Startseite » Fußball » Regionalliga

Viktoria-Boss redet Klartext
Antwerpen droht das Horror-Szenario

(49) Kommentare
Franz-Josef Wernze, Franz-Josef Wernze
Foto: Funke Foto Services

Lange war es ruhig beim FC Viktoria Köln - bis zum Sonntagnachmittag und dem Interesse von Preußen Münster an Marco Antwerpen. Am Montag wurde der Meistertrainer gar freigestellt. Jetzt legt der Viktoria-Boss nach.

Die Viktoria-Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Stephan Küsters, Sportvorstand Franz Wunderlich und Mäzen Franz-Josef Wernze fühlen sich von Antwerpen hintergangen. Dieser soll laut dem Führungs-Trio der Kölner hinter dem Rücken der Viktoria-Verantwortlichen mit dem Drittligisten SC Preußen Münster verhandelt und sich geeinigt haben. Erst danach soll Münsters Sportchef Malte Metzelder offiziell beim Regionalliga-West-Tabellenführer wegen des 46-jährigen Fußballlehrers Antwerpen angefragt haben.

Wir haben am Montagnachmittag mit Viktroria-Boss Wernze über die "Causa Antwerpen" gesprochen. So viel vorweg: Der 69-jährige Unternehmer ist "zutiefst enttäuscht"

Franz-Josef Wernze, warum folgte am Montagmorgen die Freistellung von Marco Antwerpen?
Marco Antwerpen und sein Co-Trainer wurden freigestellt, weil sie sich nicht so verhalten haben, wie es ein Arbeitnehmer tun sollte. In den vielen, vielen Jahren in meiner Firma ist es mir noch nie passiert, dass ein leitender Angestellter hinter meinem Rücken mit einem potentiellen neuen Arbeitgeber verhandelt. Der übliche Weg ist, dass man zu seinem Chef kommt und ihn darüber informiert. Herr Antwerpen hat uns quasi vor vollendete Tatsachen gestellt. Dabei besitzt er hier einen gültigen Vertrag bis zum 30. Juni 2018.

Wie wahrscheinlich ist denn ein Wechsel Antwerpens nach Münster?
Er soll sich mit den Preußen bereits einig sein...

Das mag sein. Aber da spielen wir auch noch eine gewichtige Rolle. Wie gesagt: Herr Antwerpen und sein Co-Trainer besitzen beim FC Viktoria Köln gültige Arbeitsverträge. Wir müssen das jetzt mit Preußen Münster kaufmännisch alles abwickeln.

Sind die Parteien Münster und die Viktoria bezüglich der Ablösesumme weit auseinander?
Ja, das ist der aktuelle Stand. Da sind wir noch weit auseinander. Wir sind auch nicht in der Position um nachzugeben. Wir hatten nicht vor unseren Trainer gehen zu lassen. Preußen Münster will ihn haben und muss dann dieses Vorhaben auf dem kaufmännischen Weg auch uns gegenüber unterstreichen.

Gibt es in der Personalie eine Deadline - zum Beispiel bis Ende der Woche?
Wir haben uns da keine Deadline gesetzt. Ich glaube aber, dass Preußen Münster da anders denkt. Sie sind im Abstiegskampf der 3. Liga und benötigen Planungssicherheit.

Könnte es am Ende auch so kommen, dass man sich mit Münster nicht einigt und Antwerpen seinen Vertrag bei der Viktoria erfüllen muss - ohne dabei Trainer der ersten Mannschaft zu sein?
Auch das ist vorstellbar. Ich will aktuell gar kein Szenario ausschließen. Fakt ist, dass Marco Antwerpen hier seit dem Sommer 2016 tadellose Arbeit leistet und wir mit ihm sehr zufrieden sind. Leider hat er uns und auch mich persönlich zutiefst enttäuscht. Ich dachte immer, dass wir untereinander im Verein ein vertrauensvolles Verhältnis pflegen. Leider ist die Moral im Fußball heute abhanden gekommen. Es kann nicht sein, dass Arbeitnehmer ihre Verträge nicht ernst nehmen und auf irgendwelchen Wegen versuchen, vorzeitig aus dem Arbeitsvertrag rauszukommen.

