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Kultfigur Eigenrauch schießt gegen Borussia Dortmund

(31) Kommentare
Yves Eigenrauch, Yves Eigenrauch
Foto: firo

Schalkes Kultkicker Yves Eigenrauch kann sich mit der Kommerzialisierung nicht anfreunden – weniger denn je. Deshalb teilt er auch gegen Borussia Dortmund aus.

Als neulich beim FC Schalke 04 ein Revival zu Ehren der Eurofighter, die vor 20 Jahren den Uefa-Pokal gewonnen haben, gefeiert wurde, fehlte ein prominenter Spieler vergangener Tage: Yves Eigenrauch. Der frühere Publikumsliebling sagte freundlich, aber bestimmt ab, weil er das ungute Gefühl hatte, mit seiner Teilnahme zur von ihm verhassten Kommerzialisierung des Fußballs beizutragen. „Für meinen Geschmack ist ein Grad erreicht, den ich persönlich nicht mehr mittragen möchte“, sagt der 46-Jährige im Interview der Sportbild. „Die wirtschaftlichen Dimensionen finde ich nicht mehr vertretbar.“ Für Eigenrauch ist ein Punkt erreicht, an dem der Fußball schon übers Ziel hinausgeschossen sei: „Nehmen wir die Sponsorengelder oder die Übertragungsrechte: Es geht nur um mehr, mehr, mehr. Mir aber geht es um ein faires Miteinander. Und das ist nicht mehr gegeben. Die Natürlichkeit ist im Fußball auf der Strecke geblieben.“

Dies führe dann auch zu völlig falschen Verhaltensweisen bei den Spielern: „Wenn ich die Dimension eines Millionen-Gehalts erreicht habe, dann muss ich doch nicht noch um 100.000 Euro feilschen. Es reicht doch so oder so, um halbwegs durch das Leben zu kommen, wenn man nicht ganz durchdreht und sich eine Luxusjacht nach der anderen anschafft.“

Seinem Sohn würde er also niemals raten, Fußballprofi zu werden: „Natürlich nicht. Lediglich der wirtschaftliche Aspekt würde dafür sprechen. Ob allerdings das Leben seinen Zweck erfüllt, wenn man mit 22 Jahren schon weiß, dass man nichts mehr arbeiten muss, wage ich zu bezweifeln. Das reale Leben ist mir lieber. Doch damit hat der Fußball fast nichts mehr zu tun.“

Der Schalker Kultspieler nimmt dabei nicht nur Spieler, sondern auch die Vereine in die Verantwortung. An der Entfremdung von der Basis hätten auch die Klubs ihren Anteil, weil sie zum Beispiel nicht mehr öffentlich trainieren ließen. Eigenrauch: „Letztens habe ich bei einer Veranstaltung gehört, dass Dortmund nur fünf mal im Jahr öffentlich trainiert. Haben die nicht auch so einen komischen Slogan? Echte Liebe und kein öffentliches Training? Das passt doch irgendwie nicht zusammen.“

Gleichwohl glaubt der 46-Jährige, dass Schalke 04 noch immer etwas Besonderes sei. „Aber ob bei den jungen Erwachsenen das Verständnis dafür rüber kommt, das weiß ich nicht. So ein großer Verein muss heute nun mal auch wie ein Wirtschaftsunternehmen geleitet werden. Da geht das Persönliche verloren.“

