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Kray-Kommentar
Der sportliche Absturz war absehbar

(16) Kommentare
Foto: Thorsten Tillmann

Oberligist FC Kray hat auch das Essener Derby gegen den ETB mit 0:3 verloren und kann langsam aber sicher für die Landesliga planen. Ein Kommentar.

Günther Oberholz hat alles versucht. Der ehrgeizige Präsident der Essener hat die Zügel in der Winterpause noch einmal in die Hand genommen, um seinen Herzensverein mit einem letzten Kraftakt vor dem Super-GAU Doppel-Abstieg zu bewahren. Er ließ sich auf Christoph Klöpper ein. Auf jenen Trainer, der vor einiger Zeit in Kray scheiterte und auch anschließend in Wattenscheid keine Erfolge feiern konnte.

Nach dem desolaten Saisonstart der Krayer gab es durchaus Argumente, die für Klöpper sprachen. Der hauptberufliche Lehrer arbeitet ehrenamtlich beim FC Kray und verfügt über ein großes Spieler-Netzwerk. Nur so ist es dem Verein gelungen, 17 neue Spieler für die Rückrunde zu verpflichten. Doch Klöpper hat die schwere Aufgabe, innerhalb kürzester Zeit ein schlagkräftiges Team zu formen, noch nicht gemeistert. Nur ein Zähler wurde in den drei Spielen nach der Rückrunde gegen schlagbare Gegner geholt. Die geplante Aufholjagd ist im Keim erstickt. Zwölf Punkte muss der FCK in zwölf Spielen aufholen. Ein nahezu unmögliches Unterfangen. Klöppers Gaga-Rechnung (neun Siege aus den letzten zwölf Spielen) wird nicht aufgehen. Zu konstant punktet die Konkurrenz, zu schwach präsentiert sich Kray bisher. Der Verein muss für die Landesliga planen. Besonders bitter: In der letzten Saison war der Klub noch viertklassig.

Diesen brutalen Absturz hat Klöpper freilich nicht zu verantworten. Die Fehler hat der FC Kray in der jüngeren Vergangenheit begangen. Der kleine Verein aus dem Essener Osten war ein Vorzeigeklub für sämtliche Amateurvereine in der Region. Mit bescheidenen Mitteln war es den Krayern möglich, die große Fußballbühne zu betreten. Drei Jahre spielte der FCK in der Regionalliga, zweimal wurde das Halbfinale des Niederrheinpokals erreicht und bei Sport1 übertragen, zweimal schlug das einstige gallische Dorf der Regionalliga Rot-Weiss Essen. Ein Traum für jeden Amateurklub. Es war eine großartige Erfolgsgeschichte, die dem FC Kray niemand mehr nehmen kann. Dies hat der Verein mit einer klugen Philosophie erreicht. Angeführt von einem überragenden Trainerteam Wißel/Krüger setzte der Klub seit dem Verbandsliga-Aufstieg im Jahr 2011 auf Spieler aus der näheren Umgebung, die sich mit dem Klub identifizieren konnten. Dieses Rezept hat unter anderem die SpVg Schonnebeck kopiert. Der Lokalrivale schreibt nun eine ähnliche Erfolgsgeschichte.

Der FC Kray hat sein eigenes Rezept hingegen nicht mehr angewandt. Seit dem zweiten Regionalliga-Aufstieg gab Oberholz das Heft des Handelns aus der Hand. Speziell im zweiten Regionalliga-Jahr häuften sich die Fehler. Fußball-Wandervögel wie Romas Dressler oder Babu Sylla kamen, die Identifikation mit dem Klub ging verloren. Hinzu kam eine ganze Reihe von katastrophalen Fehlgriffen bei der Wahl des wichtigsten Angestellten. Schon die Regionalliga-Rückrunde hatte offenbart, dass Stefan Blank nicht der richtige Trainer für den Verein ist. Präsident Oberholz ließ dennoch zu, dass Manager Fabian Decker den Vertrag verlängerte und gemeinsam mit Blank eine Mannschaft ins Rennen schickte, die nicht oberligatauglich war. Ob die Passivität von Oberholz damals zu erklären ist, dass Deckers Vater federführend für den Wirtschaftsbeirat und somit das liebe Geld verantwortlich war? Darüber lassen sich wohl nur Mutmaßungen anstellen.

Fakt ist: Der Kurswechsel hat den Verein ins Verderben rennen lassen. Der sportliche Absturz in dieser Saison war abzusehen, wenn auch nicht in dieser dramatischen Art und Weise. Blank wurde nach wenigen Wochen entlassen, sein Nachfolger Muhammet Isiktas trainierte die A-Jugend und die erste Mannschaft - parallel. Decker trat Ende September zurück, Isiktas konzentriert sich seit Anfang Dezember wieder nur noch auf seine erfolgreiche A-Jugend. Hinter den Kulissen entwickelte sich ein beispielloses Chaos, das sich auch auf die sportlichen Leistungen übertrug. Erst in der Winterpause räumte Oberholz auf. Zu spät.

