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Sky-Chef
Schalke im Titelkampf wäre wünschenswert

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Carsten Schmidt, Carsten Schmidt
Foto: Sky

Von seinem Sky-Geld lebt die Fußball-Bundesliga: Über 800 Millionen Euro zahlt Carsten Schmidt jährlich an die DFL, um fast alle Spiele live im Pay-TV zeigen zu können.

Der Vorwurf: Um die Preise für den TV-Vertrag immer höher zu schrauben, werden Sky Zugeständnisse gemacht, die viele Fußballfans ärgern. Zersplitterung von Spieltagen, zu hohe Abogebühren, Doppel-Abo wegen Eurosport: Im Gespräch mit Funke Sport nimmt der Sky-Chef zu allen Punkten Stellung - und überrascht mit einer Idee, wie man die Meisterschaft wieder spannender machen könnte.

Herr Schmidt, Sie sind der größte Geldgeber der Bundesliga. Sind Sie zufrieden mit der Qualität, die Sie gekauft haben?
Wenn ich die Nutzung durch unsere Zuschauer sehe, bin ich absolut zufrieden. Das Interesse an Bundesliga-Fußball ist sehr hoch. In der laufenden Saison knacken wir einen Reichweitenrekord nach dem anderen. Am 25. Spieltag beispielsweise sahen 4,9 Millionen Zuschauer die Bundesliga-Spiele am Samstag und Sonntag linear auf Sky Bundesliga und weitere 230.000 Zuschauer via Sky Go und Sky Ticket. Nicht zu vergessen, die zahlreichen Fans in den Sky Sportsbars. Durchschnittlich sind das mehr als 900.000 pro Spieltag. Rechnen Sie mal virtuell hoch, wie die Zahlen wären, wenn wir einen echten Meisterschaftskampf hätten. Den vermisse ich seit geraumer Zeit.

Leidet Sky so unter der Übermacht des FC Bayern?
Wir beobachten seit der Saison 2012/13, dass die Meisterschaft schon Weihnachten vorentschieden ist. Das ist ein Problem. Aber das war uns bewusst, als wir die Rechte gekauft haben. Nichtsdestotrotz sind die Bundesliga und 2. Liga für 35 Klubs so spannend wie nie. Auch in diesem Jahr ist der Kampf um die internationalen Plätze fesselnd. Das restliche Feld nach Bayern München liegt so eng zusammen, wie seit Jahren nicht mehr. Und in der 2. Bundesliga liegen nur 10 Punkte zwischen dem 3. und dem 15. Platz. Eigentlich kann jeder jeden schlagen – außer derzeit Bayern München.

Gegen Sky regt sich Widerstand. Alles wird an Pay-TV ausgerichtet und kostet zusätzlich Geld.
Wir sind uns bewusst, dass es ein Spannungsfeld zwischen Stadionbesuch und Fernsehkonsum gibt. Aber wir sind der falsche Adressat. Uns und allen Mitbewerbern wurde immer wieder gesagt: Die Klubs erwarten in der UEFA Champions League das maximale Geld. Damit waren die Spielregeln in der Ausschreibung klar gesetzt. Dass wir uns um wichtige Rechte bemühen, um damit die Marktposition von Sky weiter zu verbessern, kann man uns nicht vorwerfen.

So einfach können Sie Ihren Einfluss nicht kleinreden. Ist die Zersplitterung des Bundesliga-Spieltags nicht auch eine Lex Sky?
Ich kann mit Fug und Recht behaupten: Sky hat keine zusätzlichen Anstoßzeiten gefordert. Wir sind mit den fünf Terminen von Freitag bis Sonntag in den vergangenen Jahren sehr gut gefahren. Dazu kommt für die 2. Liga der Montagabend, der inzwischen fester Bestandteil der Fußballwoche ist.

Nochmals: Sie profitieren doch von zusätzlichen Spielterminen.
Wir sind jetzt und in Zukunft mit den Anstoßzeiten, die es heute gibt, absolut einverstanden. Was die Liga zusätzlich macht, zum Beispiel aus Wettbewerbsgründen ein Montagabendspiel anzusetzen, kann Sky nicht beeinflussen. Von allen Top-Ligen Europas hat Deutschland den kompaktesten Spieltag. Spanien zum Beispiel hat zehn verschiedene Spieltermine.

