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1. FC Köln
Veh beginnt und muss gleich knallhart aufräumen

(11) Kommentare
Foto: firo

Am Montag wird Armin Veh beim Bundesligisten 1. FC Köln als neuer Geschäftsführer Sport vorgestellt. Ein Arbeitsbeginn in der Horrorkrise des FC. Veh muss gleich aufräumen. Ein Kommentar.

Am Sonntag um 14:30 Uhr sah es noch so aus, als könnte Armin Veh seinen Antritt beim 1. FC Köln etwas genießen. Der FC führte 3:0, der erste Bundesligasieg schien greifbar nah. Um 16 Uhr war das alles vergessen. Die Megakrise der Kölner hatte sich weiter verschärft. Das letzte Aufgebot der Kölner hatte es tatsächlich geschafft, das Spiel gegen den Vorletzten noch 3:4 zu verlieren. Das Wie spottete jeder Beschreibung.

Die Mannschaft hat gezeigt, sie kann Bundesliga in dieser Saison nicht. Die Truppe wird absteigen, das ist seit Sonntag sicher. Daher steht der FC nun vor 19 Freundschaftsspielen, die auf die 2. Bundesliga vorbereiten. Keine leichte Aufgabe für Veh, der in einen Verein rutscht, der nach dem Erreichen der Europa League, dem größten Erfolg der letzten 25 Jahre, nun zerstritten scheint wie lange nicht. Im Vorstand stimmt es nicht, die Fans sehen den Präsidenten Werner Spinner, der in der Krise kein gutes Bild abgab, als einen der Verantwortlichen für den sportlichen Niedergang.

Der offene Brief des Vorstandes vom Sonntag, in dem gegen die Ex-Mitarbeiter Jörg Schmadtke und Peter Stöger nachgetreten wurde, hat die Situation nicht besser gemacht. Denn Stöger genießt in Köln weiter unglaubliche Beliebtheitswerte. Bei Schmadtke sieht das etwas anders aus, ihm wird die unsägliche Transferpolitik im Sommer angekreidet. Hier hat Schmadtke die Qualität des Kaders völlig falsch eingeschätzt und Zugänge für 30 Millionen verpflichtet, die bisher allesamt nicht einschlugen.

Hier muss Veh ansetzen. Schnell, knallhart, ohne Verzögerung. Denn rumgeeiert wurde in Köln zuletzt lange genug. Veh muss einen Trainer präsentieren, der das Vorhaben Wiederaufstieg angehen soll. Veh muss im Winter Zugänge finden, die bereit sein müssen, den Weg in das Bundesliga-Unterhaus mitzugehen. Und Veh muss aussortieren. Nach einer umfassenden Analyse muss klar sein, mit wem aus dem aktuellen Kader die Zweitliga-Saison angegangen werden soll.

Sehr viele werden das nicht sein. Weil sie in Köln zu selten gezeigt haben, dass sie das Niveau verkörpern, das nötig ist (Pawel Olkowski, Christian Clemens, Simon Zoller, Milos Jojic), weil sie nie in Köln angekommen sind (João Queiros, Jorge Meré), weil sie zu alt sind (Matthias Lehmann, Claudio Pizarro), weil sie zu verletzungsanfällig sind (Marco Höger) oder weil sie zu gut sind und bessere Vereine finden werden (Dominique Heintz, Leonardo Bittencourt, Timo Horn, Jonas Hector).

Köln kann mit 50 Millionen Euro Ablöse für die Leistungsträger rechnen

Angebote für die Spieler wird es geben, auch im Winter. Und gute Ablösesummen wird der FC auch generieren, denn Horn, Hector, Meré oder Heintz sollten in der Summe bis zu 50 Millionen Euro in die Kassen spülen. Nur muss der FC mit dem Geld besser umgehen als im Sommer, als die Rekordablöse von 30 Millionen Euro für Anthony Modeste wirkungslos verbrannt wurde.