Der FC Kray hätte sich damit abfinden müssen, dass es für die Regionalliga aufgrund fehlender Unterstützung aus Politik und Wirtschaft ohnehin nicht reicht. Es wurde verpasst, frühzeitig ein konkurrenzfähiges Oberliga-Team aufzubauen. So schwer dieser Schritt auch fallen mag: Der Verein muss nun mit dem Neuaufbau in der Landesliga beginnen. Kein Spieler steht für die kommende Saison unter Vertrag. Ex-Profis wie Moses Lamidi oder Burak Kaplan werden diesen Weg wohl kaum mitgehen. Dazu sind in der Regel nur Akteure bereit, die sich mit ihrem Verein identifizieren. Davon hat der FCK nur noch eine Handvoll. Warten die Krayer auch dieses Mal zu lange, droht dieser in den letzten Jahren so erfolgreiche und erfrischende Verein, komplett von der Bildfläche zu verschwinden.

(16) Kommentare

Oberliga

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
16 SC Kapellen-Erft 34 8 6 20 48:77 -29 30
17 SV Hönnepel-Niedermörmter 34 5 12 17 46:73 -27 27
18 FC Kray 34 6 7 21 59:91 -32 25
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
16 TSV Meerbusch 17 4 5 8 35:33 2 17
17 ETB Schwarz-Weiß Essen 17 4 4 9 25:33 -8 16
18 FC Kray 17 4 4 9 34:45 -11 16
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
13 TSV Meerbusch 17 3 5 9 21:41 -20 14
14 Sportfreunde Baumberg 17 3 4 10 32:40 -8 13
15 FC Kray 17 2 3 12 25:46 -21 9
16 SV Hönnepel-Niedermörmter 17 1 6 10 19:42 -23 9
17 SC Kapellen-Erft 17 2 2 13 18:49 -31 8

FC Kray

34 H
1. FC Bocholt
Dienstag, 23.05.2017 19:15 Uhr
2:5 (-:-)
34 H
1. FC Bocholt
Dienstag, 23.05.2017 19:15 Uhr
2:5 (-:-)

Torjäger

FC Kray

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 10 124 0,6
2 9 117 0,6
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 6 102 0,9
2
Luka Bosnjak

Sturm

4 169 0,4
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 6 111 0,7
2
Mario Klinger

Mittelfeld

3 390 0,2
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

KOMMENTARE

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  • pelztiger2 19.03.2017 23:37 Uhr
    Mit Klöpper in die Landesliga. Das war so klar das Kray das nicht schaffen wird.
  • Lackschuh 20.03.2017 03:50 Uhr
    Guter Kommentar mit viel Inhalt! Erklärbar oder verständlich ist das für mich aber alles nicht und einen passiven Herrn Oberholz kann ich mir auch nicht vorstellen. Nichtsdestotrotz liegen die Fehler ganz klar im sportlichen Bereich und in der Ausrichtung, wofür Herr Oberholz von der Position her absolut nicht zuständig war! Die Zweifel in Richtung von Herrn Klöpper wurden hier vielfach geäußert und die Halbwertzeit mit Ende März wurde auch recht genau genannt. Herr Klöpper war aber wohl für Kray alternativlos, was mittlerweile bekannt ist und seine bisherigen Handlungen haben auch nichts mit zukünftiger Ausrichtung zu tun, wofür schon diese Verpflichtungen stehen, die mit Kray absolut nichts gemeinsam haben!!
  • Kritiker 20.03.2017 07:42 Uhr
    Ob der Kommentar auf Kray zutreffend ist, mag ich nicht zu beurteilen, allerdings stört mich, dass zum wiederholten Mal behauptet wird, dass Schonnebeck Kray kopiert. Wer hat diesen Quatsch nur in die Welt gesetzt?

    Schonnebeck arbeitet seit über 10 Jahren nach dem gleichen Muster: eine gute Mischung aus talentierten und gestandenen Spielern sollen den Kader bilden. Natürlich kommen die auch aus der näheren Umgebung. Woher denn sonst? Aus Köln wird man wohl kaum einen für die Oberliga Niederrhein oder vorher Landesliga, für eine Aufwandsentschädigung verpflichten können.
    Dass seit man endlich den Aufstieg in die Oberliga geschafft hat, noch bessere Spieler aus der Umgebung gekommen sind, liegt daran, dass die halt keinen bock mehr haben von Essen nach Hö-Nie, Marl oder Bocholt zu fahren, nur weil dort viel verdient werden kann. Denn Oberliga kann man als Essener auch vor der Haustür spielen, zwar für weniger Geld, aber auch mit weniger Zeitaufwand.
    Lange Rede, kurzer Sinn: ich glaube, dass nahezu jeder Essener Fußballverein so arbeitet, eben gemessen an seinen finanziellen Mitteln. Ich sehe hier keine bahnbrechende Innovation und schon gar keine Erfindung aus Kray. Diese Philosophie gibt es schon sehr lange.
    Und zu guter Letzt: auch wenn ich Schonnebecker bin und die Rivalität zu Kray bekannt ist, empfinde ich alles andere als Schadenfreude, wenn ich sehe was in Kray passiert. Allein schon weil ich weiß, dass dieses Schicksal auch meinen Verein ereilen kann, wenn sich vier oder fünf Schlüsselspieler mal dazu entscheiden sollten, den Verein zu verlassen. Trotz der momentanen Platzierung, wird die Oberliga für Schonnebeck auch in den nächsten Jahren ein Kraftakt bleiben.
  • Krombacher-Pils 20.03.2017 09:46 Uhr
    und Zack, Klöpper hat wieder versagt hahahahah

