte, digitalisierte Infrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik

    Nichtsdestotrotz ist das, was Wernze für Viktoria leistet (auch wenn ich gerade den Vorgang Junkersdorf für unsportlich erachte) mit Respekt zu begegnen. Es bleibt die Frage, was nach Wernze für die Viktoria bleibt.

    Was RWO betrifft, da wird man sehen, was passiert. Faktisch betrachtet fehlt das Geld, um ganz nach oben zu kommen.
    Andererseits muss man festhalten, wenn die Viktoria ohne Wernze, bei gleichen Bedingungen wie RWO arbeiten müsste, sie wohl nur noch in der Landesliga oder maximal Mittelrheinliga ansässig wäre bei einem Zuschauerschnitt von 350.

    Von daher finde ich das Wattenscheid-Experiment hochinteressant. Ähnlich wie seinerzeit das "Dein-Fussballclub.de" von Fortuna Köln.
  • Abpraller 10.07.2018 16:47 Uhr
    Ganz einfach mal ohne Vorbehalte die ganze Sache in Ruhe verfolgen
    und nicht gleich wieder draufhauen.

    Fest steht doch, die meisten Vereine in der RL - West können sich den Aufstieg in die 3. Liga finanziell nicht leisten.
    Also müssen irgendwann mal neue Wege eingeschlagen werden oder
    man dümpelt auf ewig in dieser Liga herum.
  • Jonny_95 10.07.2018 18:21 Uhr
    Die Fa. Haalo Technology GmbH will alles digitalisieren, hat aber nicht mal eine eigene Webseite und ist nicht im Bundesanzeiger zu finden. Hauptsache, die wissen, auf welchem Konto ihre 5 Mio. liegen...
  • F.C.Knüppeldick 10.07.2018 18:42 Uhr
    Zitatgeschrieben von RWO-Oldie



    - Systematisiertes Scouting als Basis für Kaderplanung und Transfererlöse


    Heißt,dass man im Ruhrgebiet scoutet oder Bundesweit und der Spieler sich dann für Wattenscheid entscheidet-voll einschlägt-und dann für viel Geld weiter verkauft wird ?

    Ich kann mir nicht viel darunter im Moment vorstellen,außer das der Eintritt,die Bratwurst und das Bier vom Konto abgebucht werden.Man muß als Zuschauer aber auch erstmal nach Wattenscheid gehen,weil sie im Pott umzingelt sind.Oder sagt man sich,lass uns mal nach Wattenscheid gehen,da ist alles Volldigitalisiert..??SmileSmile
  • Laborant 10.07.2018 18:46 Uhr
    @Jonny_95

    www.haalo.io
  • Abpraller 10.07.2018 19:02 Uhr
    @laborant

    Genau!
    Ich habe mir die Seite auch vorhin angesehen.
  • BOT-S04 10.07.2018 20:19 Uhr
    Man mag es mir als typisch Deutsch ankreiden, aber ich bin da sehr kritisch.
    Die Firma Haalo wurde erst vor einem Monat gegründet und spricht nun ein Investment von 5 Millionen aus? Woher kommen diese Gelder? Sollten Start-Ups nicht ihr Geld sehr sinnvoll in die Entwicklung der Firma und nicht in Fußballerbeine investieren? Wer aber nicht in Beine investiert, der wird auch nicht in die Bundesliga kommen
    Zeitgleich stelle ich mir auch die Frage, wieso man 5 Millionen bei Wattenscheid investieren will?
    Hier wurde ja davon gesprochen, dass man damit die Tür in die Bundesliga aufmachen will. Aber nun mal ehrlich? Wenn man ein perfektes Produkt hat, man bietet es einem Bundesligen kostenfrei an (nicht alle sind so gut vernetzt), dann ist dieser mit Sicherheit nicht abgeneigt. Dazu muss man dann nicht noch 5 Millionen in einen Verein investieren, der maximal 1.000 Testpersonen im Stadion hat. Und mal ehrlich: Herbert mit seinen 80 Jahren wird mit Sicherheit nicht mehr digital und die kleine Anne mit ihren 2 Jahren auch noch nicht.
    Hier muss man mal sehen, was ein Probant dann kostet, wenn am Ende vielleicht 200-300 übrig bleiben, die ihre Daten für alles preisgeben. Unglaublich viel.
    Liebe Wattenscheider, versteht mich nicht falsch mit den maximal 1.000, es ist keine Großkotzigkeit meinerseits oder eines Schalkers, sondern leider ja Realität (ich würde euch viel mehr Zuschauer wünschen und bin selbst ein paar Mal pro Jahr im Stadion).
    Mir schweben hier einfach noch zu viele Fragezeichen im Kopf. Bevor ich als Unternehmen/Unternehmer einen Verein in die Bundesliga beschreien will, würde ich erst mal zusehen, dass mein Unternehmen überhaupt ein paar Euros umsetzt, ein Produkt vorzeigen kann und darstellt, wie man profitabel wirtschaften will in naher Zukunft.
    Herr Jaeger spricht davon, dass er den FC Barcelona in der digitalen Reichweite von 230 Millionen übertrumpfen will. Wie? Das ist mir total fremd. Wie will Wattenscheid solch eine Reichweite erzielen? Wenn sie das schaffen, könnten sie mehr als Millionen verdienen alleine durch Werbung und das pro Monat.
    Dazu die eSports Geschichte. Sie wollen mit Wattenscheid das Top-Team stellen. Hier ist hoffentlich auch klar, dass dort bereits 7stellige Beträge und somit weit mehr als bei einem Regionalligateam nötig sind?
    Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde Ideen, Digitalisierung usw. sehr wichtig, aber hier ist mir alles noch zu unsicher und obwohl ich beruflich auch in dieser Welt unterwegs bin, versteh ich oft nur Bahnhof, wie das alles monetisiert werden soll. Alles resultiert aus Ideen, Konzepten und noch keinem fertigen Produkt. Dazu die Blockchain Geschichte, ein so oder so wackliges Thema.
    Ich hoffe Wattenscheid ist nicht einfach nur ein günstiger Spielball, da es der Traditionsverein (Bekanntheit) mit kleiner Fanbase (wenig Widerstand wenn es nicht klappt) ist.
  • moselaner 10.07.2018 21:40 Uhr
    die Kohle wird ja erst ausgezahlt wenn das Unternehmen haalo 25,Millionen Euro erworben hat.Wattenscheid hat nichts zu verlieren,gönne es euch.
  • RWO-Oldie 10.07.2018 22:02 Uhr
    Zitatgeschrieben von F.C.Knppeldick