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  • Schullek 14.06.2017 09:47 Uhr
    Geil. Was ein sachlicher, harmloser Nebensatz doch für heftige Reaktionen bei Vollidioten auslösen kann...
  • apado 14.06.2017 10:26 Uhr
    Aber selber immer im vip Raum abhängen...
  • Tusfan 14.06.2017 10:42 Uhr
    Herr Barten, sind denn die Äußerungen von dem Herrn zum Training von Borussia Dortmund richtig? Oder schreiben Sie hier einfach was zusammen, ohne hierzu einen journalistischen Hinweis zu geben?
  • Langer09 14.06.2017 12:56 Uhr
    Fand Nick Knatterton schon als Spieler kacke...
    So ein Unsympath kann auch nur bei den Schalenlosen Kult werden.
    Labert so, als hätte er damals für 2.500 DM brutto gepöhlt...
    Die Kicker hatten in den Neunzigern doch genauso einen am Deckel wie die Schnösel heute.
  • asaph 14.06.2017 21:10 Uhr
    Yves hat Recht. Der BvB hat sich vom volksnahen Verein im 20.Jh zum FCB-2
    im 21. Jh. entpuppt mit dem sauerländischen Hoeneß-Clon Watzke.
  • SuSler 15.06.2017 01:13 Uhr
    Yyyyyyvvvvvves !!!
  • via Facebook: Wachirawut Sanguanchue 14.06.2017 09:11 Uhr
    Ich verstehe ihn..., so viele Jahre Erfolglosigkeit nagt sehr, daher immer wieder die Seitenstiche. Gönnen wir den Herne-Westler mal ihre Momente - ihre vermeintlichen Momente...😌😂
  • via Facebook: Olaf Rossbegalle 14.06.2017 09:12 Uhr
    Eigentlich ist der Yves mir persönlich zu abgedreht. Aber wo er recht hat hatter recht.
  • via Facebook: Sascha Graw 14.06.2017 09:15 Uhr
    Wat hat der mit dem bvb zutun nix...soll sich mal lieber um seinen ach so tollen malocher club kümmern
  • via Facebook: Thomas Rulle 14.06.2017 09:16 Uhr
    Er hatt einfach recht, nur kapieren will das einfach keiner von den Dortmundern 😉 so könnte ja die echte liebe bröckeln 😉 kapiert endlich das echte liebe nur marketing für die fans ist, nix anderes
  • via Facebook: Uwe Heisener 14.06.2017 09:24 Uhr
    Immer die gleichen schwachsinnigen Antworten der Erfolgsfans, Schale,Meisterschaft und andere undefinierbare geistige Entgleisungen. Wenn man Fan einer Mannschaft ist dann unabhängig von Ruhm,Ehre etc.sondern EGAL IN WELCHER LIGA MEIN VEREIN SPIELT !!! Wer Schwarz Gelb trägt glaubt offenbar weil er einem Verein hinterherläuft der oben in der Tabelle steht hätte er automatisch Ahnung von Fußball und würde auch privat sein Ansehen steigern. Echte Liebe 😂😂😂😂Ihr wollt euch über Rattenball aufregen 😂😂😂ihr seit doch selber nur wegen dem vermeintlichen Erfolg in diese komischen Farben gehüllt 😂😂😂Sorry aber diese Doppelmoral ist nur lächerlich.
  • via Facebook: Thorsten Ehling 14.06.2017 09:24 Uhr
    "Wir sind den Fans keine Rechenschaft schuldig!" O-Ton Eigenrauch
  • via Facebook: Jan Schröter 14.06.2017 09:24 Uhr
    Mit dem Fußball Millionen verdienen und jetzt die Kommerzialisierung kritisieren... finde den Fehler!
  • via Facebook: Kai Przybylski 14.06.2017 09:30 Uhr
    Tja, in Gelsenkirchen lässt man sich gerne beim Training Feiern was? In Dortmund liegt der Fokus auf KONZENTRATION auf das was ALLE gerne hätten...TITEL... Ich Feiere die Mannschaft lieber am Borsigplatz anstatt beim Training :-)
  • via Facebook: Bernd VonderBey 14.06.2017 09:39 Uhr
    Werte Dortmunder: Bevor ihr euch auf den Schlips getreten fühlt, lest doch einfach mal den Artikel und überlegt, ob da nicht was dran sein könnte.
  • via Facebook: Alina Gras 14.06.2017 09:52 Uhr
    Ralf Dennis und er hat so verdammt recht! Und keiner rafft es !
  • via Facebook: Wachirawut Sanguanchue 14.06.2017 10:07 Uhr
    Ok, habe den Artikel gelesen und werde mal als nicht Fan eines Vereins kommentieren: Kommerzialisierung: Nun, was habt ihr denn erwartet? Es ist wie in jedem Bereich immer das gleiche Thema: Nachfrage und Angebot - natürlich auch teilweise künstlich erzeugt durch mediale Steuerung. Es ist nur eine logische Entwicklung, es wird so weitergehen und weiter..., bis es schließlich kollabiert. Wie gesagt, wenn man mal den Blickwinkel von außen nimmt, war und ist diese Entwicklung kein Hexenwerk oder Wunder. Die Gegenfrage wäre doch: "Wenn Eigenrauch noch aktiver und begehrter Spieler wäre, würde er freiwillig auf die Millionengehälter verzichten? Oder seinem Verein sagen, die sollen ihn für weniger als sein Marktwert hergeben?" Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage mal "nein". Kommerz und Gier nach Erfolg sind der natürliche Motor der Wirtschaft. Ohne Hunger nach mehr/Gewinn gäbe es Stagnation und Stagnation = tot der Wirtschaft. Wer wenig bis kein Kommerz sehen will, muss wohl oder übel sich die unteren Ligen anschauen, aber wer eben im Fussballoberhäuser sitzen will, muss die Entwicklung akzeptieren. Auch Eigenrauch hatte als Profi bereits sehr viel Geld verdient, das sollte er in seiner Argumentation nicht vergessen. Was ich hier etwas rauslesen kann, ist ein wenig Neid, dass zu seiner Zeit nicht diese Summen regierte. Ja, auch ich schieße gegen RBL, aber nicht wegen des Kommerzes, es geht darum , dass sie einfach auf Grund von starken finanziellen Basis kaum Mitbewerber hatten als sie durchmarschierten und dass sie ihren Ursprung für Geld hergegeben haben, meiner Meinung nach auch ihre Identität. Ansonsten ist Fußball wie wir es heutzutage kennen eben kennen auch ein Geschäft. Ob es einem gefällt oder nicht.
