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VfL Bochum

Fabian gibt nicht auf

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Ein Kreuzbandriss ist eine langwierige Verletzung, die einen Profispieler erst einmal für eine halbes Jahr von der Bildfläsche verschwinden lässt.


Was soll da ein Spieler denken und sagen, wenn ihm so ein Missgeschick innerhalb von nur knapp eineinhalb Jahren gleich drei Mal widerfährt? Während andere längst die Versicherungssumme kassiert und sich einem neuen Berufsziel zugewandt hätten, schwitzt Patrick Fabian derzeit zwei Mal täglich in der Reha und will es noch einmal wissen.

Rückblick: Am 31. März 2011 in einem bedeutungslosen Testspiel bei Rot-Weiss Essen reißt sich Fabian das rechte Kreuzband. Kaum wieder hergestellt, spielt er während des Trainingslagers in der Türkei am 22. Januar 2012 gegen Alemannia Aachen und wieder reißt das Kreuzband. Doch damit nicht genug: Am 22. Juli letzten Jahres bereitet Andreas Bergmann seine Schützlinge im Trainingslager in Barsinghausen auf den Saisonstart vor und innerhalb von nur wenigen Sekunden reißt das rechte Kreuzband beim ersten Training erneut.

"Das Knie ist nicht zerstört"

Fabian verrät: „Nach dieser Verletzung habe ich mich völlig abgekapselt, habe mich selbst isoliert und habe auch privat niemanden an mich heran gelassen. Es war bisher sicher die schwerste Phase in meinen Leben.“ Was auch daran lag, dass fast niemand in seinem Umfeld daran geglaubt hat, dass der Innenverteidiger nach seiner Verletzungsmisere noch einmal angreifen würde. Fabian: „Immer wieder wurde mir gesagt ‚Mach Schluss‘, aber das wollte ich nicht hören.“

Fabian allerdings – mit einem gesunden Realismus ausgestattet – machte das einzig Richtige und sprach mit verantwortlichen Ärzten, allen voran seinem Operateur Dr. Alexander Rosenthal. Und der machte ihm Mut. Fabian: „Das Entscheidende ist, dass das Knie nicht zerstört ist. Diese Diagnose war für mich der Grund, es noch einmal zu probieren.“ Da für die Berufsgenossenschaft verschiedene Gutachten eingeholt werden mussten, bestätigte sich, was kaum einer geglaubt hat: Das Knie ist weiterhin sehr stabil.



Und so schuftet Fabian vier Stunden am Vormittag und eineinhalb Stunden am Nachmittag für sein Comeback und reagiert mit einer Trotzreaktion auf sich immer wiederholende wüste Gedanken. „Natürlich beschäftigst du dich damit, was passiert, wenn es wieder schief geht. Aber dann verdränge ich die Gedanken schnell, denn Jammern macht die Sache nur noch schlimmer.“

Der Abwehrspieler weiß ganz genau, dass in den nächsten vier Monaten wohl eine Entscheidung fällt, ob es mit dem Profifußball für ihn weiter geht. „Das nächste Comeback ist meine letzte Patrone.“ Und deshalb geht er noch behutsamer als schon zuvor mit den Vorbereitungen um. „Ich werde mich in den nächsten Wochen einem Totalcheck unterziehen, werde auch andere Ärzte und Therapeuten noch einmal auf mein Knie schauen lassen und erst, wenn ich vier Wochen lang das Mannschaftstraining ohne Unterbrechung durchhalte, habe ich das TÜV-Siegel, um wieder auf dem Platz zu stehen.“

Nicht an die Zukunft denken

Bei aller Vorfreude wird er nachdenklich. „Ich müsste lügen, wenn ich keine Angst vor einer erneuten Verletzung hätte, aber man muss die Angst dosieren, sonst kann man gleich aufhören.“
Dass sein Vertrag am 30. Juni ausläuft, interessiert ihn nicht. „Wenn es schief geht, muss ich eh etwas anderes machen.“ Und dann verrät er nicht ohne Stolz: „Ich habe mein Wirtschaftswissenschafts-Studium trotz aller sportlichen Missgeschicke weiter vorangetrieben und werde Ende des Jahres meinen Bachelor-Abschluss machen.“ Bis dahin horcht er in sich hinein, entwickelt keinen falschen Ehrgeiz. „Nachdem ich jetzt diese Mammut-Reha zum dritten Mal durchlebe, sind das für mich routinierte Abläufe. Mittlerweile weiß ich, was für meinen Körper das Richtige ist.“

Gefreut hat sich der 25-jährige Hagener, als er in der vergangenen Woche aus dem Trainingslager in der Türkei hörte, was Trainer Karsten Neitzel über ihn sagte: „Toll, dass der Trainer mich nicht vergessen hat und wie konzentriert ich mich auf mein Comeback vorbereite. So was gibt natürlich auftrieb.“

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