    Also den holt definitiv kein Verein mehr!

    Viel mehr kann ich nicht verstehen wieso der FC Kray und Oberholz auf Ihn eingeht...
    Die Rückrunde kostet Kray eine Menge geld..und was kommt dabei raus:
    3 Spiele = 1. Pkt.

    Wenn ich dann lese das er aus 12 Spielen 9 Siege holen will...April April hahahahahahaha
  • bringer 20.03.2017 10:48 Uhr
    Komisch. Wurde der FC Kray im Reviersport nicht immer als gallisches Dorf gehypt und der Klassenerhalt
    14/15 in der Regio als Sensation gefeiert; obwohl die Mannschaft nahezu komplett zugekauft war und
    durchweg aus erfahrenen Regiospielern bestand und so fast nichts mehr mit den Jungs vom Wißel/Krüger-
    Aufstieg gemein hatte? Leider wurde dies immer ignoriert und so getan, als würden Bezirks- und Kreisligaspieler
    die Regio rocken.
    Und nun ledert das selbe Blatt indirekt gegen diese Elf? Inhaltlich stimme ich zwar zu, dass der FC Kray
    sein Konzept verlassen hat, dies aber nicht erst seit letzter Saison.
    Und glaubwürdig macht Ihr euch vom RS nicht, wenn jedes Ereignis nach Belieben uminterpretiert wird.

    Sicher haben die Verantwortlichen beim FC Kray vieles falsch gemacht. Ich habe mir auch
    immer wieder erlaubt darauf ironisch bis sarkastisch hinzuweisen. Insbesondere dieses Konstrukt
    Verwaltungsrat ist für einen Amateurverein zumeist Fluch. Nicht nur das Beispiel SW Essen hatte
    doch überdeutlich gezeigt, wie sich darüber ein Verein ruinieren lässt.
    Und Kray hat dieser Verwaltungsrat bisher weder finanziell noch strukturell voran gebracht. Im Gegenteil.
    Mit der Personalie F. Decker hatte sich dann wohl Vitamin B endgültig im Verein durch gesetzt.
    Die Folgen erntet man nun. Leider bezweifle ich, dass im Verein noch genügend Sachverstand bzw. Fähigkeit
    zur Selbstkritik vorhanden ist, um die Fehler schonungslos zu analysieren und abzustellen. Und genügend
    Altkrayer wurden durch die letzten Jahre bereits verprellt.


    @Kritiker: Sicher kopiert Schonnebeck Kray nicht. Die damalige Wißel/Krüger-Elf bestand fast ausschliesslich
    aus Spielern aus unteren Essener Ligen und ist als Aufsteiger sofort wieder aufgestiegen. Dies wird sicher
    so schnell kein anderer Essener Verein schaffen. Das muss man einfach mal so anerkennen.
    Schonnebeck leistet sehr gute Arbeit, keine Frage. Aber ist das nachhaltig? Wenn ich im Kopf so die aktuelle
    Schonnebeck Elf durch gehe und alle Ex-Spieler des FC Kray, von RWE und SW Essen weg denke, was bleibt dann?
    Der finanzielle Aufwand steigt ständig, strukturell sind Kray und Schonnebeck sehr gut vergleichbar.
    Und der FC Kray findet sich alsbald in der Landesliga wieder; dieses mal aber mit erheblichen finanziellen
    Altlasten am Bein. Ob das gut geht? Hoffe, Schonnebeck vermeidet die finanziellen Drahtseilakte. Allerdings
    wird dann die Regio West immer ein Traum bleiben, denn der Amateursport ist verbandsmäßig gegen die Wand gefahren
    worden; finanziell von einem Amateurverein nicht stemmbar; der SF Siegen ist da nur aktuelles Beispiel vieler anderer.
    Leider hoffe ich da wohl vergebens auf den Aufstand aller Amateurvereine.
  • bringer 20.03.2017 10:52 Uhr
    @Krombacher-Pils:
    Die Erklärung ist simpel. Der Verein ist finanziell fast ausgeblutet und Klöpper bringt Spieler angeblich zum Nulltarif (für den FC Kray) mit und kostet auch kein Geld. Woran ist wohl eine Verpflichtung vom Mewes u.a. gescheitert?
  • Trickflyer 20.03.2017 11:45 Uhr
    ..... Klöppers Gaga-Rechnung (neun Siege aus den letzten zwölf Spielen) wird nicht aufgehen....das zum thema lehrer.wissen alles - können alles und am ende waren es die anderen.
  • Peter von der Weide 20.03.2017 22:25 Uhr
    Es war nicht ein Punkt in 3 Spielen. Es war ein Punkt in 6 (SECHS) Spielen!