Veh muss ein Gerüst finden, an dessen Seite die Talente wachsen können. Denn auch wenn der Tabellenstand was anderes aussagt: Köln hat vielversprechende Nachwuchsspieler in den eigenen Reihen. Jannes Horn (kam für sieben Millionen Euro aus Wolfsburg), Lukas Klünter (allerdings nicht als rechter Verteidiger), Salih Özcan, Tim Handwerker, Sehrou Guirassy oder das dänische Supertelant Nikolas Nartey haben das Potential, um richtig gute Bundesligaspieler zu werden. Doch ist es zu viel verlangt von den jungen Spielern, in so einer historischen Vereinskrise voranzugehen.

Jetzt müssen die Talente sich freischwimmen dürfen

Sie müssen nun sechs Monate die Möglichkeit haben sich auf höchstem Niveau freizuschwimmen. Um dann in der neuen Spielzeit anzugreifen. In Liga zwei - für ein Jahr. Denn die Voraussetzungen in Köln sind gut - wenn man wieder mit einer Stimme spricht und nicht gegeneinander arbeitet. Denn im Vergleich zu 2012 - damals stieg der FC ab und hatte 30 Millionen Euro Schulden - steht der Klub diesmal fast schuldenfrei da und kann mit 50 bis 60 Millionen Euro Ablöse für die Leistungsträger bis zum Sommer rechnen.

So eine Ausgangslage hatten zuletzt nicht einmal Hannover oder der VfB Stuttgart nach den Abstiegen vor einem Jahr. Nur muss man diese Situation diesmal ausnutzen. Daran wird Veh gemessen.

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2. Bundesliga

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
6 SC Paderborn 07 0 0 0 0 0:0 0 0
7 MSV Duisburg 0 0 0 0 0:0 0 0
8 1. FC Köln 0 0 0 0 0:0 0 0
9 FC Ingolstadt 0 0 0 0 0:0 0 0
10 Jahn Regensburg 0 0 0 0 0:0 0 0
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1. FC Köln

01 A
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Sonntag, 05.08.2018 13:30 Uhr
-:- (-:-)
02 H
1. FC Union Berlin
Sonntag, 12.08.2018 13:30 Uhr
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Sonntag, 26.08.2018 13:30 Uhr
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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • neigefraiche 11.12.2017 09:36 Uhr
    Das ganze Durcheinander von der Causa Modeste über Schmadtke bis zum Herumgeeiere mit Stöger (Entlassung und Nachtreten) macht nur eines deutlich: Es genügt nicht Schlüsselpositionen mit eigenverantwortlich arbeitenden Mitarbeitern zu besetzen, wie die des Trainer(team)s, Sportdirektors, Managers, Kaderplaners, Geschäftsführers u.s.w. sondern es sollte gerade in der Fußballbranche, wo hereinbrechende Krisen das gesamte Konstrukt eines bis dato erfolgreich wirtschaftenden Vereins binnen kurzer Zeit zerstören kann, zusätzlich die Position eines Krisenmanagers implementiert werden. Mit einem Experten, der nicht nur Krisen gelernt hat professionell zu lösen, sondern auch weitsichtig zu verhindern. Man brauche sich dies nur von der freien Wirtschaft abzuschauen. Krisensituationen wie beim FC zeigen, dass Präsidenten (Spinner: offener Brief) und Vize (Schumacher: Interview) nicht unbedingt Erfahrung darin haben mit kühlem Kopf an solche Dinge heranzutreten. Dafür gibt es aber auch genügend andere Beispiele in anderen Vereinen. Ein Krisenmanager findet Lösungen, die sich im Fußball noch nicht herumgesprochen haben. Bei Ergebniskrisen muss nicht unbedingt zwangsläufig der Trainer beurlaubt bzw. entlassen werden. Lösungen dafür sind in der freien Wirtschaft zahlreich vorhanden, haben sich bewährt, man braucht sie nur auf den Fußball zu übertragen, und dazu ist nur wenig Phantasie nötig.

    Zitat
    Die Mannschaft hat gezeigt, sie kann Bundesliga in dieser Saison nicht. Die Truppe wird absteigen, das ist seit Sonntag sicher
    Sehe ich auch so. Die Mannschaft, so verletzungsgebeutelt sie auch ist. Die gesamte Mannschaft.

