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Roter Stern Wehringhausen
Der etwas andere Kreisligist

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Foto: Tim Müller

Der Klub Roter Stern Wehringhausen ist ein Exot im Kreisligafußball. Tugenden wie Fairness und Toleranz stehen im Fokus des Hagener Vereins - sportlicher Erfolg ist Nebensache.

Wir sprachen mit Uli Schäfer, dem Ehrenpräsidenten des Vereins. Dieser erklärte uns, was Roten Stern ausmacht und inwiefern sich seine Spielvereinigung von anderen unterscheidet.

Uli Schäfer, aus welchem Grund wurde der Verein ursprünglich gegründet?
Wir waren erst eine kleine Gruppe der Jungsozialisten, die sich auf einem Bolzplatz sportlich betätigt hat. Zu Beginn spielten wir hauptsächlich Basketball. Daraus wurde dann 1993 der Gedanke, das Ganze organisiert im DFB zu machen. Schnell wurde unsere Gruppe größer und es kamen weitere Interessierte dazu. Der Verein wurde gegründet und hat dann am offiziellen DFB und DBB Sport teilgenommen.

Wir sind keine Kommunisten und auch keine Sozialisten, vertreten aber die Meinung, dass es dem Einzelnen nur gut gehen kann, wenn es allen gut geht

Uli Schäfer

Der Name lässt vermuten, der Verein vertrete eine politische Richtung - ist das so?
Der Stadtteil Wehringhausen in Hagen ist ein kulturell und politisch sehr aktiver und engagierter Stadtteil. Wir sehen unsere Ausrichtung aber eher als gesellschaftlich engagiert statt politisch interessiert. Wir sind keine Kommunisten und auch keine Sozialisten. Mitglieder und Vorstand vertreten aber die Meinung, dass es dem Einzelnen nur gut gehen kann, wenn es allen gut geht.

Inwiefern unterscheidet sich der Rote Stern Wehringhausen von anderen Klubs?
Wir haben viele kleine Elemente, die uns ausmachen. So laden wir unsere Gegner nach dem Spiel zu einem kühlen Getränk und einer leckeren Waldlust-Bratwurst ein (Waldlust ist der Platz des RS Wehringhausen, Anmerkung der Redaktion). Viele Spieler bei uns sind auch in der bunten Liga aktiv gewesen. Als Relikt aus dieser Zeit haben wir auch den Anstoß übernommen. Der Ball wird zum Beginn des Spiels oder zur 2. Halbzeit immer zum Gegner gespielt. Das schafft eine friedliche Atmosphäre und in der Regel auch ein faires Spiel. Auf Trikotwerbung verzichten wir laut unserer Satzung und wir zahlen nicht für Transfers und wir wollen auch kein Geld. Unser Sport ist Freizeitsport. Wir nehmen in unserem Stadtteil sehr stark am gesellschaftlichen Leben teil und organisieren auch sportferne Angebote, zum Beispiel den "Grünen Stern".

Was kann man sich unter dem "Grünen Stern" vorstellen?
Wir legen zusammen mit den Anwohnern Bürgerbeete an, Gärtnern mit den Kids oder streichen hässliche Unterführungen an. Wir wollen die Bewohner - überwiegend mit Migrationshintergrund - für ihren/unseren Stadtteil begeistern und ihnen zeigen, dass mit wenig Aufwand viel erreicht werden kann. Wir sind in den Projekten der Politik sehr stark eingebunden und beteiligen uns an den meisten Aktionen, die hier stattfinden. So haben wir auch beim letzten Stadtteilfest den Grill gerockt. Auch ein Repaircafé ist in der finalen Planung.

Für einen Kreisligisten hat der Rote Stern viele Zuschauer (400 im Durchschnitt), womit hängt das zusammen?
Mit der guten Verankerung im Stadtteil. Durch unsere Projekte auch außerhalb des Fußballs, die gut angenommen werden. Parties, Reinigungsaktionen, Stadtteilverschönerung, Kinderprojekte sind nur einige Beispiele.

Steht der sportliche Erfolg eher im Hintergrund und die Idee im Vordergrund?
Eindeutig. Wir hatten mal eine sehr gute Mannschaft, die allerdings mit dem Stadtteil wenig zu tun hatte. Am Ende der Saison stand der Aufstieg. Dann wollten diese Leute den Verein umbenennen, was vom Vorstand und den Mitgliedern der anderen Abteilungen abgelehnt wurde. Da bestand unser Team nur noch aus drei Spielern. Wir haben uns mit Sportlern aus unserem Kulturzentrum zusammen getan und konnten unsere Teilnahme in der Kreisliga B sichern. Dort sind wir fantastisch untergegangen (200 Gegentore). Nach Auskunft aller Beteiligten war es eine wirklich sehr schöne Saison. Wir sind immer angetreten, haben immer fair gespielt und viele Freunde gewonnen. Fazit: wir fühlen uns sehr wohl in der Kreisliga C.

Hatten Sie schon Probleme mit Rechten?
Nein, davon gibt es in Wehringhausen zum Glück nicht so viele.

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