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Hasper SV
Retter Boss wirft das Handtuch

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Werner Boss, Hasper SV.
Foto: Michael Kleinrensing

Vor Jahresfrist kam er als Nothelfer, erfüllte seine Mission mit dem Klassenerhalt. Doch nun hat Werner Boss beim Hasper SV das Handtuch geworfen.

Zum 1. Dezember kündigte der 68-jährige Trainer beim Fußball-Landesligisten, der nun kurzfristig einen neuen Coach suchen muss. „Ich sehe kein sportliches Weiterkommen und habe deshalb die Notbremse gezogen“, sagte Boss, „auch für mich selber, bevor ich mich nervlich aufreibe.“ Eine Entscheidung, die man akzeptieren müsse, bekannte HSV-Klubchef Harald Kröner.

Seit drei Wochen habe er sich mit dem Gedanken ans Aufhören beschäftigt, bekannte Boss, die demoralisierende 2:4-Niederlage im Kellerduell beim FSV Werdohl habe nun den letzten Ausschlag gegeben. Nach 2:0-Führung hatte der HSV nach der Roten Karte gegen den zweimaligen Torschützen Murat Sertkaya die Partie noch aus der Hand gegeben. „Dafür habe ich kein Verständnis, mit meiner fußballerischen Einstellung ist das nicht vereinbar“, sagte Boss: „Ich habe nicht mehr gesehen, dass die Bereitschaft in der Mannschaft da ist, die Klasse noch zu halten.“ Dazu, so der scheidende HSV-Coach, fehle auch das spielerische Potenzial, nachdem man sich aus finanziellen Gründen im Sommer nicht habe verstärken können: „Mit vier Landesliga-Spielern und zwei guten Torhütern kann man die Liga nicht halten.“

Ich glaube nicht, dass in den nächsten Jahren noch Landesliga-Fußball in Haspe möglich ist

Werner Boss

Boss war in der Winterpause der letzten Saison gekommen, hatte die damals ebenfalls abgeschlagenen Hasper noch zum Klassenerhalt geführt. Vor dem letzten Hinrunden-Spiel der aktuellen Spielzeit am Sonntag gegen den FC Lennestadt ist der HSV noch ohne Sieg mit acht Punkten Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze erneut Schlusslicht. Und Boss, der betont, nicht im Streit zu gehen, befürchtet: „Ich glaube nicht, dass in den nächsten Jahren noch Landesliga-Fußball in Haspe möglich ist.“

Kröner sucht schon für die Bezirksliga

Auch Klubchef Kröner geht davon aus, dass der Abstieg in die Bezirksliga kaum noch zu vermeiden ist. „Aber es muss vernünftig weitergehen“, sagt er, man sei nun kurzfristig auf Trainersuche: „Dabei suchen wir einen Kandidaten, der sich zutraut, eine Mannschaft für die Bezirksliga zu formen.“ Anstelle Trainings bestellte er die Mannschaft gestern Abend zu sich ein, Kapitän Hakan Dursun soll zunächst bis zur Winterpause die Übungsarbeit übernehmen. Was dann kommt, ist offen. Bisher, so Kröner, habe er bei Gesprächen mit den Spielern keinen übermäßigen Abwanderungswillen festgestellt: „Aber das sind jetzt natürlich schwierige Verhandlungen, wenn man nicht weiß, wer Trainer wird.“

Hasper SV, Hagen, Hasper SV, Hagen
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  • Torsten Berger 04.12.2015 08:32 Uhr
    Nach dieser (absehbaren) Entwicklung stlle ich mir umso mehr die Frage, warum man die angedachte Fusion nicht weiter vorangetrieben hat. Oder wird es jetzt ein anderer Hagener Verein alleine in die Landesliga schaffen?

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