Haben Sie eigentlich schon einen Plan, wer der neue Trainer werden könnte?
Nein, weil wir mit dieser Sache sehr überrascht und überrumpelt wurden. Wir haben mit Roland Koch, unser Nachwuchsleistungszentrum-Leiter, und Özkan Turp, unser Trainer der Reservemannschaft, zwei sehr gute Leute, die uns auf das letzte Spiel des Jahres bei Alemannia Aachen vorbereiten werden. Roland hat als Assistent viele Jahre unter Christoph Daum gearbeitet und ist im Besitz der Fußballlehrer-Lizenz. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft in Aachen noch einmal alles geben wird, um das Jahr 2017 mit drei Punkten zu beenden. Danach werden wir weiter sehen.

(49) Kommentare

Spieltag

Regionalliga West

1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

KOMMENTARE

Hinweis:
Um Kommentare schreiben zu können, musst du eingeloggt sein. Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du dich hier kostenlos anmelden.

Login via Facebook

Der Login via Facebook erleichtert Ihnen die Anmeldung
  • horst2 11.12.2017 17:37 Uhr
    Wernze, der Kaufmann. Solche Leute machen den Fußball kaputt.
  • odysseus 11.12.2017 17:49 Uhr
    Zitatgeschrieben von horst2

    Wernze, der Kaufmann. Solche Leute machen den Fußball kaputt.


    Nicht Wernze macht den Fussball kaputt, sondern diejenigen Spieler, Trainer etc. die meinen, ihre unterschriebenen Verträge nicht einhalten zu müssen (Stichwort Dembele), weil man möglicherweise bessere Möglichkeiten sieht (meist finanziell).

    Das die Viktoria Geld sehen will ist doch klar. Bei einem Spieler ist es doch auch so, wenn er woanders hin will und er noch Vertrag hat, muss der interessierte Verein Ablöse zahlen wenn er den Spieler haben will.
  • Ronaldo20 11.12.2017 18:04 Uhr
    Wo kommen wir denn hin wenn Angestellt mehr Zusagen haben als Chef ? DFB muss solche Personen bis zum Vertragsabschluss ohne Gehalt sperren Personen die einen Vertrag haben dürfen nicht von anderen Vereinen abgeworben werden nicht in der laufenden Spielzeit
  • Hotteköln 11.12.2017 18:31 Uhr
    Kann Chef Wernze voll verstehen. Wenn ein Spieler vorher aussteigt gibt es Ablöse, Das gleiche gilt folglich auch für Trainer.
  • 11.12.2017 18:35 Uhr
    Ich bin sicherlich kein Wernze Freund. Aber hier geb ich ihm in vielen Punkten Recht.
    1. Was haben diese Dinge in der Öffentlichkeit zu suchen, bevor sie spruchreif sind?
    2. Normal hätte Münster an die Vikroria herantreten müssen und Verhandlungen aufnehmen.
    3. Selbst wenn sich Antwerpen und Preußen einig sind, der Vertrag sollte eingehalten werden.
    4. Wenn nicht, Ablöseeinigung.
  • Hotteköln 11.12.2017 18:58 Uhr
    Habe Hr. W. selten so offensiv erlebt. Frust und Enttäuschung müssen schon tief sitzen. Er hat sicherlich den längerem Atem und hat das im Interview auch schon deutlich gemacht. Bin von Antwerpen etwas enttäuscht. Mal die nächsten Tage abwarten was noch alles öffentlich gemacht wird.
  • neigefraiche 11.12.2017 19:02 Uhr
    FJW lässt sich nichts vormachen, ein hervorragender Berater, wie er Viktoria zur Seite steht. Er hat im Interview auf alle Aspekte hingewiesen, die berücksichtigt werden müssen, nun sind die Preußen am Zug.

