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DFB übt sich in Beliebigkeit

(1) Kommentar

Mit dem Freispruch für Marcel Schmelzer hat sich der DFB, sonst ein partout nicht von seinem hohen Ross zu stoßender Paragrafenreiter, einen Ruck gegeben.


Getreu dem Motto „Besser spät als nie“ reagierte der Fußballverband auf eine Fehlentscheidung, die so offensichtlich, so eklatant war, dass er für deren Korrektur sogar ein Heiligtum seines Regelwerks missachtete: Die Tatsachenentscheidung. Gibt es nach einer Partie Diskussionen über Schiedsrichter, wird die Tatsachenentscheidung gewöhnlich vorgeschoben, um Debatten über die Autorität der Unparteiischen im Keim zu ersticken. Der Schiedsrichter hat es im Spiel so wahrgenommen, also hat er auch korrekt entschieden. Eine verquere Argumentation, mit der letztlich der absurde Versuch unternommen wird, einen Fehler zu legitimieren, den jeder Fan, jeder Spieler und jeder Verantwortliche eigentlich erkannt hat.

DFB übt sich in Beliebigkeit

Das große Problem, mit dem der DFB seit Jahren kämpft, ist seine Beratungsresistenz. Die technischen Möglichkeiten, derart krasse Fehlinterpretationen wie die von Wolfgang Stark zu vermeiden, sind vorhanden. Kein Mensch spricht davon, künftig jedes Foulspiel stundenlang am Bildschirm zu analysieren. Es würde schon ausreichen, könnten Trainer – wie es in anderen Sportarten längst üblich ist – zwei- oder dreimal pro Spiel einen Videobeweis fordern. Ein vierter Offizieller steht ohnehin am Spielfeldrand, könnte problemlos die Fernsehbilder bewerten und den Hauptschiedsrichter gegebenenfalls verbessern.

Stattdessen üben sich die Fußball-Oberen lieber in Beliebigkeit. Als Lukas Podolski Anfang des Jahres wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah, bezeugte hinterher gar Lewan Kobiaschwili, das vermeintliche „Opfer“, es sei nichts vorgefallen. Einen Freispruch gab es nicht, obwohl der DFB von einer Fehlentscheidung sprach. Sie sei lediglich nicht so offensichtlich gewesen. Eine skurille Begründung, die sicherlich nicht die Reputation der Schiedsrichter schützt, Spieler und Verein wenig hilft und die Sportgerichtsbarkeit im Licht der Willkür erscheinen lässt.

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  • Ozzy1848

    12.12.2012 22:48 Uhr
    Eigentlich gibt es doch ein klares Regelwerk, welches besagt, dass der Spieler min. ein Spiel gesperrt werden muss. Ich kann das ganze Tohuwabohu seitens des DFB nicht verstehen. Der Herr Schinken hat da vollkommen Recht. Wer sich in dieser Zeit der digitalen Auflösung widersträubt, muss am geltenden Regelwerk festhalten. Sollte es ein Versuch seitens des DFB sein (als größter Geldgeber der UEFA), Regeln zu brechen, dann sag ich nur &quot;Prost Mahlzeit, du schöner geliebter Fussball&quot;. Du verkommst nur noch zu einer Nutte, dem Blatter sein bestes Pferd im Stall.
    P.S. Erklärt Ihr bitte der Jugend, was Fussball bedeutet. Es kann nicht angehen, dass man diesen Sport aus Geldgier kaputt macht. Jeder Amateurverein, der die Vorarbeit leistet, lebt nur von Engagement der Freiwilligen und fragt man mal die &quot;Großen&quot; nach einen Freundschaftsspiel (wegen der Einnahmen), heißt es nur &quot;keine Zeit&quot;.
    Wenn es nach mir ginge, würde jeder Geld-Transfer eines Spielers anteilmäßig bis zum ersten Verein gehen. Alle Minis freuen sich riesig auf eine neuen Trikot-Satz und haben noch voll Herzblut beim Zocken. Man sieht es jedes Mal wenn sie gewinnen und der Bratwurst nach dem Spiel.
    Glück Auf Frank Streuzik
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