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Nach Attacke auf BVB-Fan
Haftstrafen für Schalke-Schläger

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Foto: Firo

Die Rivalität zwischen dem FC Schalke 04 und dem BVB wird gepflegt. Doch die Aktion zweier Männer hatte nichts mehr mit Sport zu tun.

Wegen einer brutalten Attacke auf einen Fußballfan sind zwei 20-Jährige vom Landgericht Marburg zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Die beiden sind Anhänger des FC Schalke 04 und hatten ihr Opfer im Juli 2017 in Hessen angegriffen.

Weil sie ihn für einen Anhänger von Borussia Dortmund gehalten hatten, waren die Täter bei einem Volksfest im mittelhessischen Gladenbach auf den 22-jährigen Mann losgegangen. Dieser erlitt schwere Kopfverletzungen durch Schläge und Tritte. Das Opfer erlitt bleibende Schäden. „Sie wollten ihn von vornherein niedermachen“, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung zu der Tat. Die Richter erkannten am Freitag auf versuchten Mord, gefährliche und schwere Körperverletzung.

Zeugen sprechen von „von nie gesehener Brutalität“

Zeugen wollen vor dem Angriffe gehört haben, wie einer der Angeklagten rief: „Da ist der Scheiß Dortmunder.“ Das Gericht ging davon aus, dass die Angeklagten auch dann noch zutraten, als der junge Mann bereits am Boden lag. Zeugen stoppten demnach die Auseinandersetzung - doch später griffen die jungen Männer erneut ihr Opfer an. Durch einen Tritt stürzte der 22-Jährige und prallte mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Er sei erkennbar schwer verletzt gewesen - dennoch habe einer der Angeklagten ausgeholt und „wie bei einem Freistoß beim Fußball“ gegen dessen Kopf getreten. Zeugen sprachen „von nie gesehener Brutalität“.

Für die Staatsanwaltschaft ist das eine „auf tiefster Stufe stehende“ Tat, allein aus „Hass“ gegenüber einem vermeintlich falschen Fußballfan. Einen solchen Hass konnte die Verteidigung bei ihren Mandanten dagegen nicht erkennen. Es sei nicht das Ziel gewesen, den 22-Jährigen zu töten. Die Verteidigung hatte auf Bewährungsstrafen plädiert. Die Angeklagten räumten den Angriff weitgehend ein und entschuldigten sich bei dem Opfer. Er bereue alles zutiefst, sagte einer. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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  • Lackschuh 23.02.2018 19:52 Uhr
    Die Verteidiger sind ja zumindest umfangreiche Mittäter bei solchen Ansichten, aber leider verlassen insbesondere Strafverteidiger die Gerichte immer ohne Auflagen oder was auch immer. Wer nicht einverstanden ist, der darf gerne zwecks Beispiel nach Essen zum Apothekerprozess schauen !
  • Mindgames 24.02.2018 07:25 Uhr
    (Zitat) Die Richter erkannten am Freitag auf versuchten Mord, gefährliche und schwere Körperverletzung.

    Also für einen versuchten Mord, sowie gefährliche und schwere Körperverletzung gibt es nur viereinhalb Jahre Gefängnis?
    Ich habe da ein irgendwie anderes Rechtsverständnis. Viereinhalb Jahre sind absolut lächerlich für solche Kreaturen.
    Die beiden Idioten kommen bei guter Führung nach Verbüßung von 2/3 der Strafe wieder auf freien Fuß. Also nach etwas mehr als gerade einmal 3 Jahren.
    Und das Opfer? Behält für den Rest seines Lebens bleibende Schäden.
    Ich bin fassungslos, mit welcher Milde diese Typen bestraft wurden.
    Man kann nur hoffen, dass die Staatsanwaltschaft Revision gegen dieses Urteil einlegt und in der nächsten Instanz ein Richter das Urteil fällt, welches der Tat und den Folgen angemessen ist.
  • Tschiskale 24.02.2018 09:43 Uhr
    Für die Tatbestände kommen die Schalker aber wirklich günstig weg. Entweder man verurteilt nach "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich", dann fein. Aber versuchter Mord ist doch eigentlich ne andere Hausnummer.
  • Ballsport 24.02.2018 11:38 Uhr
    Puh, ich bin froh, dass ich in einem Rechtsstaat lebe!
    In diesem Fall wünschte ich mir allerdings dass man solche "Menschen"
    lebenslang in ein Loch sperren würde!
  • easybyter 24.02.2018 12:53 Uhr
    Ich bitte darum, diese brutalen, hirnlosen Schläger nicht mit Schalke in einem Atemzug zu nennen. Diese Leute tauchen in allen Stadien auf, sind keine Fußballfans, sondern einfach nur brutale Schläger, die die Spiele nutzen, um ihren niederen Trieben nachzugehen. Die Bezeichnung Schalke-Schläger suggeriert, dass die Schalke-Fans so etwas tun. Da ist etwas mehr Sensibilität seitens der Redaktion angebracht.
  • easybyter 24.02.2018 12:57 Uhr
    Wer auf einen am Boden liegenden Menschen eintritt wie auf einen Gegenstand, nimmt auch seinen Tod in Kauf und ist mit 4,5 Jahren Jugendstrafe nicht angemessen bestraft. Die Entschuldigung vor Gericht, soll dann alles wieder gut machen, dient jedoch nur der Reduktion des Strafmaßes. Hier wäre eine exemplarische Strafe angemessen als Signal für alle, die solche brutalen Handlungen nicht unterlassen können. Hier ist Milde absolut nicht am Platze.

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