    Punktabzug für Preußen wäre sinnvoll, um solche Abwerbeversuche in Zukunft auf allen Ebenen zu unterbinden. Nicht erst, wenn eine weitere Eskalationsstufe erreicht wird.
  • peterd17 11.12.2017 19:44 Uhr
    Mit der normalen Arbeitswelt ist das nicht vergleichbar: Also wenn ich mich woanders bewerbe gehe ich doch auch nicht zu meinem jetzigen Arbeitgeber und erzähle ihm davon.
  • TheRed 11.12.2017 19:50 Uhr
    Also ich wette, wenn ich jetzt mal intensiv nachsehe, hat der Wernze bestimmt schon Leute aus bestehenden Verträgen rausgekauft. Im Übrigen ist das doch Tagesgeschäft. Doppelmoral. Jetzt ist er sauer, weil mal jemand sein Schüppchen geklaut hat.
  • Jörg P. 11.12.2017 19:57 Uhr
    Wernze hält eine Moralpredigt! Stark.
  • Ronaldo 11.12.2017 20:00 Uhr
    Dickes Eigentor bei Viktoria. Die sollten das Wort "Moral" lieber aus dem Wortschatz streichen. Smile
  • Jörg P. 11.12.2017 20:01 Uhr
    Ab jetzt sollten Sie aber auch bitte immer alle Ihrer Spieler informieren, wenn Sie mit neuen Spielern verhandeln. Unfassbar, was für eine Doppelmoral?!
  • rolbot 11.12.2017 20:01 Uhr
    Es ist doch weltfremd zu glauben, daß ohne ein Vorgespräch mit dem interessierten Verein, jemand auf seine Vorgesetzten zugeht und sagt, daß er weg will. Danach stellt man fest, daß es nicht passt und steht im Regen.
  • Monostatos 11.12.2017 20:07 Uhr
    Da irrt ein Herr Wernze aber gewaltig, wenn er sagt, dass es unüblich sei, hinter dem Rücken des Chefs Verhandlungen mit anderen Arbeitgebern zu führen. Schon mal was von Head-Huntern gehört, die Mitarbeiter in Führungspositionen abwerben, Herr Wernze? Nicht, dass ich Antwerpens Verhalten stütze, aber sowas ist die Regel, leider.
  • Shels 11.12.2017 20:19 Uhr
    Was mir neu ist, dass Preußen Geld hat!
  • Carlos Valderrama 11.12.2017 21:42 Uhr
    Völlig legitim und nachvollziehbar, der Standpunkt von Wernze.

    Genau so wie einer wie Antwerpen privat mit anderen Interssenten spricht, genau so selbstverständlich ist dass Wernze auf den Vertrag pocht.

    Ich denke P Münster wird da einen netten Batzen Geld hinlegen müssen, sonst könnse lange auf Antwerpen warten - bis zum Sommer 2018, und wer weiss ob Antwerpen dann wieder in die 4. Liga zurück will?
  • Grave 11.12.2017 22:07 Uhr
    Man kann natürlich hinter dem Rücken des aktuellen Arbeitgebers miteinander verhandeln. Aber dass ohne Rücksprache bzw. Klärung mit Viktoria die sofortige Verpflichtung Antwerpens verkündet wurde ist etwas unglücklich. Aber als Traditionsverein darf man so etwas vielleicht, und Abwerben hat ja Tradition bei Preußen Münster, Stichwort "Hunderttausend-Mark-Sturm", schon 1950 hat Preußen Münster sich die Mannschaft mit viel Geld zusammengekauft. Was haben die Traditionalisten damals getobt...
  • Vok 11.12.2017 22:15 Uhr
    Ach, ach, ach!
  • lapofgods 11.12.2017 22:18 Uhr
    "In den vielen, vielen Jahren in meiner Firma ist es mir noch nie passiert, dass ein leitender Angestellter hinter meinem Rücken mit einem potentiellen neuen Arbeitgeber verhandelt."