    Zitat
    Nach einer umfassenden Analyse muss klar sein, mit wem aus dem aktuellen Kader die Zweitliga-Saison angegangen werden soll. Sehr viele werden das nicht sein.
    Das sehe ich anders: Nahezu der gesamte Kader ist zweitligatauglich, mehr noch, er hat Bundesliga- (in der vorsaison) und Europaligatauglichkeit (zumindest der spielfähige Teil) bereits bewiesen. Es stellt sich nur die Frage, wer davon bei einem dirketen Wiederaufstieg seine Krisentauglichkeit unter Beweis stellen kann, also in der Ehrenrunde bereit war, sich weiterzuentwickeln und aus dem historischen Tiefpunkt gelernt hat. Bzw. wer sich aus dem gescheiterten zweiten Anzug empfehlen kann für den ersten. Und die Frage, wer aus Kostengründen abgegeben werden muss, falls sich Interessenten finden.

    Zitat
    weil sie nie in Köln angekommen sind (João Queiros, Jorge Meré)
    Es gibt Spieler, die brauchen länger als ein halbes Jahr bei ihrem neuen Verein in einem fremden Land anzukommen. Die Zeit muss man Talenten, als solche wurden sie geholt, geben, und auch die Bedingungen dafür schaffen!

    Zitat
    weil sie zu alt sind (Matthias Lehmann, Claudio Pizarro)
    Pizarro war eine Kurzschlusshandlung, Lehman ist eine Leitfigur. Der Haufen Jungspunde braucht einen Lehmann, das haben viele Trainer vor Stöger nicht erkannt, aber lernen müssen.

    Zitat
    weil sie zu verletzungsanfällig sind (Marco Höger)
    Seine Verpflichtung zum damaligen Zeitpunkt war notwendig, gut und billig. Eben weil er verletzungsanfällig ist, war er billig (mit angemessenem Gehalt, ohne Konkurrenzdruck) zu haben. In seiner verletzungsfreien Zeit hat er dem FC helfen können die ambitionierten Ziele zu erreichen. Ihm gebührt Respekt, kein Ausmisten.

    Zitat
    weil sie zu gut sind und bessere Vereine finden werden (Dominique Heintz, Leonardo Bittencourt, Timo Horn, Jonas Hector)
    Sie sind Teil der Mannschaft, die jetzt absteigen wird - ob nun zu großem Teil mitverantwortlich wegen (zwischenzeitlichen) Formtiefs (Bittencourt, Horn) oder nur bedingt wegen Verletzung (Heintz, Hector). Sie alle tragen Verantwortung und sollten nicht ihr eigenes Wohl in der Ferne suchen, sondern mithelfen die Karre wieder aus dem Dreck (der bevorstehenden Zweitligasaison) zu ziehen. Wer absteigt, hat (geschlossen) auch am Wiederaufstieg mitzuarbeiten! Ein Gesetz des Fußballs, das es noch zu schreiben gilt.

    Zitat
    Angebote für die Spieler wird es geben, auch im Winter. Und gute Ablösesummen wird der FC auch generieren, denn Horn, Hector, Meré oder Heintz sollten in der Summe bis zu 50 Millionen Euro in die Kassen spülen

    50 Mio. bezweifel ich stark. Im Winter sind die Ablösesummen generell niedriger als im Sommer, und wer in einer Saison seine Leistung nicht gebracht hat, kann seinen Marktwert nicht an der oberen Grenze ansiedeln, sondern wird eher einen Abschlag in Kauf nehmen müssen. Horn, falls er überhaupt einen Vertrag für die 2. Liga und keine Ausstiegsklausel besitzt, wird nicht für 12 Mio., sondern für deutlich weniger wechseln können. Hector wird keine 20 Mio. bringen, Cordoba keine 10, Heintz keine 8, Méré und Bittencourt keine 6. Viele von denen haben Vertrag bis mindestens 2021, bei dieser Vertragsrestlaufzeit werden sich wohl einige eine Zweitligaklausel haben einbauen lassen.

