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Offener Brief bittet DFB zum Dialog

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Foto: Getty

Die Relegationsrunde um den Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga bleibt umstritten. Eine Initiative sucht den Dialog mit dem DFB.

Mit Viktoria Köln und der SV Elversberg konnten in dieser Saison erneut zwei Regionalliga-Meister nicht in die Dritte Liga aufsteigen, weil sie in der Aufstiegsrunde scheiterten. Für den SV Waldhof Mannheim, den Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest war sogar zum zweiten Mal in Folge in den Aufstiegsspielen Endstation. Zahlreiche Fans fordern ein Ende der Aufstiegsrelegation. In einem offenen Brief lädt eine Initiative den DFB sogar zu Gesprächen ein.

Gefunden auf …

„Wir möchten Sie – unabhängig von der aktuellen Relegation – einladen, auf uns Fans zuzukommen, wir möchten Sie einladen, mit uns mögliche Szenarien für die Zukunft der Regionalligen in Deutschland zu diskutieren“, heißt es in dem offenen Brief der Initiative Fußball Regionalliga – Meister müssen aufsteigen. „Denken Sie, noch den Anschluss zur Basis, zu uns Fans zu haben?“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Haben Sie einmal die Möglichkeit genutzt, mit betroffenen Spielern, Fans oder Vereinsvertretern zu sprechen? Fans, die Woche für Woche in der Kurve den Fußball leben, den Sie vermarkten? Ohne die der Fußball gar nichts wäre?“

"Gladiatorenspiele im 21. Jahrhundert"

Auch Überlegungen, die drei Aufsteiger in einer gemeinsamen Runde, in der alle Vereine gegeneinander spielen, zu ermitteln, erteilt die Initiative eine Abfuhr: „Das sind Gladiatorenspiele im 21. Jahrhundert; ein Spektakel für den Fußball, wenn aus 91 Mannschaften drei Glückliche auserkoren werden sollen, den oberen 56 anzugehören. Der Profifußball verkommt so zu einer geschlossenen Gesellschaft.“

In den Augen vieler Fans muss sich daran schleunigst etwas ändern. „Ihre Überlegungen müssen endlich realistische Züge annehmen“, heißt es in dem Brief. Bislang stoßen die Initiatoren mit ihrem Anliegen beim DFB jedoch offenbar auf taube Ohren. So habe der Verband zahlreiche E-Mails sowie die Übergabe von mehr als 17.000 Unterschriften einer Online-Petition schlicht ignoriert. Dennoch betonen die Fans, weiterhin gesprächsbereit zu sein. „Gemeinsam können wir das schaffen! Sie können ein Zeichen setzen und zur Deeskalation beitragen.“

Auch der im Revier bekannte Ex-Profi Achim Weber hat sich nach dem Scheitern der Kölner Viktoria klar zum Thema Relegation positioniert. Der ehemalige Manager des Wuppertaler SV ruft alle Regionalligisten zum Boykott gegen den DFB auf. Den genauen Wortlaut seiner Stellungnahme gibt es hier:


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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

KOMMENTARE

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  • neigefraiche 07.06.2017 15:17 Uhr
    Zitat
    Gladiatorenspiele im 21. Jahrhundert

    Eine sehr treffende Umschreibung für alles was auf dem Platz und um den Platz herum in heutiger Zeit abläuft.

    Ein Dialog ist dem Boykott deutlich vorzuziehen, nicht nur inhaltlich sondern auch zeitlich. Wer auf Deeskalation bei den Fans zielt, sollte sich auch gegenüber dem DFB stets kooperativ und deeskalierend verhalten. Schalten die Herren am längeren Hebel erst einmal auf stur, dann verlaufen noch einige Initiativen im Sand bis zur nächsten möglichen Annäherung.
  • franzwirtz 07.06.2017 18:06 Uhr
    „Der Ton macht die Musik“ ...

