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Tom Moosmayer

"Das ist doof gelaufen"

Auf den letzten Drücker hatte Tom Moosmayer seinen Vertrag in Wuppertal aufgelöst und in Aachen unterschrieben. Doch statt bei Alemannia landet er in der Kreisliga A.


"Das ist natürlich doof gelaufen", kommentiert Moosmayer die Tatsache, dass der DFB der von der Insolvenz bedrohten Alemannia aus Aachen am letzten Tag der Wechselperiode noch verboten hat, Transfers zu tätigen. Doch statt sich zu ärgern, versucht der Ex-Wuppertaler das Beste aus der Situation zu machen. "Ich wollte wieder zurück nach Hause und da bin ich jetzt. Dann halte ich mich eben bei meinem Heimatverein fit und spiele mit meinem Bruder zusammen."

Der spielt mit dem FC Roetgen in der Kreisliga A, doch das stört den Mittelfeldspieler und ehemaligen WSV-Kapitän nicht. Im Gegenteil, denn so kann er sich mehr um seine berufliche Zukunft kümmern. Der Job bei der Aachen Münchener, einem der größten Alemannia-Sponsoren, ist ihm nämlich trotz des geplatzten Wechsels in die Domstadt sicher. "Ich werde in der Finanz- und Karriereplanung mit Sportlern zusammenarbeiten", erklärt er. "Das ist eine neue Chance für mich, im Berufsleben Fuß zu fassen."

Von heute auf morgen einfach Schluss

Das Schlimmste für Moosmayer ist nicht, dass er nicht für "seine" Alemannia auflaufen kann - "Es wäre schön gewesen, aber die Situation kann man nun mal nicht ändern" - sondern dass er sich von jetzt auf gleich von der großen Fußballbühne verabschieden muss. "Es ist einfach Schluss, zuende, ohne dass man sich vorher groß damit auseinandergesetzt hat. Es fällt mir sehr schwer, das zu akzeptieren." Zwar hätte der 33-Jährige durchaus weiter in der Regionalliga spielen können. Doch für Moosmayer war klar: "Ich will nach Hause. Ich wollte bei Alemannia auch nicht das große Geld verdienen. Ich wollte dem Verein helfen und die jungen Spieler in der zweiten Mannschaft führen."

Was nicht ist, kann ja noch werden, schaut "Moosi" optimistisch nach vorne. "Wenn ich was machen kann, dann bin ich für Alemannia da. Wer weiß, was in einem halben Jahr ist." Für ihn ist es erst einmal wichtig, dass sich die Aachener jetzt retten. Den Kontakt wird der Belgier auf jeden Fall weiter halten und vielleicht auch das ein oder andere Mal mittrainieren. Denn: "Bis zum Sommer habe ich das Fußballspielen ja nicht verlernt."
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