    Zitat
    Doch ist es zu viel verlangt von den jungen Spielern, in so einer historischen Vereinskrise voranzugehen
    Eben, darum müssen Erfahrene wie Lehmann und Nationalspieler wie Hector und solche mit Nationalspielerpotenzial wie Horn (allesamt Kölns Tafelsilber) mit Blick auf die Reintegration in die Bundesliga gehalten werden. Bestes Beispiel ist Hannover mit Sané. Dort hat man sich den Preis von Schmadtke einst nicht diktieren lassen.

    Die nun für den FC eingeläutete nahezu längste Saisonvorbereitung aller Zeiten hat Vorteile, die es zu nutzen gilt. Wenn sich alle Beteiligten wieder auf eine professionelle Art verständigen können, wie es zu Erfolgszeiten unter Stöger/Schmadtke als ungeschriebenes Gesetz möglich war, und an einem Strang ziehen, kann der Rückschritt in der rasantesten Entwicklung beim FC aller Zeiten, überwunden werden, und man wird, so abgedroschen wie das auch klingt, gestärkt daraus hervorgehen können. Dazu müssen sowohl die Kölner Medien, wie auch die am Rande, sowie die Fans mitgenommen werden. Von hier kann große Gefahr für den Verein ausgehen ....

    Zuletzt modifiziert von neigefraiche am 11.12.2017 - 13:33:09
  • C-bra 11.12.2017 17:23 Uhr
    So ausführlich wie User neigefraiche werde ich mich in hundert Jahren nicht mit dem FC beschäftigen. Ich verabscheue den stadtstaaat-ähnlichen Hochmut, den man dort seit Jahrzehnten vor sich her trägt. Und der kommt bekanntlich vor dem Fall. Vielleicht kehrt ja nun etwas Demut ein in der Domstadt. Obwohl, ne, die lernen das nicht. Nie.
    Hohn und Spott wären hier einfach und billig, aber das überlasse ich den facebookern. Mitleid? Empfinde ich auch nicht. Es fühlt sich ganz anders an: Es ist mir egal!!
  • neigefraiche 11.12.2017 17:40 Uhr
    Auch wenn es dich wundern mag: ich beschäftige mich hier nur mit der Sache, wäre ich FC-FAN würde ich noch ganz andere Dinge schreiben. So nah bin ich nun doch nicht am Verein dran.

    Der Kölsche ist stolz auf seine Stadt, warum darf er das nicht auch in die Welt hinaustragen? Tun Bayuvaren mit ihrem Oktoberfest, Berliner mit ihren Backwaren Zwinker auch. Was kann denn Duisburg für sich beanspruchen? Ahja, verstehe, das Zauberwort des Ruhrgebiets: Tradition!

    Für jemanden, den das alles nicht interessiert, machst du aber ganz schön viel Wind, bzw. Wort.l Smile
  • C-bra 11.12.2017 18:17 Uhr
    Warum pisst Du mir jetzt hier ans Bein? Einfach nochmal lesen! Da steht nix von Duisburg und Tradition.
  • neigefraiche 11.12.2017 19:21 Uhr
    So wie das Cebra an das Bein eines Geißbocks? Viva Colonia Smile
  • via Facebook: Michael Pütz 11.12.2017 08:54 Uhr
    Guter Bericht, genau so sollte es laufen!
  • via Facebook: Stefan Backs 11.12.2017 08:55 Uhr
    Liebes Revier-Sport-Team, den „Kader ausmisten“ mag eine gängige Sportreporter-Floskel sein. Aber Spieler sind Menschen, kein Abfall.
  • via Facebook: Ralf Schl 11.12.2017 09:07 Uhr
    Lol..aber Müll haben sie schon gespielt.Solche Berichte sind immer gute Verhaltenstipps aber ob es so umgemünzt wird, wage ich zu bezweifeln...50Millionen zukünftige Einnahmen?
  • via Facebook: León Bockholt 11.12.2017 09:12 Uhr
    Andre Bartoleit....Katastrophe
  • via Facebook: Lars Machunze 11.12.2017 14:50 Uhr
    Erstmal Horn weg sofort
  • via Facebook: Emanuel Kastrinos 11.12.2017 17:02 Uhr
    Marcel Zöllner :D

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