    Zitatgeschrieben von RWO-Oldie



    - Systematisiertes Scouting als Basis für Kaderplanung und Transfererlöse


    Heißt,dass man im Ruhrgebiet scoutet oder Bundesweit und der Spieler sich dann für Wattenscheid entscheidet-voll einschlägt-und dann für viel Geld weiter verkauft wird ?

    Ich kann mir nicht viel darunter im Moment vorstellen,außer das der Eintritt,die Bratwurst und das Bier vom Konto abgebucht werden.Man muß als Zuschauer aber auch erstmal nach Wattenscheid gehen,weil sie im Pott umzingelt sind.Oder sagt man sich,lass uns mal nach Wattenscheid gehen,da ist alles Volldigitalisiert..??SmileSmile


    "Hey Alexa, das Klopapier ist alle."
    Und schwupps, bestellt von DHL gliefert, minütlich getrackt und per Paypal bezahlt.

    Konnten sich die wenigsten vor 12 Monaten vorstellen.
  • Carlos Valderrama 10.07.2018 22:37 Uhr
    Na immerhin ist da nicht mehr viel Gerede von dem ganzen Blockchain-Unsinn. Wenn Wat09 irgendwas nicht braucht, dann eine eigene Kryptowährung. Macht übrigens keinen guten Eindruck, wenn ein "Investor" mit derartig offensichtlichen Ködern bzw. Maschen um sich wirft.

    Überhaupt bekommt man den Eindruck, diese Firma will mit WAT Geld verdienen, von dem WAT dann ein wenig ab bekommt. Ein klaasischer Investor, der relevante Mengen Geld mitbringt scheint das jedenfalls nicht zu sein. Es ist auch offensichtlich, dass WAT nicht deren erste Wahl gewesen sein kann, für den geschilderten Plan bräuchten sie eigentlich einen bekannteren Club mit grösserem Marketingpotential. So 2.-3. Liga mindestens.

    WAT wünsche ich viel Glück mit der Sache. Und die Weisheit, diese Leute zum Teufel zu jagen, wenn die Dinge nicht den erhofften Verlauf nehmen.
    Dann kriegen Bucki und Co. halt demnächst vor dem Training Sensoren in den Hintern gesteckt, und die Fans können die Stadionwurst bargeldlos bezahlen. Viel Spass dabei!
  • Glockenspieler09 11.07.2018 05:40 Uhr
    Es ist zumindest mal wieder eine Perspektive in Sicht das sich langfristig was ändern kann. Man kann doch heute keinen Fan mehr den 5 Klassenerhalt in Folge schön reden. Der Zuschauerschwund ist ja bei keinen Verein von der Hand zu weisen. Wir sind sicher nicht so blauäugig zu glauben das wir jetzt durch die Ligen spazieren werden. Es es fühlt sich besser an mit in Planungssicherheit mal befreit aufspielen zu können. Und das hätte vo n 09 auch niemand gedacht der weiß mit wievielen Problemen wir zu kämpfen hatten. Ich sehe der Sache positiv entgegen. Was haben wir schon zu verlieren?
  • Reviermainzel 11.07.2018 06:44 Uhr
    @Glockenspieler
    Die gleiche Euphorie gab es damals beim Instanbul-Deal auch; bei gleicher Medien-Präsenz. Nur leider war es eine Luftnummer. Und es gab keinen Cent. Dass ein Sponsor erst 25 Mio. in die eigene Tasche erbetteln muss, hat für mich einen bitteren Beigeschmack. Klar, hat 09 nichts zu verlieren, denn es gibt ja aktuell nicht mal einen externen Trikotsponsor...
  • Glockenspieler09 11.07.2018 09:29 Uhr
    @ im Zuge dessen sollte der Deal klappen ist 09 auch an Halo beteiligt und umgekehrt. Von Gala gab es übrigens auch Geld was Überlebenswichtig war zu diesem Zeitpunkt. Allerdings waren es keine Millionen. Da geb ich dir recht
  • Tschiskale 12.07.2018 09:06 Uhr
    Das größte Risiko sehe ich in der Sperrminorität. Wenn der Investor irgendwann keine Lust mehr hat, muss man ihn ggf. teuer rauskaufen. Hoffentlich wird 09 in den Verträgen hier vorsorgen, dass dies vernünftig rückabgewickelt werden kann und ein möglicher Ausstieg den Verein bzw. die Fußball GmbH nicht sprengt.

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