    Hr. Klöpper hatte schon die sportliche Verantwortung für die letzten drei Spiele Ende 2016. Damals zog er es vor, den (darin unerfahrenen und überforderten) Kapitän den Spieler-Trainer machen zu lassen. Hr. Klöpper kniff, weil er erst sein neues Team aufbauen wollte, ehe er als Trainer übernahm.

    Und nun?

    Toll gemacht - alle die, die dies zugelassen haben!
    Armes Kray...

    PS
    Danke, Herr Herms, für den sehr guten Kommentar!
  • Kritiker 21.03.2017 06:23 Uhr
    @ bringer:

    Dass Wißel und Co einen sensationellen Erfolg hatten, bestreitet niemand. Rückblickend war es eine sehr junge, aber auch sehr talentierte Mannschaft.
    Vor der Meistersaison in der Landesliga kamen, wenn ich mich richtig erinnere: Kevin Barra (Wattenscheid 09), Kevin Kehrmann (Wuppertaler SV) und Soufian Rami (SG Altenessen). Alle hatten bereits U19-Bundesliga gespielt und waren bei allen Essener Spitzenmannschaften (außer RWE) auf dem Zettel. Und ein Rami hatte ja nicht Kreisliganiveau, nur weil er mal zufällig ein Jahr bei seinen Kumpels in Altenessen aufgelaufen ist. Damit will ich sagen: es ist ja nicht so, dass Wißel ihnen das Fußballspielen grundsätzlich beibringen musste.
    Die drei hatten übrigens zum gleichen Zeitpunkt auch ein Angebot von Schonnebeck vorliegen, haben sich aber für Kray entschieden. Die Qualität der Spieler war also nicht gerade unbekannt. Dennoch, bevor das missverstanden wird: toller Erfolg, der vorher so nicht zu erwarten war. Keine Frage. Ich habe aber auch noch niemanden in Essen getroffen, der das nicht anerkennt.
    Zum Thema Nachhaltigkeit: ich weiß, dass das Wort mittlerweile von jedem gerne benutzt wird. Aber was soll das genau bedeuten und was war in Kray nachhaltiger? Der ehemalige Krayer Kader bestand genauso aus Spielern dieser Clubs: Ketsatis-Brüder, Walter-Brüder, Zweck, Naumov (alle Ex-ETBler), Barra, Rami, Immanuel (alle Ex-RWEler). Wenn ich nun diese Spieler aus dem Kader wegnehme, was wäre denn damals in Kray geblieben?
    Wenn in Kray die Nachhaltigkeit so wichtig war, warum startete der Kader vor dieser Saison, nur 6 Jahre nach der Wißel-Übernahme, mit nur noch einem einzigen Überbleibsel der so genannten jungen Wilden (Elouriachi)?
    Die Altersstruktur sagt über die Nachhaltigkeit nicht viel aus.
    Auch wenn alle aus der eigenen Jugend stammen, hat man keine Gewissheit, dass die Spieler auch die nächsten 5 oder 10 Jahre bleiben. Die, die herausragen, werden schnell mit Anfragen von anderen Vereinen bedacht und müssen dann entscheiden, was ihnen wichtig ist.
    Nur mit Spielern aus der eigenen U19, kann man die Oberliga nicht spielen, es sei denn die U19 ist beispielsweise von Leverkusen, Schalke oder Dortmund.
    Für die Nachhaltigkeit müsste man also am Schonnebecker Beispiel eher nur noch Markus Heppkes verpflichten, weil Spieler in seiner Altersstruktur schon einiges gesehen haben und weniger wechselbereit sind, wenn sie sich wohlfühlen. Da könnte man zumindest mal 3 oder vier Jahre sicherer planen.

    Es sollte sich jeder mal vor Augen halten, dass der Amateurfußball nur bedingt mit dem Profifußball zu vergleichen ist. Wir haben hier keine Vierjahresverträge oder Millionen-Ablösesummen bei jungen Spielern.
    Im Gegenteil: Da kommt ein Oberliga-Club und macht einen Amateurvertrag mit Deinem Spieler und zack: Ablösesumme liegt dann bei genau 0 Euro.

