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Nach Mexiko-Blamage
Lange Krisensitzung beim DFB-Team

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Foto: Firo

DFB-Kapitän Manuel Neuer erwartet eine Trotzreaktion auf die 0:1-Pleite gegen Mexiko. Schon 2014 führten Reibereien zum WM-Titel.

Es kann das Licht gewesen sein, in das Manuel Neuer trat, als die Sitzung des Bundestrainers ein Ende genommen hatte. Eine mittägliche Krisensitzung mit Überlänge. Jede Menge Redebedarf. Neuer eilte danach – mit 50 Minuten Verzug – zu seinem nächsten Termin und zog die Augenbrauen zusammen. Der Torwart und Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sah fast ein wenig bedrohlich aus, mindestens aber entschlossen. Dann sagte er: „Da hat es geknallt.“

Bezogen war dieser Satz auf seine Eindrücke vom Training der Reservisten am Vortag. Da sei Zug drin gewesen, da sei der Wille erkennbar gewesen. Jener Teil der Mannschaft wittert nun kollektiv die Chance, in die Startelf zu rutschen, weil es die Arrivierten gegen Mexiko (0:1) zum Start in die Weltmeisterschaft so schlimm vergeigt hatten. Aber es besteht auch kein Zweifel daran, dass es bei der internen Aufarbeitung ordentlich geknallt und krawummt hat.

DFB-Kapitän Neuer will das schaukelnde Schiff auf Kurs bringen

„Jetzt muss von uns Spielern was kommen“, sagte der 32-Jährige. Es klang nicht wie eine freundliche Empfehlung. „Wir müssen zeigen, was uns stark gemacht hat in der Vergangenheit.“ Was das ist? „Wir hatten grundsätzlich sehr erfahrene und sehr gute Spieler auf dem Platz. Jeder von ihnen kann in wichtigen Spielen seine Leistung abrufen“, meinte Neuer und kritisierte Einstellung und Mentalität seiner Vorderleute: „Für mich geht es aber darum: Habe ich die Bereitschaft, dieses Turnier mit 100 Prozent Einstellung anzugehen? Bin ich bereit, alles für die Mannschaft zu geben? Von der Qualität her sehe ich keinen Grund, Spieler auszutauschen.“ Keine Frage des Könnens also, sondern des Wollens. Der Kapitän greift ins Steuerrad, um das schaukelnde Schiff auf Kurs zu bringen.

Dass die Havarie schon zum Start in die WM droht, dass das Ausscheiden am zweiten Spieltag gegen Schweden am Samstag (20 Uhr/ARD) in Sotschi eine mögliche Variante ist, war offenbar so nicht für möglich gehalten worden.

„Wir sind unsere schärfsten Kritiker, wir sind enttäuscht und sauer auf uns“, sagt Neuer. Nie sei bei einem Turnier so viel gesprochen worden. Alle redeten ständig: bei jedem Essen, bei jeder Fahrt im Bus, vermutlich auch bei der Reise gestern nach Sotschi. „Es wird kein Blatt vor den Mund genommen“, erklärte Neuer. Wichtig sei nun, „dass wir an einem Strang ziehen und nach einem Muster spielen, dass es keine zwei Meinungen gibt, wenn wir auf dem Platz stehen.“

Neu ist die Situation nicht. Die Menschen hätten von 2014 zumeist nur den Titel im Kopf, sagte Sami Khedira im Trainingslager zur WM: „Wir Spieler haben auch den Weg dorthin im Kopf. Es gab Reibereien, Meinungsverschiedenheiten. Wir haben es geschafft, weil wir uns eingeschworen haben und als Mannschaft agiert haben.“

DFB-Team gewann 2014 gegen Algerien erst nach Verlängerung
Schlüsselerlebnis war das Achtelfinale gegen Algerien (2:1 n.V.). Ein Spiel, das dem gegen Mexiko verblüffend ähnlich war.

„Wat woll‘n Se?“, fragte Per Mertes­acker pikiert im TV-Interview. Schön spielen und ausscheiden? Oder auch mal durchwursteln bis zum Titel? Die Kollegen – sonst nicht immer einer Meinung – fanden, dass Mertesacker recht hatte und verbündeten sich vollumfänglich miteinander.