    Wie bitte? Wem will der Wernze denn das Märchen verkaufen? Es wäre total irrsinnig seinen Arbeitgeber von Wechselabsichten zu unterrichten. Das betrachte ich als glatt gelogen.
  • colonius 12.12.2017 00:36 Uhr
    @lapofgods: Wernze spricht von l e i t e n d e n Angestellten.
  • Gutessen 12.12.2017 07:17 Uhr
    Wenn man meint Gott zu sein7, kann ich den Herrn verstehen. Aber wenn nan selber nur auf Geld setzt und sonst nichts bietet, sollte man sich nicht wundern.
  • hoelwil 12.12.2017 07:45 Uhr
    Antwerpen hat den Nichtaufstieg verursacht.Nach dem Spiel gegen RWO und dem eingefahrenen Meistertitel hat er in Bonn Sprockhövel und noch mal Bonn nur die B Mannschaft eingesetzt. Damit brach der Stoffwechsel bei den Stammspielern ein und in den Spielen gegen Jena war nur noch eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit erkennbar. Das wäre einem erfahrenen Coach sicher nicht passiert. Niemals hat ein solch starker Kader den Aufstieg nicht geschafft.
  • lapofgods 12.12.2017 08:52 Uhr
    Zitatgeschrieben von colonius

    @lapofgods: Wernze spricht von l e i t e n d e n Angestellten.

    Ich bin nicht blind und ich habe ihn ja auch so zitiert. Trotzdem ist es ein Märchen, was er selber nicht glaubt. Der plustert sich nur auf um die Leute durch künstliche Skandalisierung auf seine Seite zu ziehen. Und wer ist empfänglicher für künstliche Skandale als Fußballfans? Höchstens Goldene-Blatt-Leserinnen.
  • neigefraiche 12.12.2017 12:20 Uhr
    Noch ein Wort an die, die über FJW herziehen und Tradition mit Preußen Münster verbinden: Damit Graves Hinweis nicht unter den Tisch gekehrt wird (vielen Dank dafür, ein gefundenes Fressen für mich) nochmals in den Fokus gerückt

    Zitat
    Aber als Traditionsverein darf man so etwas vielleicht, und Abwerben hat ja Tradition bei Preußen Münster, Stichwort "Hunderttausend-Mark-Sturm", schon 1950 hat Preußen Münster sich die Mannschaft mit viel Geld zusammengekauft


    Bei 11freunde.de ist darüber zu lesen .... (es lohnt sich, insbesondere für alle überzeugten Traditionalisten hier)
    Zitat
    Der legendäre 100.000 Mark Sturm von Preußen Münster

    Der Ursprung aller Vereinsmäzene: 1950 formten westfälische Geschäftsmänner ein Starensemble – Preußen Münsters 100 000 Mark Sturm wurde zur Legende
    Angesteckt mit dem Virus Fußball wurden alle von Opa Oevermann, der vor dem Krieg selbst für Preußen gekickt hat. Inzwischen leitet er als Obmann die Geschicke des Vereins. Aus der Runde im Stuhlmacher, wo sich Lebensmittelhändler, Bauunternehmer und Kaufmänner die Klinke in die Hand geben, entwickelt sich schon bald der selbsternannte Preußen-Ring, eine Art Sponsorenpool der lokalen Wirtschaft. Zwischen Zigarrenqualm und Bierschaum werden Pläne geschmiedet. Denn man hat Großes vor.