    Und da sind wir bei schon beim angesprochenen "finanziellen Drahtseilakt": ich glaube nicht, dass in Schonnebeck irgendein Verantwortlicher das große Ziel Regionalliga West hat. Finanziell und strukturell ist, wie bereits erwähnt, schon die Oberliga ein absoluter Kraftakt. Dennoch würde man aufsteigen, wenn es denn passiert. Alleine schon, um der Mannschaft die Gelegenheit zu geben, einen möglichen Meistertitel mit einem folgenden Aufstieg (sportlich) auszukosten.
    Fakt ist, und da geht es mit Sicherheit 99% aller Essener Amateurclubs so, dass die Besucherzahlen einen entscheidenden Einfluss auf die finanziellen Mittel hat. Das ist aber in der Bezirksliga nicht anders. Wenn man das mal mit den anderen Clubs aus der Oberliga vergleicht, haben die Essener Stadtteilvereine dementsprechend extreme Nachteile in der Sponsorenakquise, alleine schon weil es eben "nur" Stadtteilvereine sind. Beispiel Ratingen: die haben vor zwei Jahren mal bekannt gegeben, dass sie durch Verlosung der Trikotbrust, 43.000 Euro generiert haben. Ohne die Zahlen von Kray und Schonnebeck im Detail zu kennen, behaupte ich mal, dass das sehr, sehr weit von den Hauptsponsoren dieser beiden Clubs weg ist.
    Mein Fazit: wir Essener sollten uns über jeden weiteren Essener Oberligisten freuen, denn das ist gemessen an den Rahmenbedingungen leider keine Selbstverständlichkeit.
  • mano 21.03.2017 06:36 Uhr
    Ich denke auch das der FC Kray auf das erreichte stolz sein kann.
    Denn der Verein und insbesondere die Jugend ist gewachsen.
  • Lackschuh 21.03.2017 07:56 Uhr
    Klasse Komentare hier mit viel Volumen.
    Kritiker, Hut ab vor Deinen Worten und das mit dem Kopieren beim SVS lag mir auch auf der Zunge, den da stimme ich auch Herrn Herms so nicht zu und Sie haben das bestens beschrieben.
    Die Erfolge kann Kray niemand nehmen und sie werden immer mit Herrn Oberholz im Einklang sein. Momentan bleibt allerdings nur die U19 übrig, sofern man von Erfolg spricht. Bin sehr gespannt, was kommende Saison aus Kray wird und für mich ist die Sache zwischen Herrn Oberholz und W09 noch nicht vom Tisch.
  • bringer 21.03.2017 13:10 Uhr
    @ Kritiker

    Hast du nicht vehement behauptet, Schonnebeck kopiert den FC Kray nicht? Und nun macht Schonnebeck was Spielerverpflichtungen angeht genau dass was der FC Kray vorgemacht hat; so deine Argumentation. Hallo? Da hast du dir argumentativ aber ein gewaltiges Eigentor geschossen.

    Helfe dir aber gern auf die Sprünge.
    Du erwähnst genau 3 Jugendspieler, was für sich betrachtet schon ein Witz ist, denn mit 3 Spielern allein kannst du in keiner Liga was ausrichten. Zudem hat Kehrmann in Wuppertal keine Rolle in der A-Jugend BUli gespielt (gerade einmal 3 Spiele, und nicht mal über die volle Distanz), Rami war lange Zeit überhaupt kein Faktor beim FC Kray (beim ersten Aufstieg nur 1x gespielt) und zündete erst im Verlauf der damaligen Niederrheinliga so richtig und für Barra gilt genau das gleiche.
    Und diese und viele weitere waren ganz einfach Nachwuchsspieler, die vom Team Wißel/Krüger entwickelt wurden. Ist dir der gravierende Unterschied zwischen Jugend-und Herrenfußball nicht bekannt oder ignosrierst das, weil es dir nicht um die Sache sondern ums -Rechthaben wollen- geht? Nach deiner Formel müsste ein Verein nur fleißig A-Jugend Buli Spieler verpflichten und der Aufstieg ist perfekt. Funktioniert in der realen Welt nur (bisher) leider nicht; obwohl mir die Idee sympathisch ist.

    Und Rami, Barra, Ketsatis sind als Spieler zu Schonnbeck gekommen, die bereits Regionalliga gespielt hatten; Denker ebenso, Heppke sowieso. Bley hatte auf Oberliganiveau bereits gespielt, Dietz ebenso, von der Garthen auch, Bartsch auch, Schneider auch. Habe ich jemanden vergessen?
    Macht mal eben 10 Spieler, die im Herrenfußball(!) bereits gleich- bzw. höherklassig spielten.
    Und letzte Saison war es bei der Spvg. S nicht anders. Du möchtest mir doch sicher nicht ernsthaft weismachen, es sei egal ob Jugendspieler rsp. Kresiligaspieler einen Verein bis in die Regionalliga spielen oder gestandene Herrenspieler die Oberliga rocken?

    Tönnies leistet hervorragende Arbeit in Schonnbeck, seine Arbeit ist aber nicht vergleichbar mit dem was Wißel/Krüger geleistet hatten. Diese konnten Jugendspieler so weit entwickelt, dass diese gleich zweimal hintereinander aufstiegen. Dass die Spieler talentiert waren, versteht sich doch von selbst und dass das Krayer Modell keine Neuheit war ebenso. Aber diese -Philosophie- umzusetzen und damit diesen Erfolg erreichen zu können, das ist doch das Besondere gewesen...