    Jeder sinnvolle Dialog fußt normalerweise darauf, dass verschiedene Meinungen gleichberechtigt ausgetauscht werden. Wenn eine der Parteien meint, die andere Seite gleichzeitig mit der äußerst „charmant“ formulierten Einladung brüskieren zu müssen, lässt dies wenig Hoffnung zu, dass man in der zugrundeliegenden Sache auch nur ansatzweise weiterkommt. Opssss


    Zuletzt modifiziert von franzwirtz am 07.06.2017 - 18:10:13
  • Hotteköln 07.06.2017 18:18 Uhr
    @cedric: Gebe dir und den facebookusern vollkommen Recht. Wenn schon 17.000 Unterschriften nicht reichen wird es schwer was zu erreichen.
    Hierzu bräuchte man eine starke und bekannte Persönlichkeit die über entsprechende Kontakte und Netzwerke verfügt die den bundesweiten Unmut kanalisiert und dem DFB vorträgt. Das ist eine Megaufgabe. Alleine bei RS gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Szenarien wie so was aussehen könnte. Einige sind Schwachsinn, einige nicht umsetzbar aber auch viele diskussionswürdige. Wer kann so was machen und wer ist dazu bereit. Wird schwer. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
  • Kohlenstaub 07.06.2017 18:44 Uhr
    Bisher wurde doch seitens der DFM jeder offene Brief, zu dieser Thematik, kommentarlos ignoriert.
    Ebenso wie Versuche auf anderen Kanälen Aufmerksamkeit zu erreichen. Waren es nun Aussagen bestimmter Leute oder auch die Unterschriftensammlung.

    Solange diese Ignoranz vorherrscht, wird das Problem nur größer und eine gemeinsame Lösung immer unwahrscheinlicher.

    Der Ball liegt in der anderen Hälfte.
  • chris4778 07.06.2017 19:58 Uhr
    Die, die immer schreien, der Meister muss aufsteigen, sind dann wahrscheinlich auch diejenigen, die aufschreien, wenn aus Liga 3 fünf Teams absteigen müssen...

    Macht einfach wieder drei Regionalligen, wie es vorher auch war, West/SW, Nord/Nordost und Süd. Dann aber nicht wieder jammern, dass die Kosten zu hoch wären. Nur deswegen gibt es ja diese Regelung, wie sie aktuell ist.
  • Shels 08.06.2017 16:26 Uhr
    Vielleicht sollte man den termin einfach mal zu einem Helene Fischer Konzert ansetzen
  • franzwirtz 09.06.2017 13:05 Uhr
    Wo Licht ist, ist auch Schatten ...

    Eine zweigleisige 3.Liga ist generell nicht erwünscht. Aufgrund der auch heute schon schwierigen Finanzlage der beteiligten Vereine wäre eine zweigleisige 3.Liga bei der gegebenen Einnahmesituation auch nicht vorstellbar. Anstatt sich an einer Herkulesaufgabe, wie die einer Änderung dieser Gegebenheiten aufzureiben, erscheint es sinnvoller, die Gegebenheiten zu akzeptieren und sich bestmöglich darauf einzustellen.

    Die 3.Liga erwartet lediglich drei Aufsteiger und keine fünf. Bei einem vergleichsweise leicht einzuführenden „Fahrstuhl-Modell“ von fünf Aufsteigern und fünf Absteigern fände sich vermutlich die Hälfte der Aufsteiger im Folgejahr exakt wieder da, von wo sie jahrelang versucht haben herauszukommen. Ihr geleisteter Aufwand würde auf einen Schlag verpuffen und der Absturz zurück in die Amateurklasse bräche so manchem endgültig das Genick. Traurig

    Alle denken nur an sich, - nur ich denk' an mich“ ...

    Viele der diskutierten Vorschläge sind meines Erachtens zu stark von der augenblicklichen Ist-Situation einzelner Vereine geprägt. Eine allgemein sinnvolle Lösung lässt sich nicht vorrangig aus der Interessenlage einiger weniger ableiten. „Unglücklich“ wirkt zudem, wenn ausgerechnet Traditionsvereine, die alljährlich millionenschwere Steuergeld-Geschenke einsacken, sich zum Fürsprecher dieser Amateurklasse erheben und anschließend ausgerechnet dem Deutschen Fußballbund das Wort GERECHTIGKEIT erläutern möchten. Zwinker
    .