  • via Facebook: Christian Berger 14.06.2017 10:12 Uhr
    Wen man seine eigenen Probleme nicht im Griff bekommt, dann versuche ich bei den anderen zu helfen. Danke für dein Einsatz du Papnase.
  • via Facebook: Steffen Litnap 14.06.2017 10:24 Uhr
    Was will der Vogel denn?? Öffentliches Training gibt es beim BVB regelmäßig,aber nicht täglich. Na und? Vielleicht spielt der BVB deswegen ja auch CL und Schalke sich an den Füßen?? Ich als Fan des BVB kann mich nicht über zu wenig Autogramme und Öffentliche Trainingseinheiten beklagen.
  • via Facebook: Stefan Heine 14.06.2017 10:39 Uhr
    Ich glaube ein wenig mehr weniger Folklore und dafür mehr richtiges Training wäre nicht verkehrt. Ein öffentliches Training pro Woche muss reichen. Wenn die wirklich mal etwas einstudieren wollen muss ein Training ohne Zuschauer sein. Nur so kann der Trainer auch mal wen zusammenfalten ohne das die RS gleich 4 Artikel über vermeintlich schlechte Stimmung im Team schreibt ;)
  • via Facebook: Les Finsch 14.06.2017 11:00 Uhr
    Jeder kehr' vor sein eigen Tor, dann hat er Dreck genug davor
  • via Facebook: G.T. Cologne 14.06.2017 11:39 Uhr
    Ja er ist ein Blauer und von daher grundsätzlich unsymphatisch, aber er hat doch in der Sache Recht. Der Profifußball entfernt sich vom Fan /Stadiongänger. Das öffentliche Training ist einer dieser Orte an dem sich die Menschen auf Augenhöhe begegnen können, wenn das wegfällt dann bestätigt das nur diese Entfremdung.
  • via Facebook: Thomas Luebbert 14.06.2017 12:47 Uhr
    Kein öffentliches Training ist schon malQuatsch.Es liegt vielleicht daran,das Borussia Titel holt und Schalke nix,weil der BVB nur einmal inder Woche öffentliches Training macht.Und zur Kohle "Eigenrauch hat bestimmt bei Vertrags Verhandlungen gesagt "Ist mit zuviel,gib mit die Hälfte!
  • via Facebook: Dennis Schrötter 14.06.2017 14:07 Uhr
    Ist schon schlimm wenn der eigene Verein keinen Erfolg hat. 😂😂
  • via Facebook: Carsten Döhring 14.06.2017 14:22 Uhr
    Naja auch als Dortmunder muss ich sagen, er hat vollkommen Recht mit dem was er sagt. Vor 10, 15 Jahren konnte man fast täglich zum Training seines Vereins gehen. Heute ist alles nur noch geheim. Frage für mich ist, warum ist es geheim? Bringen tut dieses Geheimtraining null. Zum Gehaltswahn hat er ebenfalls vollkommen recht. Heute wechseln Junge Spieler nach China, Katar, nur um zwei drei Millionen mehr im Jahr zu verdienen doch die internationale Karriere ist danach vorbei. Fazit: Herr Eigenrauch hat vollkommen und in jedem Punkt Recht
  • via Facebook: David Er 14.06.2017 15:25 Uhr
    Man kann in der Bundesliga froh sein, dass es noch öffentliche Trainings gibt. Woanders gibt es das nicht mehr. Als ob bei den Schalkern die Spieler morgens noch in den Berg fahren...Armleuchter dieser Yves. Aber wenn Schalke seit Jahren halt nix geschissen kriegt.
  • via Facebook: Thorsten Beckershaus 14.06.2017 20:40 Uhr
    Hatte der nicht nach eigener Aussage mit dem Profifussball abgeschlossen, weil das ja alles nicht mehr so wie früher Ist? Äußert sich dann aber zu aktuellen Themen, die er überhaupt nicht mehr verfolgt? Total unglaubwürdiger Typ.
  • via Facebook: Frank TC Ste 15.06.2017 01:11 Uhr
    Vollfosten. ....sowas kennst du ja garnicht. Echte Liebe. Du bist nur ein kleiner Teil einer Geschichte. ...nicht mehr,nicht weniger. ......
  • via Facebook: Detlef Koitzsch 15.06.2017 12:04 Uhr
    Ist zwar eine " Exzecke " hat aber vollkommen RECHT,mehr nähe täte dem Verein sichtlich gut.....
  • via Facebook: Nils Drzimkowski 16.06.2017 10:36 Uhr
    Recht hat er ja, es geht nur noch um Millionen im Fußball. Und das Vereine keine öffentlichen Trainings mehr abhalten um evtl der Konkurrenz kein Einblick in deren Taktik zu geben kann ich auch in gewisser Weise nachvollziehen. Aber für den einfachen Fan ist das scheiße. Und wer die Vereinsbrille mal beiseite legen kann weiß das auch.
  • via Facebook: Michael Küthe 17.06.2017 13:36 Uhr
    Ich glaube, in GE sind so viele Probleme vorhanden - da sollte man besser nicht auf andere schauen. Beim BVB konzentriert man sich auf die Arbeit. Das widerspricht echter Liebe in keiner Weise. :-)

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