    Die Stärke von Trainer Tönnies ist es (bisher) vor allem, frustierte Spieler wieder zu alter Stärke zu verhelfen. Das macht er bestens und ist lobenswert; aber das ist deutlich was anderes als das damalige
    Krayer Jugend-Konzept.
    Beides steht als Leistung für sich und man muss das eine nicht abwerten um das andere aufzuwerten, wie ich es hinter jedem deiner Beitrage bisher herauslese.

    Bin mir aber sicher, dass die Verantwortlichen in Schonnebeck das genau wissen und auch was ich unter Nachhaltigkeit meine. Wenn du dich als Verein finanziell immer nach der Decke strecken musst, dann kannst du dich auf Dauer in der Oberligaspitze (Regio ganz zu schweigen) nur halten, wenn du auch Jugendspieler einbaust. Erste Ansätze dies umzusetzen sind ja bei der Spvg. S. zu sehen. Bin gespannt, ob das ausreichend ist und Früchte trägt, zu wünschen wäre es allemal.

    Und zum Thema Finanzen: in der Regio bist du mit einem Etat von 250.000-300.000 € finanziell ein Kellerkind.
    Allein diese -niedrige- Summe kannst du als Stadtteilverein nicht durch Zuschauer decken, von dieser Vorstellung verabschiede dich mal ganz schnell.
    Und die Vorschriften des WFV bzw. Verbandsabgaben, Versicherungen etc. pp. verschlingen bereits mehr als die von dir erwähnte Ratinger Trikotaktion.
    Ich würde Schonnebeck fußballerisch Regionalliga gönnen, aber finanziell würde das mit hoher Wahrscheinlichkeit ziemlichen Schaden anrichten. Ich lasse mich aber gerne faktisch vom Gegenteil überzeugen.
  • Krombacher-Pils 21.03.2017 13:45 Uhr
    Es ist mir unerklärlich, wie ich jemand als trainer installieren kann der bisher ÜBERALL nachweislich gescheitert und gemobbt wurde !!

    Was hat sich seit der Übernahme geändert??

    Richtig- NIX.

    Ausser:
    1.) deutlich höhere Kosten durch die Winterneuzugänge ( Nein Kaplan und Lamidi werden nicht aus Verbundenheit zum abgeschlagenen Tabellenletzten FC Kray wechseln)

    2.) 3 Spiele (bzw. 6Spiele >> 3 davon in der Hinrunde) = 1 (!!!!) Punkt.

    Der richtige Weg ist nun zu handeln und Klöpper zu entfernen und somit einen Neuanfang zu starten!
  • mano 21.03.2017 15:13 Uhr
    Wenn das Etat 250.000 bis 300.000 EUR im Jahr für die Regionalliga beträgt würde ich diese Liga erst garnicht melden.
    Unter 500.000 EUR läuft überhaupt nichts in dieser Liga.
    Der Essener Fussball hat die letzten Jahrzehnte keine Rolle gespielt und wird es auch in der Zukunft nicht tun.
    Obwohl in Essen genügend Geld ist leider investiert das niemand in den Fussball.
  • Kritiker 21.03.2017 21:21 Uhr
    @bringer
    Da macht man sich schon die Mühe vieles niederzuschreiben und dennoch muss man alles erneut erwähnen. Man, man, man.....mir fällt es wirklich schwer Deinen Schlussfolgerungen und Interpretation zu folgen.

    Aber was solls? Ich versuche erneut auf den Sachverhalt und Deine Äußerungen einzugehen:
    1. Ist ja amüsant, dass Du Dich zum investigativen Journalisten berufen fühlst, allerdings sehe ich hier keinen Widerspruch. Nochmal: Schonnebeck macht Kray nichts in Sachen Spielerverpflichtungen oder Philosophien nach. Dass Blöcke von Spielern mal bei den gleichen Clubs waren, ist nicht weiter ungewöhnlich. Dass dann die Spieler aus den (damalig) erfolgreichsten Clubs in Essen, ETB und RWE kamen, ist da auch recht logisch. Dass man sich als Ligagefährten aus der gleichen Stadt, ob in der Landes- oder Oberliga, gelegentlich für die gleichen Spieler interessiert, ist doch auch normal.
    Wenn man in der Landes- und/oder Oberliga erfolgreich sein will, schafft man das nicht, wenn man 5 Spieler vom Tabellensiebten der Kreisliga A holt. Dass da aber auch beim Tabellensiebten der Kreisliga mal ein besonders Talentierter dabei ist, ist auch klar……….......das nur, bevor Du mir jetzt wieder erzählen willst, Rami war ein Kreisligafußballer.
    Das oben beschriebene betrifft im Übrigen auch die Jugendmannschaften. Auch hier waren ETB und RWE lange die erfolgreichsten in Essen, oder etwa nicht? Also wurde man auch hier bei der Talentsuche am ehesten fündig, sowohl Kray als auch Schonnebeck, weil diese Jungs auf dem damals, für Essener Verhältnisse, höchsten Niveau gespielt haben.