Ob das wieder geschehen kann? „Wir“, sagt Neuer, „sind fest davon überzeugt, dass wir gegen Schweden erfolgreich sein werden, wenn wir die Dinge zeigen, die wir gegen Mexiko vermissen ließen.“ Wenn...

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  • JeffdS 19.06.2018 22:02 Uhr
    Wir werden Euch daran messen ..
  • asaph 19.06.2018 22:04 Uhr
    Dummes Zeug!
    Abgerechnet wird am Samstag um 21:55!
    Ist doch klar , daß Neuer seine Spezies nicht verärgern will.
    Jedenfalls wird man mit Alibifussball von Kroos und Özil rausfliegen. Eigentlich kann nur #Reus das Debakel verhindern...
  • Red-Whitesnake 19.06.2018 23:14 Uhr
    Waaaas, die sind schon fertig mit der Krisensitzung ?
    Hammer.
    Hatte gedacht, dass sie ne Nachtschicht einlegen müssen.
    Natürlich gegen Bezahlung und Nachtschichtzulage.
    Dann war es ja doch nicht so wild und schlimm..... wie ich es vorm Fernseher empfunden habe.
  • GEnogo 20.06.2018 00:40 Uhr
    NEUER Captain = NEUER Geist?
    Klingt logisch + ...Richtig, was Manu da feststellt!
    Bloß vergleichbar mit 2014 ist diese Truppe nicht
    und muss sich daher einer Verjüngungskur unter-
    ziehen. Das wird wohl die MF-Achse kosten;
    denn Khedira und Kroos waren überfordert mit d.
    mexikan. Tempo, Özil dagegen konntes keines ent
    eickeln nach vorn. Dies sollten Goretzka und Ilkay
    G. übernehmen, notf. muss Rudy absichern, falls
    Drexler rausfällt. Somit Brandt li. + Reus re. außen,
    da Kimmich endl. sein Defensiv-Lehrgeld latzen
    muss. Er fehlte hinten bei allen schnellen Pässen
    bes. auf Lozano. Aus ihm ist nur schwierig 1 Ver-
    teidiger rauszulesen. Wieso Jogi des net stinkt?...

    Hoffen und beten um Einsicht sind da vielt. die
    letzten Mittel zur Besserung. Viel Erfolg in Sotshi!
  • westkurver 20.06.2018 08:23 Uhr
    Tragisch und komisch zugleich.
    Das, `Abba Nu!` Gesülze, das übliche und erwartete Ritual.
    Dabei kann ich mir nicht helfen, es bleibt bei dem hier schon oft genannten
    `Wir hatten nicht mit der Gegenwehr des Gegners gerechnet.`
    Besser als der große Philosoph Sven Demandt kann man es nicht ausdrücken, und lustiger auch nicht.
    Die sollen einfach Fußball spielen und nicht Weltmeister, das durften sie 4 Jahre lang.


    Zuletzt modifiziert von westkurver am 20.06.2018 - 08:31:02
  • KB1904 20.06.2018 08:54 Uhr
    Krisensitzungen beim DFB sagen alles aus.Haben wir vor der WM auch schon erfahren müssen. Was passiert nach einer Krisensitzung beim DFB? Es wird alles schön geredet und wenn es um Löw`s Spezies geht haben die kleinen nur einen Fehler gemacht.
    Krisensitzung hin oder her. Wir werden es an der Aufstellung sehen was es für eine Krisensitzung war.
  • ralf-wieczak 20.06.2018 09:49 Uhr
    Das größte Problem sehe ich aber in Löw, da dieser Trainer beratungsresistent scheint und auch nicht bereit scheint, Fehlbesetzungen kurzfristig zu ändern.
  • KB1904 20.06.2018 10:36 Uhr
    @ralf-wieczak

    Löw mit Trainerteam der Bierhoff und dieser Grindel sind für den deutschen Fussball schon lange nicht mehr tragbar. Wir sind nicht durch Löw 2014 Weltmeister geworden sondern trotz Löw. Ich hoffe es zwar nicht aber bei einem Vorrundenaus "Der Mannschaft" hoffe ich das diese Personen ihren Hut nehmen. Achja zwei Spieler sollten dann auch noch mitgehen.

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