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Schiri-Zoff
Gräfe teilt gegen Fandel und Krug aus

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Gräfe, Gräfe
Foto: firo

Heftige Kritik an den früheren Schiedsrichter-Chefs Fandel und Krug: Schiris nicht nach Leistung, sondern nach persönlichen Vorlieben ausgewählt.

Manuel Gräfe (43) zählt zu den Top-Schiedsrichtern Deutschlands. Der Berliner ist erfahren, leitet seit 2004 Spiele in der Bundesliga und seit rund zehn Jahren auch auf Fifa-Ebene. Jetzt erhebt Gräfe schwere Vorwürfe gegen die früheren Schiedsrichter-Chefs des DFB Hellmut Krug und Herbert Fandel.

"Die beiden haben sich ihre Schiedsrichterliste so zusammengebastelt, wie sie es wollten", sagte Gräfe dem Tagesspiegel. Das Leistungsprinzip sei häufig außer Kraft gesetzt worden. "Da sind Leute in Positionen gekommen, für die sie einfach nicht gut oder weit genug waren", betonte der Berliner Referee, "und es fällt doch auf, dass in den vergangenen Jahren alle, die nicht uneingeschränkt auf einer Wellenlänge mit der Führung lagen, also nicht zu allem Ja und Amen gesagt haben, auf verschiedenen Ebenen bearbeitet wurden."

Als Beispiel führte Gräfe den ehemaligen Referee Babak Rafati an, der sich nach eigenen Angaben infolge von Mobbing das Leben nehmen wollte.

Berufung von Bibiana Steinhaus in die Erste Liga sei exemplarisch

Gräfe fand es "exemplarisch", dass sich Bibiana Steinhaus erst als erste Schiedsrichterin für die Bundesliga qualifiziert habe, nachdem Lutz-Michael Fröhlich (59) das Amt des Schiedsrichter-Chefs übernommen hat. Seither gehe es ausschließlich nach Leistung, so Gräfe.

Kritisch beurteilt Gräfe den Aufstieg des Berliner Schiedsrichter-Kollegten Felix Zwayer (36) zum FIFA-Referee, obwohl dieser einst in den Skandal um Robert Hoyzer involviert war. Gräfe: "Wie kann so jemand bis in die Spitze der deutschen Top-Schiedsrichter kommen? Kann es vielleicht sein, dass Fandel und Krug dort einen Mann haben wollten, der ihnen zu bedingungsloser Loyalität verpflichtet war?".

Manuel Gräfe brachte Fußball-Wettskandal ins Rollen

Manuel Gräfe gehörte zu den Berliner Schiedsrichtern um Lutz Michael Fröhlich, die mit ihrer Anzeige beim DFB den Fußball-Wettskandal 2005 ins Rollen brachten. Seit 2000 leitet er eine von 13 Berliner Schiedsrichtergruppen, die Schiedsrichter-Lehrgemeinschaft Zehlendorf/Steglitz. In der Saison 2010/11 wurde Manuel Gräfe vom DFB als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet.

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  • Lackschuh 19.08.2017 15:12 Uhr
    Das dieser DFB-Stall stinkt ist bekannt und die genannten Köpfe verkörpern das zudem. Da darf man in der Tat nicht die Seife fallen lassen, denn sonst...!
    Nach oben dienen ist gefragt und deswegen pfeifen gerade in der RL nur die oftmals von mir kritisierten Klonklöpfe ohne Eier... ist so!!
  • Hafenstr.97a 19.08.2017 15:55 Uhr
    Im Nachhinein den Mund aufmachen ist ja mal richtig mutig, Herr Gräfe...
  • via Facebook: Lars Müller 19.08.2017 14:57 Uhr
    Sagt ausgerechnet Gräfe der auch viel aus sympathie pfeift 🙄🙄
  • via Facebook: Oliver Freier 19.08.2017 14:59 Uhr
    Mit sowas muss er in der Sommerpause kommen, dann wird es vielleicht auch gelesen.
  • via Facebook: Andreas Schluepi 19.08.2017 15:02 Uhr
    Recht hat er
  • via Facebook: Klaus Oestreich 19.08.2017 15:16 Uhr
    Nun ja, derartige Vorwürfe sollten auch zweifelsfrei bewiesen werden! Anderenfalls hätte das Ganze eine unangenehme Note....
  • via Facebook: Andre Schoof 19.08.2017 15:31 Uhr
    Leider wahr!
  • via Facebook: Klaus Hofmann 19.08.2017 15:39 Uhr
    Dass Herr Zwayer heute noch in der BL pfeift ist der Skandal schlecht hin, nach dem er in den Betrugsskandal mit Herrn Hoyzer verwickelt war, wie man lesen konnte und dass der eine oder andere Schiedsrichter nicht nach sportlichen Gesichtspunkten den Weg nach oben geschafft, kann jeder, der ein bisschen Fußball gespielt hat, Woche für Woche sehen.
  • via Facebook: Winfried Fischer 19.08.2017 16:12 Uhr
    Hat lange gedauert das zu bemerken.
  • via Facebook: Reinhard Becky Beckmann 19.08.2017 16:41 Uhr
    Das ist alles eine Sippschaft, traurig.
  • via Facebook: Lex Bausch 19.08.2017 17:23 Uhr
    Kann mal jemand die Vorlieben weiter erläutern? Die Wörter dürfen auch gerne umschrieben werden. Danke
  • via Facebook: Christian Schaller 19.08.2017 18:01 Uhr
    Marc Vaessen kann ich gar nicht glauben
  • via Facebook: Thomas Luebberst 19.08.2017 21:03 Uhr
    Zu Helmut Krug kann ich nicht's sagen,der das der Pianist Fandel ein Stehgeiger war das muss jedem bewusst sein.Es gab mal eine Doku von der EM in Österreich wo es nur um Schiris ging,Wer die gesehen hat , der weiß das Fänden die Fehlbesetzung als Schiri-Boss war.
  • via Facebook: Ulrich Göken 19.08.2017 21:36 Uhr
    Herzlichen Glückwunsch 🍾🎊🎉
  • via Facebook: Florian Kelm 19.08.2017 22:08 Uhr
    So fängt es doch bereits in den einzelnen Kreisen im Amateurbereich an, Schiedsrichter die hart durchgreifen werden unten gehalten oder rausgegrault. Vor allem im Kreis Herne.
  • via Facebook: Manuel Bieh 20.08.2017 03:51 Uhr
    Manuel Gräfe, so oft ich schon über ihn geschimpft habe, ist alles in allem ein wirklich guter, unaufgeregter Schiedsrichter der sehr häufig sehr unauffällig pfeift, was für einen Schiri, denke ich, eine Auszeichnung ist. Wenn so etwas von so jemandem geäußert wird, hat das sicher Hand und Fuß.
  • via Facebook: Sven Uhlig 20.08.2017 11:57 Uhr
    Tja leider ist das bis in die Unteren Kreise so. Ich sage nur Schiedsrichtergruppe Kahl. Solange der Mundgehalten wird alles top, aber wehe wenn eine Lieblingsschiedsrichterin oder auch Schiri wird zurecht privat Angegriffen, wird man aussortiert so läuft das heute. Da zählt keine Leistung da zählt nur schleimen und schöne Augenmachen.
  • via Facebook: Ulli Gerlach 20.08.2017 14:59 Uhr
    Hat der Heinemann bestätigt..

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