    2. Ich habe die drei Spieler (Barra, Rami und Kehrmann) erwähnt, weil es die damaligen Neuzugänge waren, nicht weil sie alleine die Liga gerockt hätten oder plötzlich erfahrene Spieler waren. Ich habe übrigens, lies ruhig nochmal drüber, bereits erwähnt, dass die Krayer Mannschaft sehr jung und sehr talentiert war.
    Ich teile aber eben nicht Deine Ansicht, dass hier Kreis- und Bezirksligaspieler die Landes-und Niederrheinliga gerockt haben. Ganz so dramatisch war es dann doch nicht. Deswegen auch der Verweis, dass die Jungs bereits in der Jugend auf einem hohen Niveau gespielt haben und nein, ich habe auch nicht behauptet, dass jeder U19-Bundesligaspieler die Oberliga bespielt.
    Auch hier wieder mein Tipp: nochmal lesen: „es sei denn die U19 ist beispielsweise von Leverkusen, Schalke oder Dortmund“. Und ja: ein Aufstieg aus der Landes- in die Oberliga, wäre in der Tat sehr wahrscheinlich, wenn Du die gesamte U19 von Schalke oder Dortmund verpflichten würdest.
    Kleiner Gratistipp: Du wirst es nur nicht bezahlen können, denn die Jungs verdienen schon richtig Kohle.

    Und by the way: Rami und Barra haben erst in der Niederrheinliga gezündet? Rami nur 1x gespielt? Wo hast Du denn das her?
    Dann muss Rami historisches geleistet haben, da er in der Meistersaison der Landesliga 7 Saisontore erzielt hatte….das wäre aber eine beeindruckende Quote. Kevin Barra kam übrigens erst in der Winterpause und hat, soweit ich weiß, jedes Rückrundenspiel gemacht und noch immerhin 5 Tore erzielt……..nicht schlecht für einen, der kaum klar kam, oder?
    Beide Spieler waren sehr wichtige Eckpfeiler im Landesligameisterjahr und waren natürlich Stammspieler. Ich weiß nicht wie Du auf Deine Zahlen kommst. Falls Dich Dein Erinnerungsvermögen hier im Stich gelassen hat, lies alles ruhig nochmal auf fussball.de nach.

    3. Jetzt liegst Du endlich richtig: Barra, Rami, Ketsatis, Denker, Heppke etc. waren alles gestandene Spieler, als sie zu Schonnebeck gewechselt sind und eben deswegen keine Kopie der Krayer Jungen-Wilden-Geschichte.

    Ich habe mir meine Berichte erneut durchgelesen und weiß leider nicht, wieso Du herausliest, dass ich die Krayer Erfolgsgeschichte abwerte. Du bist doch derjenige, der fragt, ob das in Schonnebeck nachhaltig ist und erzählst, dass die Krayer Geschichte „besonders“ war, weil Wißel und Krüger junge Spieler in die Regionalliga entwickelt haben und eben keine gestandenen Spieler wie heute Schonnebeck, verpflichtet haben. Daraus lese ich eher, dass Du die Philosophie in Schonnebeck abwerten willst. Ich habe lediglich versucht den Schonnebecker Weg, was die angesprochene Nachhaltigkeit betrifft, zu relativieren. Und das geht nun mal am besten mit einem Vergleich der Ist-Situationen.

    Mir ist übrigens die heutige Berichterstattung über Kray, dieses extrem „draufhauende“, zuwider. Ich habe dieses Schwarz-Weiß-Denken, ob auf- oder abwertend, noch nie gemocht.
    Und das war mein Ansatzpunkt: Genauso wie die jetzige Kritik, fand ich nun mal auch die damalige Berichterstattung etwas übertrieben, wenn so getan wurde, als wenn Wißel und Krüger ein paar Talentfreie von der Straße geholt haben und in die Regionalliga marschiert sind. Dabei will ich nochmal klarstellen: der Erfolg war sensationell und nicht zu erwarten, gerade auch in der damaligen Altersstruktur.
    Was den Essener Amateurfußball betrifft, gehe ich sogar so weit und sage, dass das ein Erfolg für die Ewigkeit war. Aber dennoch war es keine Ansammlung von Bezirks- und Kreisligakickern, sondern eine Mannschaft, die zwar sehr jung, aber eben auch sehr talentiert war.
    Das darf man doch wohl sagen, ohne dass sich jemand auf dem Schlips getreten fühlt. Gegen diese Feststellung werden sich die damaligen Beteiligten wohl auch kaum wehren, oder?
    Im fünften Abschnitt erwähnst Du es doch wieder selbst: das Schonnebecker Konzept ist ein anderes als das damalige Krayer Jugendkonzept. Nichts anderes habe ich behauptet.

