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Union Berlin
Jens Keller genießt die Ruhe im Verein

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Foto: firo

Knapp zwei Monate ist Jens Keller nun Trainer bei Union Berlin. Der ehemalige Trainer des FC Schalke 04 fühlt sich wie in einer anderen Welt.

Keller wirkt in sich geruht und entspannt. Er hat die nervenaufreibenden Jahre auf Schalke längst hinter sich gelassen. Nerven hat die Partie in Duisburg dennoch gekostet. Dort gastierte er mit seinem neuen Klub, Union Berlin. Der MSV zwang den Zweitligisten in die Verlängerung, erst dort konnten sich die Hauptstädter durchsetzten. Keller und der Ruhrpott - laut dem 45-Jährigen sei es keine Wiederkehr: "Duisburg ist mit Schalke in keinster Weise zu vergleichen."

An der Größe des Vereins gemessen, ist der FC Schalke in der Tat eine andere Welt. Dennoch wird im Ruhrpott Fußball gearbeitet - ja, das runde Leder wird hier gelebt. Pauschalisieren will Keller aber nicht: "Dortmund spielt einen guten Fußball, Schalke teilweise auch - wieso soll im Ruhrgebiet anders gespielt werden als in Berlin? Wir können auch kämpfen. Das hat man im Spiel gegen Duisburg gesehen."

Kämpfen. Dieses Verb hat sich bei Jens Keller wohl wie kein anderes in den Kopf gebrannt. Sein Engagement bei S04 glich über weite Strecken zu viel Kampf, als dass er seine Arbeit in Gelsenkirchen hätte genießen können. Zwei Jahre Auszeit nahm sich der Schwabe daraufhin. Dann kam eine Anfrage aus der 2. Bundesliga. Genauer gesagt aus der Hauptstadt. Aus Köpenick: "Union hat mir einen sehr guten Weg aufgezeigt. Im Verein herrscht Ruhe, da gibt es keine Nebenschauplätze. In Berlin kann ich etwas aufbauen, die Bedingungen sind optimal. Die Verantwortlichen haben mich mit der Art und Weise, wie sie diesen Verein führen, überzeugt."

Vor allem bei dem Wort Ruhe muss Keller schmunzeln. Denn die kennt er aus Schalker Zeiten nicht. Mit Union holte er aus zwei Spielen nur einen mageren Punkt. Wo auf Schalke bereits der Baum gebrannt hätte, bleiben die Eisernen bedacht: "Wir wollen in der 2. Bundesliga oben dabei sein. Es wird unheimlich schwer aufzusteigen, dafür braucht man auch viel Glück. Das hat uns in den ersten beiden Spielen gefehlt. Auch wenn uns das Glück bislang nicht hold war, werden wir von unseren Zielen nicht abweichen."

Auch auf Schalke hat sich seit dem Abgang von Jens Keller einiges verändert. Nach Roberto Di Matteo und André Breitenreiter, sieht der gebürtige Stuttgarter in Markus Weinzierl bereits seinen dritten Nachfolger. Auch auf der Position des Managers hat Christian Heidel Kellers alten Weggefährten Horst Heldt abgelöst. "Das ist nicht mehr meine Sache. Ich bin seit 2014 nicht mehr auf Schalke. Ich mache mir darüber keinen Kopf mehr - meine Energie zielt auf Union Berlin. Klar verfolge ich noch die Geschehnisse auf Schalke, schließlich kenne ich noch viele Leute dort. Aber mein Herzblut gehört nun Union."

Auch wenn es eine schwere Geburt war - im DFB-Pokal steht Union Berlin in der nächsten Runde. Nichts alltägliches für die Köpeniker. Meist ist nach Runde eins bereits Schluss. Für die kommende Runde hat Keller aber keine besonderen Wünsche: "Es gibt kein Wunschlos. Wir sind froh, dass wir die 2. Runde erreicht haben. Das hat Union in den vergangenen Jahren nicht geschafft. Von daher nehmen wir den Gegner der kommt, wir können es sowieso nicht beeinflussen."

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