Dass es in England oder Spanien schlimmer mit den Terminen ist, ist für den Fan in Deutschland ein schwacher Trost. Er will wie früher Samstag halb vier und allenfalls Freitagabend. Wäre es Sky recht, die Entwicklung zurückzudrehen?
Das ist nicht mehr zurückzudrehen, wenn der deutsche Fußball seine gute Position und damit die Qualität der Bundesliga beibehalten will. Wir müssen uns auch von dem Wunsch lösen, es allen recht machen zu können. Samstag 18.30 Uhr zum Beispiel ist inzwischen etabliert und der Zuschauer weiß diese Anstoßzeit auch durchaus zu schätzen.

Sehen Sie den Hamburger SV lieber in der ersten oder in der zweiten Liga?
In der ersten, ganz klar. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele HSV-Fans. Eine solche Entwicklung eines Publikumsmagneten ist weder für den Verein noch für Sky gut. Im Falle eines Abstiegs bekommen die Zuschauer aber noch immer alle Spiele des HSV in der 2. Bundesliga live und exklusiv auf Sky zu sehen.

Wäre es zur besseren Planbarkeit nicht denkbar, den Abstieg wie in den USA auszuschalten?
Auf- und Abstieg sind nicht verhandelbar. Wir brauchen dieses Drama.

Lesen Sie auf Seite 2: Warum sich der Sky-Chef Schalke im Titelkampf wünscht

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  • herbs04 12.03.2018 19:41 Uhr
    Mit der Preiserhöhung komme ich nicht ganz klar, ich habe hauptsächlich wegen 1. Liga Vertrag gemacht, 40 Spiele weniger sind weit über 10 Prozent, selbst
    wenn ich die 2. Liga mitzähle komme ich über 6 Prozent. Sollte ich auf die Idee kommen Europlayer zu Abonnieren komme ich auf eine Erhöhung von
    über 30 Prozent soweit die geringe Preiserhöhung!!!
  • herbs04 12.03.2018 19:45 Uhr
    Noch etwas wenn ich richtig informiert bin, übertragen Sie ab der nächsten Sason keine Euroliga-Spiele mehr falls mein LIeblingsverein dort landen soll
    kann ich das nicht sehen bzw. wieder eine Preiserhöhung wieviel weiss ich allerdings nocht nicht.
    Für mich ist das Thema jetzt durch.
  • roadrunner74 12.03.2018 21:54 Uhr
    Ich habe mein Abo gekündigt. Als Sky vermehrt anrief um mich zu überreden doch zu bleiben hatten sie jedoch kein Argument mehr:
    "Ich verlängere mein Abo nur wenn Bayern nicht mehr jedes Jahr Meister wird."
    Anscheinend ist es jetzt auch mal endlich ganz oben angekommen...
  • Alles für Schalke 12.03.2018 23:30 Uhr
    Schalke interessant im Titelkampf? Mein Reden seit 33! (Anmerkung: 1933 griff Schalke das erstemal in den Titelkampf ein und wurde Vizemeister).

    Danach hat Schalke bekanntermaßen den deutschen Fußball dominiert und ist seit dieser Zeit und für alle Zeiten Reichsrekordmeister. Innerhalb von 10 Jahren wurde Schalke 6 mal Meister und dreimal Vizemeister. Und das nicht als eine zusammen gekaufte Truppe einer Aktiengesellschaft, wie heute die Bayern AG oder Doofmund AG, sondern als echte Malochertruppe mit Spielern aus der Region!

    Glückauf!
  • SuSler 13.03.2018 00:49 Uhr
    Stimmt!
  • lappes 13.03.2018 08:48 Uhr
    ...stimmt nicht Zwinker

    AFS möchte uns seinen E.V. immer für etwas besseres verkaufen.Die AG's und KGaA's auf der einen-die e.V.'s auf der anderen Seite.

    Dabei haben die Schalker schon 1930,mit überhöhten Spesenzahlungen,gegen das Amateurgesetz verstoßen und wurden daraufhin vorrübergehend aus dem WSV ausgeschlossen.Der damalige Schatzmeister nahm sich damals sogar das Leben,ob der Schmach.

    Von den 1970gern der Meineidskandal,indem es auch nur um Kohle ging,über den "Sonnenkönig" der hunderttausende von DM verbrannte und Schulden anhäufte,bishin zur heutigen Zeit wo u.a. "Gazprom" Millionen von Euro in den e.V. pumpt.Die Ära " Magath " von der sich der e.V. bis heute noch nicht richtig erholt hat,weil auch dort zig Millionen verballert wurden,erwähne ich nur mal am Rande.