    Das Ziel: Preußen Münster soll die beste Mannschaft Deutschlands werden.
    Der Preußen-Ring sucht nach Spitzenspielern, Ausnahmekönnern, echten Stars. Doch die sind schwer zu finden und noch schwerer nach Münster zu locken. Von einem Transfermarkt der Gegenwart, wo man sich mit Geld alles kaufen kann, ist man noch so weit entfernt, wie die Erde vom Mond: Das im Mai 1949 eingeführte Vertragsspielerstatut verhindert offiziell die Zahlungen hoher monatlicher Geldbeträge. Laut Statuten liegt das Maximalgehalt bei 320 DM, inklusive Leistungszulagen von 10 DM pro Spiel. Mit enormen Gehältern lassen sich die Fußballer nicht von ihren Vereinen weglocken. Preußens Macher müssen sich etwas anderes einfallen lassen.

    Wie man die bestehenden Gesetze im Fußball elegant aushebeln kann, hat Josef Oevermann schon 1949 bewiesen. Zu den ein Jahr zuvor aufgestiegenen Preußen stießen damals zwei absolute Top-Stürmer: Jupp Lammers und Siegfried Rachuba. Lammers, ein angehender Sportlehrer, hatte sich von Oevermann mit Aussicht auf einen sicheren Studienplatz und bezahlte Unterkunft überzeugen lassen und wechselte vom FC Bocholt nach Münster. Dem gelernten Anstreicher Siegfried Rachuba versprach der Preußen-Obmann die Einrichtung eines eigenen Malereigeschäfts und damit eine Existenzgrundlage. Für den 27-Jährigen ein Angebot mit Zukunft, auch er sagte zu.

    1950 geht die Einkaufstour weiter. Der 23-jährige Rudi Schulz, einer der besten Außenläufer Westdeutschlands, wechselt aus Dortmund in die Domstadt – als Gegenleistung vermittelt der Verein ihm die Ausbildung bei der lokalen Raiffeisenversicherung. Mit ihm kommt BVB-Kollege Adi Preißler, zweifacher Torschützenkönig der Oberliga und im Westen ein echter Star. Ihm verspricht Verhandlungsführer Oevermann eine Großtankstelle und ein für damalige Verhältnisse gewaltiges Handgeld von 10 000 DM.

    Doch seinen größten Coup feiert der umtriebige Unternehmer kurze Zeit später: Er überredet den Oldenburger Felix Fiffi Gerritzen, nach Münster zu kommen. In der Oberliga Nord zum Nationalspieler gereift, lockt ihn nun der SCP mit einem Job als Chef-Chauffeur bei der Provinzial-Versicherung. Gerritzen geht trotz zahlreicher Angebote aus ganz Deutschland nach Münster.

    Nie zuvor hat sich ein Verein mit dem Einkauf ortsfremder Starspieler eine solche Spitzentruppe zusammengestellt. Die neue fünfköpfige Angriffsreihe, bestehend aus Lammers, Rachuba, Schulz, Preißler und Gerritzen, gehört nominell mit zum Besten, was der deutsche Fußball in dieser Zeit zu bieten hat. Ein Journalist findet schnell den passenden Namen für diese außergewöhnliche Offensive: Der 100 000 Mark Sturm ist geboren.

    Woher kommt das viele Geld so kurz nach dem Krieg? Der DFB schaltet sich ein – Preußen Münster wird gezwungen, die Bücher offenzulegen und kann so schließlich die Zweifel des Verbandes zerstreuen: Die Auszahlung einer solch gigantischen Summe hat es nicht gegeben. Wie viel Geld der Klub aber tatsächlich für seine Neuzugänge ausgibt, ist bis heute ein Geheimnis.

    30 Jahre später schreibt die Münstersche Zeitung: Der 100 000 Mark Sturm soll nach glaubhaften Aussagen eines damaligen Preußen-Vorstandes keine 30 000 DM gekostet haben. Statt die Neuzugänge mit Bargeld zu überschütten, sorgt derPreußen-Ring auf andere Weise für eine bevorzugte Behandlung der Fußballer. Jeder aus dem Fünfersturm bekommt eine schöne Wohnung inklusive Einrichtung gestellt. Miete und Nebenkosten übernimmt der Verein. Und die Arme des Preußen-Rings reichen in jede Ecke der Universitätsstadt: Im Stuhlmacher gehen die Runden auf Franz Feldhaus, wer beim Lebensmittelhändler Spiekermann einkauft, braucht nicht zu bezahlen – die jungen Männer, vor wenigen Jahren noch an der Front oder in Gefangenschaft, werden plötzlich behandelt wie kleine Könige.

