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SV Horst-Emscher 08

"Wir haben ein Erdbeben hinter uns"

Randolf Rimböck, Vorsitzender des SV Horst 08, nimmt im Interview Stellung zur Trennung von Ex-Trainer Klaus Schmidtchen und blickt voraus auf die kommende Saison.


Erstmals seit sieben Jahren startet Horst 08 ohne Klaus Schmidtchen als Trainer in eine Saison. Die Trennung hat derart für Aufregung gesorgt, wie man es von dem am Schollbruch im Horster Norden beheimateten Klub zuvor nicht gewohnt war. Die WAZ unterhielt sich mit Randolf Rimböck, dem Vorsitzenden der Null-Achter, über die Ereignisse zum Ende der vergangenen Spielzeit und deren mögliche Folgen.


WAZ: Mit welchem Bauchgefühl starten Sie mit Horst 08 in die neue Saison?
Rimböck: Mit einem guten. Viele Eigengewächse aus der zweiten Mannschaft und aus dem A-Junioren-Team stoßen zur ersten Mannschaft. Mit ihnen wollen wir in der Staffel 10 der Bezirksliga nicht im Tabellenmittelfeld herumdümpeln, sondern oben angreifen. Es herrscht eine richtige Aufbruchstimmung innerhalb der Fußball-Abteilung.

Kann der im Juni knapp verpasste Aufstieg diesmal realisiert werden?
Unser neuer Trainer Jörg Krempicki sagt, der Aufstieg ist das klare Ziel, aber ob es bereits in der Saison 2012/13 umzusetzen ist, bleibt abzuwarten. Aus der vergangenen Spielzeit sind wohl nur sechs Spieler übrig geblieben. Ansonsten haben wir eine komplett neue Mannschaft. Das darf man nicht außer Acht lassen. Wir sehen uns in der 18er Staffel mit drei Landesliga-Absteigern dennoch in einer guten Position. Ein Platz unter den ersten Fünf sollte erreichbar sein.

Haben Sie die Turbulenzen zum Ende der vergangenen Saison verdaut?
Sehr gut sogar. Was haben wir gemacht? Wir haben uns von unserem Trainer getrennt. Mehr nicht, wenngleich ich nicht verhehlen möchte, dass eine Trennung von einem verdienten Vereinsmitglied wie Klaus Schmidtchen sicherlich kein alltägliches Geschäft ist und vereinsintern einen anderen Stellenwert hat als die Entlassung eines auswärtigen Trainers.

Ist die heile Welt von Horst 08 jetzt Vergangenheit?
Nein. Wir haben für unsere Verhältnisse ein Erdbeben hinter uns. Dieses Erdbeben war aber nicht so stark, um unserem Haus Risse zuzufügen. Wir können vor allem Jugendleiter Willi Schmalz dankbar sein. Er hat uns in der schwierigen Situation spontan unterstützt und dank seiner Kontakte auf dem Fußball-Markt dafür gesorgt, dass sich unser Boot jetzt wieder in ruhigerem Fahrwasser befindet.


Gleichzeitig ist er gemeinsam mit Jörg Krempicki als Trainer mit der A-Junioren-Mannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen. Wie wichtig ist dieser Aufstieg?
Sehr wichtig, mindestens so wichtig wie ein Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga gewesen wäre. Ein stabiler Unterbau ist nach unserer Philosophie ein Garant für einen gesunden Oberbau.

Wer oder was hat die für Horster Verhältnisse ungewohnten Aufregungen eigentlich ursächlich ausgelöst?
Klaus Schmidtchen hat sich, wie wir erfahren haben, bei einem anderen Klub beworben. Das war für uns ein klarer Vertrauensbruch.

Klaus Schmidtchen dementiert eine solche Bewerbung.
Uns liegt eine andere und verlässliche Aussage des anderen Vereins vor.

Warum haben Sie Klaus Schmidtchen erst so spät mitgeteilt, dass Sie nicht mehr mit ihm planen?
Um keine Unruhe in die Mannschaft hereinzubringen und die Saisonziele nicht zu gefährden, haben wir mit der Bekanntgabe der Entlassung gewartet, bis die lange Zeit vorhandene Aufstiegschance dahin war.

Heißt das, Klaus Schmidtchen wäre noch Trainer bei Horst 08, wenn es keine Kontakte zu einem anderen Klub gegeben hätte?
Nein. Es gab darüber hinaus weitere Gründe, die für eine Trennung sprachen, auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen möchten.

Welche Gründe sprachen für Jörg Krempicki als Nachfolger von Klaus Schmidtchen?
Er stand für mich zunächst gar nicht im Blickfeld. Er war in meinen Augen ein starker Jugend-Trainer. Dann kam Willi Schmalz und fragte, ob wir nicht schon mal über Jörg Krempicki nachgedacht hätten. Manchmal sucht man Holz und sieht vor lauter Wald die Bäume nicht. Jörg Krempicki versteht unsere Philosophie und ist in der Lage, sie auch umzusetzen.

Haben Sie die Folgen Ihrer Trainer-Entscheidung einkalkuliert?
Dass Abteilungsleiter Helmut Lauschus und dessen Stellvertreter Roland Blömeke ihre Konsequenzen ziehen und zurücktreten würden, damit mussten wir rechnen. Total überrascht waren wir allerdings, dass sich die Spieler, die vorher eine ablehnende Haltung eingenommen hatten, anschließend solidarisch mit dem Trainer erklärten.

Werfen die Ereignisse im Juni den Verein in seiner Entwicklung zurück?
Nein, überhaupt nicht. Wir hatten und haben die Sache im Griff. Es ist Ruhe eingekehrt. Wir haben über 1000 Mitglieder, für die wir verantwortlich sind. Da macht die sicherlich wichtige erste Senioren-Fußball-Mannschaft etwas mehr als ein Prozent aus.

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