    Zuletzt modifiziert von franzwirtz am 09.06.2017 - 13:11:01
  • hoelwil 10.06.2017 17:10 Uhr
    Achim hat durchaus Recht das was passieren muss.Aber auch der Vermarktung muss besser werden. Eine eingleisige 4 Liga unter dem Dach des DFB plus 3 Regionalligen darunter wäre sicher intelligent. Die Frage ist nur ,wie intelligent sind die Leute in Frankfurt?
  • ralf26 10.06.2017 17:22 Uhr
    Die Frage nach Intelligenz in Frankfurt stellt sich mir schon lange nicht mehr. Das ist wie im Weltall - theoretisch ist dort intelligentes Leben möglich, aber....
    Bei den Herren werden eben in erster Linie die Interessen der grossen Vereine vertreten. Da interessiert es nicht mehr wirklich, welche Probleme sich in den unteren Klassen dadurch ergeben. Durch die "Kleinen" wird ja auch nichts in die Kassen des DFB gespült.
  • via Facebook: Kuni Berto 07.06.2017 15:31 Uhr
    Absolut meine Meinung lieber Achim.Das muss eine Kettenreaktion auslösen denn nur Gemeinsam sind wir Stark.
  • via Facebook: Helmut Jung 07.06.2017 15:32 Uhr
    Wer Meister wird, muss aufsteigen. Basta.
  • via Facebook: Holger Hellwig 07.06.2017 15:36 Uhr
    Achim Weber - Fussballgott..! 😃👍🏼
  • via Facebook: Blinde Bratwurst 07.06.2017 16:09 Uhr
    Die DFB-Spitze vermittelt vor allem, das Gefühl nicht an einer Neuregelung interessiert zu sein. Frei nach dem Motto: "Ja, ist halt kacke. Wollen uns aber nicht damit befassen." https://blinde-bratwurst.com/2017/05/06/manche-moegens-heiss-die-aufstiegsspiele-zur-3-liga-stehen-an/
  • via Facebook: Michael Radtke 07.06.2017 16:33 Uhr
    4 Regionalligen gleich 4 Aufsteiger also 4 Absteiger in der 3 Liga so einfach wäre es
  • via Facebook: Andreas George Orwell 07.06.2017 17:22 Uhr
    Ein riesen Problem ist wenn in der RL echte Amateurvereine mit besseren Betriebssportanlagen als Spielstätten auf Traditionskubs wie Aachen Essen wuppertal Offenbach Mannheim ect treffen. Da bestimmt dann die Polizei und nicht mehr der Sport was wann abgeht. Es muss einen klaren Schnitt zwischen Profi und Amateuen geben. Heißt Zweigleisige RL als höchste Amateurliga, die Meister spielen den Amateurmeister aus. Alle Vereine die bei den Profis mitspielen wollen können einen Lizenzantrag stellen und kommen in eine 4. Liga die je nach Anzahl der Vereine bis zu 3 Gruppen umfassen kann.
  • via Facebook: Alexander Grohmann 07.06.2017 17:53 Uhr
    Mir könnte bislang niemand der Funktionäre in sämtlichen Sendungen und Diskussionsrunden vernünftig erklären, warum die Meister der 4 Regionalligen nicht direkt aufsteigen können/dürfen !?
  • via Facebook: Siegbert Rasche 07.06.2017 18:29 Uhr
    Die Amateurvereine sollten mit ihren Stimmen die jetzigen DFB oberen nach Hause schicken. Dieser Fisch ist am Kopf krank.
  • via Facebook: Dieter Nelsen 08.06.2017 08:48 Uhr
    Ich würde mitmachen. Achim, klare Aussage 👍
  • via Facebook: Jürgen Hassenpflug 08.06.2017 13:57 Uhr
    Die Struktur ist das fatale ! Einführung einer 2ten 3ten Liga und dafür nur dann 2 4te Ligen als Unterbau ! je 2 Aufsteiger und 4 Absteiger aus den 18er Ligen !

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