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VfL Wolfsburg

"Situationen nicht gut gelöst"

Es sollte ein Fußballfest werden für den einzig verbliebenen deutschen Verein in der Champions League. Doch der VfL Wolfsburg muss um das Weiterkommen zittern.


Im Viertelfinal-Hinspiel gewannen die Wölfinnen gegen den russischen Meister FK Rossiyanka zwar mit 2:1 (2:0), konnten sich in Überzahl aber nicht entscheidend absetzen und müssen im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Moskau nun ums Weiterkommen bangen.

Auch für Trainer Ralf Kellermann war der Sieg "eine gefühlte Niederlage. Wir haben eine klasse erste Halbzeit gespielt und uns fünf oder sechs hundertprozentige Chancen erspielt. Leider haben wir aber nur zwei davon auch genutzt." Alexandra Popp (4.) und Martina Müller (31.) hatten die Gastgeberinnen in Führung gebracht. Von 1.971 Zuschauern angefeuert - der VfL wich aufgrund der Wetterbedinungen in die Volkswagen Arena aus und wollte sich von seiner besten Seite präsentieren - wollten die Wolfsburgerinnen nachlegen. Doch Rossiyanka stand so tief hinten drin, dass es dem Tabellenersten der Bundesliga die ganze restliche Zeit nicht gelang, die Phalanx zu durchbrechen.

"Situationen nicht gut gelöst"

Ein Problem war auch der zu Beginn der Partie einsetzende Schneefall. Nach der Halbzeit war das Kombinationsspiel der Gastgeberinnen nahezu unmöglich, was dem Gegner in die Karten spielte. Wolfsburg, die es dann irgendwann mit der Brechstange versuchten, schafften es auch nicht mit vier Stürmerinnen den Ball im Tor unterzubringen. "Trotzdem haben wir viele Situationen einfach nicht gut gelöst", merkte VfL-Coach Kellermann an. Und dann fiel der Gegentreffer zum 2:1 auch noch durch ein Eigentor von Josephine Henning direkt nach Wiederanpfiff (46.), was den Russinnen Rückenwind gab.

Im Rückspiel wollen seine Mädels das anders machen. Denn aus dem Wettbewerb ausscheiden wollen sie keineswegs. Und so sind sich alle im Team einig: "Wir müssen an uns glauben und zum zweiten Mal beweisen, dass wir die bessere Mannschaft sind“, sagte Lena Goeßling nach dem Schlusspfiff. Und auch Kellermann wollte den Abend positiv beenden. "Wir haben in dieser Pflichtspielsaison erst einmal verloren, haben also immer noch eine Menge Selbstvertrauen. Es geht darum, die richtigen Lehren zu ziehen. Und das werden wir für das Spiel in Moskau tun."
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