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VfL Bochum
Feuerwehrmann mit VfL-Blut

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Auch keine Meldung ist eine Meldung. Als der Pressesprecher am Sonntag informierte, dass Karsten Neitzel am Montag das Training leitet, stutzte Jedermann.

Zwei Tage nämlich hatte auch die RS-Redaktion die Verantwortlichen des VfL mit einer Flut von Anrufen bombardiert, ohne ein Feedback zu erhalten. Dabei waren die Aktivitäten hinter den Kulissen durchaus interessant. Schon am Freitagabend, rund eineinhalb Stunden nach dem Schlusspfiff des Aue-Desasters, waren fieberhafte Aktivitäten des Aufsichtsrates nicht zu übersehen. Nach dem leblosen Auftritt der Kicker war offensichtlich allen Beteiligten klar, dass etwas passieren muss.

So traf sich der Aufsichtsrat am Samstag um 15 Uhr, um über mögliche Konsequenzen der dramatischen sportlichen Entwicklung zu beraten. Dass Jens Todt zu diesem Treffen nicht geladen war, lässt nur einen Schluss zu: Die nächsten sechs Partien finden ohne den Sportvorstand statt.

Villis und Neururer treffen sich beim Golfen

Nach mehreren Stunden kontroverser Diskussionen vertagte sich der Aufsichtsrat auf den Sonntag. Zu diesem Zeitpunkt allerdings muss eine Entscheidung gegen Todt und Neitzel bereits gefallen sein, denn sonst wären die Gespräche von Sonntag nicht zu erklären. Da wurde Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Peter Villis im Gelsenkirchener Golfklub gesehen, wo er sich mit Peter Neururer traf und die beiden gegen 14.30 Uhr im Klubzimmer verschwanden. Neururer selbst bestätigte die Gespräche, sagte aber auch, dass es noch keine konkrete Anfrage gegeben habe.

Doch damit nicht genug. Nachdem sich der Aufsichtsratsboss mit seinen Kollegen kurzgeschlossen hatte, soll Neururer noch am Abend dem gesamten Aufsichtsrat Rede und Antwort gestanden haben. Sollte es zu einer Einigung gekommen sein, dann wird Neururer wohl innerhalb der nächsten 48 Stunden das Training des auf einen Relegationsplatz abgerutschten VfL Bochum übernehmen.

Kurios: Neururers Name geistert schon seit Tagen durch die Fan-Foren, was zwar nicht auf Informationen beruht, aber immerhin scheint es ein Indiz dafür zu sein, dass dem Gelsenkirchener mit VfL-Blut zugetraut wid, der Mannschaft neues Leben einzuhauchen. Neururers Verpflichtung ist eine große Chance für den VfL, den Sturz abzuwenden, für den Feuerwehrmann selbst vielleicht die letzte Möglichkeit, in seinen Traumjob Fußballtrainer zurückzukehren. Und vielleicht schließt sich ja der Kreis: Im Juni letzten Jahres erlitt Neururer auf dem Golfplatz einen Herzinfarkt, jetzt – inzwischen komplett genesen – könnte dort am Sonntagmittag sein „drittes Leben“ einen Anfang genommen haben.

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