    44 der 58 Saisontore schießt der 100.000 Mark Sturm


    Ein Hoch auf die Tradition! Eine ganz spannende Sache, zu erfahren, wie es ein Verein, der sich heute mit dem Beiwort Tradition schmückt, damals getrieben hat, und wie er sich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz erkauft hat (und ihn bis heute nicht halten konnte).

    Gegen diese halbseidenen Machenschaften kann Viktoria heute nicht anstinken, will man dort auch nicht ....


    Zuletzt modifiziert von neigefraiche am 12.12.2017 - 12:49:06
  • Hattenberger 12.12.2017 14:13 Uhr
    Wernze: "Leider ist die Moral heute im Fussball abhanden gekommen"

    Vollkommen richtig Herr Wernze. Fragen Sie doch mal in Dattenfeld, Junkersdorf und bei den Sportfreunde Köln von 1893 nach was man dort von ihrer Moral hält. Die Antwort wird sie verwundern.
  • colonius 12.12.2017 14:39 Uhr
    @ Hattenberger: du stinkst ja gerne als Fortune gegen Viktoria, aber es gelingt dir wieder nicht.
    Wernze unterstützt gerne notleidende Fußballvereine, was von der Fortuna immer wieder falsch interpretiert wird. Warum eigentlich ? Er kann es sich leisten, den von dir genannten Vereine, bei denen er mal als Jugendlicher gespielt hat, unter die Arme zu greifen und sie aus einem Schlamassel zu holen, den andere verursacht hat.
    Fortuna hätte auch gerne einen Mäzen gehabt, nach dem Löring Fortuna in die Insolvenz getrieben hat. Warum wird Löring nicht posthum zum Ehrenpräsident ernannt ? Eure Verantwortlichen wissen warum !!
  • neigefraiche 12.12.2017 15:01 Uhr
    Die Diskussion um die aufgezählten Vereine hatten wir schon. Will das alles jetzt nicht wiederholen. Fest steht, es gibt gültige Verträge, es gehören beide Seiten dazu, diese zu unterzeichnen und Gegenständliches zu leisten. Es stand sicher jedem dieser Vereine frei auf Geld/Entschädigung zu verzichten, was wohl nicht geschah. Mögen sich einzelne über die Entscheidung der jeweiligen Vereinsführung ärgern, aber die Verantwortlichen haben so entschieden, also werde ds auch respektiert.

    Es nützt ja auch dem FC-Umfeld nichts Spinner & Co. anzugreifen. Die Entlassung von Schmadtke/Stöger ist vollzogen, man hat es getan um Schaden vom FC abzuwenden.
  • Hattenberger 12.12.2017 15:25 Uhr
    Ach Colonius - hättest Du doch besser geschwiegen.
    Den Verein seiner Jugend, die Sportfreunde Köln 1893, kann Wernze nicht mehr unterstützen. Wurde ebenfalls von euch einverleibt damit die 2. Mannschaft nicht in der Kreiliga D neu starten mußte. Beim FC Junkersdorf wurde nach der Fusion der komplette Seniorenbereich aufgelöst und Germania Windeck spielt jetzt ohne Unterstützung in der Landesliga Mittelrhein Staffel 1 gegen die 2. Mannschaften von Viktoria und Fortuna.

