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F. Köln - WSV 1:1

Am Ende stachen die Joker

So richtig zufrieden war nach dem 1:1 am Freitagabend im Kölner Südstadion zwischen der Kölner Fortuna und dem Wuppertaler SV keiner der Beteiligten.


Während die Fortuna durch das Remis den Sprung auf Tabellenplatz eins verpasste, ärgerten sich die Wuppertaler, dass ihnen kurz vor Schluss der zum greifen nahe Sieg noch aus den Händen genommen wurde. Bis zur 87. Minute bibberten und froren die 512 Zuschauer bei einem uninspirierten Kick beider Teams, der sich den nasskalten, ungemütlichen, windigen Temperaturen anpasste. Stürmisch wurde auf es auf dem Platz indes nur gegen Ende.

Gefunden auf …


Zuvor waren lediglich eine Chance von Silvio Pagano (47.) auf der einen Seite und eine Möglichkeit für Robert Fleßers (57.) auf der anderen Seite erwähnenswert gewesen. Als sich alle schon längst mit einem enttäuschenden 0:0 abgefunden hatten, schoss der eingewechselte Florian Abel nach einer Ecke von Tom Moosmayer den Ball aus 18 Metern flach in die untere Ecke. 0:1 für den WSV. Doch die Schockstarre der Fortuna dauerte nur kurz. Nach einer Ecke der Gastgeber durch Silvio Pagano staubte der eingewechselte Massimo Cannizzaro in der Mitte ab zum 1:1 (89.). "Wenn du in der 89. Minute 0:1 hinten liegst, ist das natürlich ein glücklicher Punkt. Vom Spielverlauf her, hätten wir vielleicht ein bisschen mehr verdient gehabt", sagte der Torschütze der Fortuna.

Ein nach dem Spielverlauf gerechtes Ergebnis, wäre da nicht die Szene in der 78. Minute gewesen, als Michael Kessel im Wuppertaler Strafraum gelegt wurde. Alle rechneten mit einem Pfiff von Schiedsrichter Benjamim Bläser, doch die Kugel in seiner Pfeife war wohl festgefroren, anders kann man sich im nachhinein nicht erklären, dass er nicht zur Tat schritt und in sein Arbeitsgerät blies.

"Wir sind ein absolut faires Team, was die Kartenstatistik angeht. Es wäre die Aufgabe des Schiedsrichters gewesen, in dieser Szene zu pfeifen. Wir haben noch keinen einzigen Elfmeter zu Hause bekommen. Wir kriegen einfach keine Bevorteilung. Das kann ich langsam nicht mehr nachvollziehen", war Fortuna-Trainer Uwe Koschinat sichtlich angefressen. "Es wäre eine tolle Geschichte gewesen, wenn die Jungs sich mit einem Sieg in die Winterpause hätten verabschieden können. So waren wir am Ende auf der glücklichen Seite. Ob wir nun mit einem Punkt vorne an der Spitze sind, oder einen dahinter, das ist für mich zunächst einmal unerheblich."

Gäste-Coach Jorg Jung der auch im vierten Spiel seiner Amtszeit beim WSV Remis spielte, sah das Ganze etwas pragmatischer. "Elfer ist, wenn der Schiri pfeift. Die Leistung meiner Mannschaft war absolut ok, das Ergebnis ist ärgerlich, wenn du so kurz vor Schluss in Führung gehst, musst du das auch halten."

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