    Es geht und ging auch beim S04 e.V. immer auch um viel Kapitaleinsatz.
    Das Geld kam nicht nur aus Mitgliedsbeiträgen,Zuschauereinnahmen,ode r gar von einem " Traditionskonto " Zwinker

    Daran ist auch nichts verwerfliches,völlig legitim,so ist eben das Geschäft.Die Vereine haben sich zu Wirtschaftsunternehmen entwickelt.Es wird enorm viel Geld in die Hand genommen.Man kann das befürworten oder eben nicht.
    Aber,...uns sollte doch bitte keiner den S04 e.V. als etwas besseres verkaufen,nur weil es noch ein e.V. ist.

    Im Grunde sind die Vereine dahingehend alle gleich,ob e.V. oder AG
    Geld regiert !


    Zuletzt modifiziert von lappes am 13.03.2018 - 08:57:12
  • Shawn D 13.03.2018 09:31 Uhr
    Hatte eh gekündigt und im Vergleich zu den vorigen Vertragsverlängerungen ist das ERSTE Angebot jetzt schon fast so günstig wie vorige Abo (alles rund um für 32,90).
    Sind halt alles Träume...die angeblichen 76 Euro für alles genau wie Schalke im Titelkampf lol. Spätestens da sieht man doch das der keinen Plan hat was er da beantwortet^^
  • Langer09 13.03.2018 11:00 Uhr
    Auf den Titel Reichsrekordmeister wär ich auch mächtig stolz, AFS!

    Dann doch 1000mal lieber als AG als als Nazivorzeigeclub Meister werden!

    Und nichts für ungut, mal live bei ner Meisterschaft dabei zu sein hat was! ECHT! ;-P
  • rweberti 13.03.2018 12:35 Uhr
    Zitatgeschrieben von Alles fr Schalk

    Schalke interessant im Titelkampf? Mein Reden seit 33! (Anmerkung: 1933 griff Schalke das erstemal in den Titelkampf ein und wurde Vizemeister).

    Danach hat Schalke bekanntermaßen den deutschen Fußball dominiert und ist seit dieser Zeit und für alle Zeiten Reichsrekordmeister. Innerhalb von 10 Jahren wurde Schalke 6 mal Meister und dreimal Vizemeister. Und das nicht als eine zusammen gekaufte Truppe einer Aktiengesellschaft, wie heute die Bayern AG oder Doofmund AG, sondern als echte Malochertruppe mit Spielern aus der Region!

    Glückauf!r

    Seit 1958 nicht mehr Meister geworden . Bin im Oktober 1958 geboren , habe nie erlebt dass Sch... Meister wurde . Werde es auch nicht erleben und ich werde mindestens 200 Jahre alt .
  • Shawn D 13.03.2018 13:40 Uhr
    @ Alles fr Schalk
    Bissel dumm alles Gelaber, aber da hast ja schon genügend Feedback für bekommenSmile
    Und übrigens, als Gladbach und Bayern in den 70ern zb alles dominierten, kamen nahezu auch alle Spieler aus der entsprechenden Region.

    Nur unwissende Menschen vergleichen die damalige Zeit, oder auch die in den 70ern etc mit der weltoffenen (und daher auch Spieler aus aller Welt) von heute.

    Ab und an mal Hirn komplett nutzen, nicht nur da wo es Blau-Weiss blinktSmile

    Übrigens Meister durchaus Schalke in Zukunft. Nur in welchem Sport / Gebiet etc sagtest ja zum Glück nicht^^
  • fubafan 13.03.2018 16:11 Uhr
    Mag sein, dass Sky mehr Abonnenten gewinnt, wenn es mal wieder ein spannenderes Titelrennen gäbe.

    Als Schalke-Fan würde ich aber auch dann keinen einzigen Cent für Sky ausgeben, so lange immer noch einzelne von Neid und/oder Missgunst zerfressenen Sky-Reporter (z.B. die ausgemachten Schalke-Basher Henkel, Hellmann, Wassezieher) bei jeder Gelegenheit Schalke mit Häme übergießen, mit Dreck bewerfen oder einen Schalke-Spieler und/oder -Verantwortlichen durch Dorf treiben wollen.

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