    Und wer lesen kann ist besser dran. Auf der Homepage des SC Fortuna Köln e.V. findest Du unser Leitbild. In diesem Leitbild steht bewußt zu Anfang:
    Der SC Fortuna Köln wurde am 21.Februar 1948 in der Kölner Südstadt gegründet. Wir sind stolz auf unsere Gründerväter und die Menschen, die in den darauffolgenden Jahrzehnten die Geschicke unseres Vereins lenkten und leiteten.
    Unsere Ehrenpräsidenten Jean Löring, Klaus Ulonska und Johannes Böhne.
  • neigefraiche 12.12.2017 17:15 Uhr
    @ Hattenberger:
    Mich würde mal interessieren, wie du einverleiben definierst, oder wie du dir vorstellst, wie Fusionen zustande kommen. Oder welche Vorstellung du von Sponsoring hast, insbesondere von der Dauer. Habe so das Gefühl, dass du eher dazu neigst, weil du diese Vorgänge offensichtlich arg verteufelst, rechtliche Bedenken hast, so als wären all diese Parteien von FJW zu etwas gezwungen worden, als wäre die rechtliche Grundlage strittig oder als müssten Sponsoringverträge wie Erbpacht behandelt werden.


    Zuletzt modifiziert von neigefraiche am 12.12.2017 - 17:16:44
  • Grave 12.12.2017 18:39 Uhr
    Muss man an dieser Stelle wieder mal über anderes reden als das eigentliche Thema? Also gut: Wenn es um Viktoria geht schwingen sich ja immer einige zu antikapitalistischen Moralaposteln auf. Nun ja, irgendwoher muss die LINKE ja ihre Stimmen herbekommen ;-)

    Also, da bin ich auch nicht bei Wernze: Moral spielte im Spitzenfußball noch nie die Hauptrolle, es ging und geht immer nur ums gewinnen. Und um Geld. Da kann sich auch kein Verein ausnehmen.
    Viktoria nicht, Preußen Münster nicht, Fortuna Köln nicht, und schon zwanzig Jahre vor Preußen Münster hat sich z.B. Werder Bremen mit Unterstützung der örtlichen Tabakindustrie eine Spitzenmannschaft zusammengekauft. Es trieft nur so so vor Tradition und Geld. Komischerweise haben sich die meisten Menschen da nie vor lauter Ekel abgewendet, sondern sind immer in Scharen den erfolgreichen Vereinen hinterhergehechelt. Wie der Erfolg zustande kam - egal!!!