    Junge Spieler aus anderen Vereinen oder aber auch Spieler aus der eigenen Jugend, hat Schonnebeck schon immer eingebaut und macht das nicht erst jetzt in ersten Ansätzen. Man merkt nur, dass es natürlich, um so höher die Spielklasse, schwieriger wird, Spieler aus der eigenen U19 an den Oberligakader heranzuführen. Hier ist Kray mit ihrer starken U19 einen großen Schritt voraus, wo Schonnebeck mit der U19 sicherlich auch gerne hin will. Zu Landesligazeiten bestand schon mehrmals die halbe Startelf aus Spielern, die bereits in der Jugend in Schonnebeck gespielt haben. Das ist nur in der Oberliga noch viel schwieriger darzustellen.

    Abschließend: ich weiß, dass die Regionalliga nicht realistisch ist, daher muss ich mich von keiner naiven Vorstellung verabschieden. Die 43.000 Euro von Ratingen hatte ich lediglich als Beispiel für die finanzielle Situation beider Clubs erwähnt. Damit war eine mögliche Regionalliga gar nicht gemeint. Das war ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich die Kräfteverhältnisse schon in der Oberliga sind. Bei Kray ist meines Wissens Kröger und bei Schonnebeck WMS auf der Brust. Frag doch mal Oberholz und Tenberken wie weit die beiden von den angesprochenen 43.000 Euro für ein Trikotsponsoring weg sind.
    Ich sage Dir: nicht mal ein Viertel von dieser Summe werden Kray und Schonnebeck von einem Trikotsponsor generieren können.

    Wie ich bereits in meinem letzten Post beschrieben habe, ist die Regionalliga nicht das erklärte Ziel und die Oberliga schon ein Kraftakt. Auch die Landesliga hat und wird Schonnebeck nie aus der Portokasse bezahlen. Hier waren die Ausgaben zwar etwas geringer, aber die Einnahmen, insbesondere die angesprochenen Zuschauereinnahmen, deutlich niedriger.
    Angefangen damit, dass Frauen freien Eintritt haben und es immer weniger Derbys gibt. Die waren früher mit Gegnern wie Helene, Altenessen 18 oder Burgaltendorf sowieso noch deutlich besser besucht.

    Einen Etat von 250.000 Euro wird Schonnebeck nie erreichen, es sei denn ein Scheich kommt um die Ecke. Daher bin ich mir sicher, weil ich die Verantwortlichen gut kenne, dass ein zufälliger Aufstieg als das angesehen werden würde, was er dann wäre: Schonnebeck auf kurzer Stippvisite in der Regionalliga West!
  • Lackschuh 22.03.2017 05:43 Uhr
    Kritiker!

    Da wurden die Vorzeilen aber mehr als gut fortgesetzt!! Hatte gestern die kritischen Gegenworte auch recht irritiert gelesen und diese auch sofort wieder gestrichen.
    Ein Vergleich oder ein Ab- bzw. Aufwerten beider Clubs macht hier gar keinen Sinn und ist auch bestimmt nicht im Sinne der Vereine.

    Norbert Furtkamp hat bereits beim Krayer-Höhenflug richtigerweise gesagt: "Es wird schwer die zwingend nötige Qualitätsbreite außerhalb des Teams im Club herzustellen".

    G. Oberholz ist in Kray oder war es zumindest eine One-Man-Show und das ist überhaupt keine Kritik, sondern ein sachlich beschriebener Umstand. Natürlich hat z.B. auch eine Frau Gudrun Schomburg in Kray sehr viel geleistet, aber in Schonnebeck ist es auch auf dieser Vereins-Aufstell-Ebene eine ganz andere Nummer mit wesentlich mehr Nchhaltigkeit, was man bereits beim Klasse-Trainer deutlich erkennt. Von Kopieren kann generell gar keine Rede sein! Ich sehe den SVS aber insgesamt entspannter, unaufgeregter, besser aufgestellt .. als Kray, was aber auch am ganz unterschiedlichem Umfeld der Clubs liegt. Bereits nach dem erstem Oberligaspiel der Krayer an der Wendelinstraße gegen Turu Düsseldorf gab es vom Turu-Trainer enorme Kritik in Richtung von Herrn Keiter und irgendwie wurde das in Kray generell nie richtig abgelegt.

    Wie dem auch aktuell sei, der FC Kray hat Regionalliga auf dem Briefbogen und dafür gilt meine Anerkennung. Nun muss man aber mehr als deutlich schauen, dass man generell die Kurve kriegt und das meine ich Ligaunabhängig.

    Freuen dürfen wir als Fussballfreunde uns aber über beide Clubs, denn sowohl an der Buderusstraße als auch am Schettersbusch sorgt man für Unterhaltung und Interesse in der Essener-Szene, was besonders dieser Artikel mit umfangreichen Kommentaren zeigt!

    Glück Auf und Sonntag kommt ja real - wichtig ist aufm´m Platz!!

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