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Hannover - Ingolstadt
Blitzstart gegen den Aufsteiger

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Hannover 96
FC Ingolstadt
Hannover 96 FC Ingolstadt Foto: firo
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Hannover 96
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Unerwartet leicht hat Hannover 96 gegen den FC Ingolstadt den zweiten Heimsieg gefeiert. Im Premieren-Duell mit dem Aufsteiger gewann 96 am Samstag nach einem Blitzstart verdient mit 4:0 (3:0).

Weil die bisher auswärtsstarken Ingolstädter ihre zweite Niederlage in einem fremden Stadion kassierten, darf 96-Trainer Michael Frontzeck nach dem höchsten Saisonsieg tief durchatmen. In einer einseitigen Partie schossen vor 35 000 Zuschauern Marcelo (5.), Leon Andreasen (11.), Kenan Karaman (24.) und Uffe Bech (85.) die 96-Tore.

Elf Tage nach dem abgesagten Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden war es die erste Partie in der HDI-Arena. Mehr Polizisten passten auf - und mehr Ordner als bisher bei einem solchen Spiel üblich kontrollierten die Zuschauer, so dass sich vor der Arena Schlangen bildeten. Trotzdem pfiff Schiedsrichter Tobias Stieler pünktlich an, so dass einige Zuschauer die beiden schnellen Kopfball-Tore verpassten.

Scheunentor Ingolstadt

Zunächst drückte Innenverteidiger Marcelo unbedrängt eine Ecke von Miiko Albornoz ein. Danach köpfte der völlig frei stehende Andreasen eine gefühlvolle Flanke von Karaman ein. Die Ingolstädter erholten sich nicht von diesem Doppelschlag und kassierten schon bald den dritten Gegentreffer, als die letzten Zuschauer gerade im Stadion waren: Nach einem Konter über Artur Sobiech und Uffe Bech schlenzte Karaman den Ball über Keeper Ramazan Özcan ins Ingolstädter Netz. Nach 24 Minuten hatten die Ingolstädter bereits so viele Tore kassiert wie in den sieben vorherigen Spielen zusammen - die Partie war praktisch entschieden. Der Treffer von Bech war eine nette Zugabe für die feiernden 96-Fans.

Die bisher so starke Verteidigung, nach Zahlen die zweitbeste der Liga, bot gegen die bisher so heimschwachen Hannoveraner einen erschreckenden Eindruck. Und das lag nicht in erster Linie an Robert Bauer, der als Linksverteidiger nicht den schlechtesten Eindruck in der Viererkette machte. Der U20-Nationalspieler musste einspringen, weil sowohl Markus Suttner als auch Konstantin Engel verletzt fehlten, und seinen ersten Startelf-Einsatz schon nach 45 Minuten beenden.

Mehr Probleme als der Youngster hatte auf der anderen Seite Tobias Levels, der sich von Karaman einige Male ausspielen ließ, aber trotzdem nach dem Wechsel für Bauer als Linksverteidiger weiterspielen durfte. Aber vor allem das Innenverteidiger-Duo mit Marvin Matip und Benjamin Hübner zeigte sich ungewohnt unsicher. Hannover 96 nutzte die Verwirrung in der FC-Abwehr effektiv und schnell aus. Dabei ist die Offensive durch den Ausfall von Hiroshi Kiyotake geschwächt. Doch Leon Andreasen zeigte im zentralen Mittelfeld die rustikale Version eines Spielmachers und trieb seine Mitspieler zum höchsten Saisonsieg.

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