    Zu Hattenberger: solange Wernze Windeck unterstützt hat fandest Du Wernze also gut?
    Und wie war das 1948, als die bis dato sportlich halbwegs erfolgreichen Vereine Bayenthaler SV und SV Victoria den unbedeutenden Kölner Sparkassen SV in die Fusion zur Kölner Fortuna mit aufgenommen haben? Wurde dieser sportlich unbedeutende Verein der neuen Fortuna etwa "einverleibt", nur weil er als einziger über eine taugliche Platzanlage verfügte? ( "Das Fusionskapital der Sparkasse bestand in der vereinseigenen Anlage an der Schönhauser Straße, die mit dem Zusammenschluss der Fortuna pachtweise überlassen wurde", Zitat Chronik Fortuna Köln, Seite 130). Allein das Wort "Kapital" im Zusammenhang mit Fußball - wunderbar ehrlich! :-) Aber: was hätte aus dem Sparkassen SV ohne die Einverleibung, pardon, Fusion, nicht alles werden können...
  • Hotteköln 12.12.2017 18:59 Uhr
    @Hattenberger:
    Gott sei Dank hat Viktoria damals die Sportfreunde übernommen. Nur so konnte die Anlage für den Spielbetrieb aufrecht erhalten werden was vor allen den Jugendmannschaften zu gute gekommen ist. Besser mal Ball flach halten und nicht einfach voller Emotionen gegen Viktoria solche Kommentare los lassen TraurigTraurig
  • neigefraiche 12.12.2017 19:00 Uhr
    Sieh mal einer an .... TOP recherchiert!
    :-)
  • via Facebook: Martin Schirmer 11.12.2017 17:55 Uhr
    Scheiss. V. Köln !! Geld ist nicht alles !! Wer spielt schon gerne nur vor knapp 700 zuschauern u das als erster in der tabelle und wûrde sich auch nicht viel ändern bei einem aufstieg in liga 3 !! Das heist eher fûr einige auswärtzfans fans ein heimspiel bei. V. Köln !!
  • via Facebook: Marco Propp 11.12.2017 18:11 Uhr
    Hoffentlich gewinnt die Alemannia das Spiel
  • via Facebook: Dado Padežanin 11.12.2017 18:34 Uhr
    Drecksverein Viktoria Köln löst euch einfach auf keiner vermisst euch.
  • via Facebook: Christopher Thomassen 11.12.2017 18:48 Uhr
    Hut ab das Wernze von zutiefst enttäuscht redet .. schuldet aus seiner windecker Zeit noch einigen Jungs gutes Geld .. aber wer dem Größenwahn so verfallen ist denkt an sowas wohl nicht mehr
  • via Facebook: Klaus Fleischer 11.12.2017 19:02 Uhr
    Wernze laber nicht gib Anti frei und fertig Steck deinen Elan in die Nachfolge Suche und blockier nicht !!!!
  • via Facebook: Stefan Radies 11.12.2017 19:04 Uhr
    Sascha Eynck dat wird teuer
  • via Facebook: Klaus P. Weber 11.12.2017 19:19 Uhr
    Wenn ich meine Arbeitsstelle gewechselt habe, habe ich natürlich erst mit neuem Arbeitgeber gesprochen. Bevor ich kündige brauche ich doch eine neue Stelle. In welcher Branche ist Herr Wenze tätig, dass das da anders ist?
  • via Facebook: Dirk Duyster 11.12.2017 19:20 Uhr
    Die Punkte in Aachen könnt ihr euch abschminken .Viktoria braucht kein Mensch .Ehre Stolz und Tradition nur der TSV !
  • via Facebook: Thomas Nellen 11.12.2017 19:42 Uhr
    Torsten W. Decker Ein Tag früher und der wäre beim BVB gelandet.
  • via Facebook: Bönnsche Jung 11.12.2017 20:35 Uhr
    Björn Sabrina Nagel
  • via Facebook: Oliver Freier 11.12.2017 20:43 Uhr
    FC Junkersdorf gefällt das
  • via Facebook: Jürgen Nagels 11.12.2017 21:18 Uhr
    Viktoria Köln ist nun wirklich kein Kultclub, hier zählt nur die Kohle und wenn ein Trainer die Chance bekommt zu einem Traditionsverein zu gehen, sollte er ganz schnell abhauen.
  • via Facebook: Alexander Schäfer 11.12.2017 23:35 Uhr
    Also ich kann den Boss verstehen. Das ist keine Art, seinen Arbeitgeber vor vollendete Tatsachen zu stellen. Ich kann auch nicht mal eben so raus aus dem Arbeitsvertrag, da müssen zumindest Kündigungsfristen eingehalten werden. Überhaupt ist dieses Getue eine Farce. Wofür werden Verträge überhaupt noch abgeschlossen, wenn sie eh keinen interessieren?
  • via Facebook: Dirk Horn 12.12.2017 07:02 Uhr
    Stefan Oldag Sascha Oe Thorsten Dorn
  • via Facebook: Tristan Schneider 12.12.2017 10:22 Uhr
    Philipp Schneider Timo Röttger
  • via Facebook: Heiko Ey 12.12.2017 11:05 Uhr
    Absolut inakzeptabeles Verhalten des Trainers und seines Co. Sehr gute Reaktion von Viktoria, und auch nachvollziehbar. Ein solches Verhalten muss bestraft werden, unter aller Sau. Die müssten richtig tief fallen, damit sie nicht noch höher schweben und dieses negative Verhalten der Fussball-Lehrer Schule macht
  • via Facebook: Michael Schmidt 12.12.2017 22:04 Uhr
    demnächst heißen die ETL Wernze Köln

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.