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FC Eilenburg

Kult-Keeper Piplica wieder im Tor

Er kann es nicht lassen: Tomislav Piplica, einer der schillerndsten Torhüter der Bundesliga-Geschichte, steht im Alter von 43 Jahren wieder zwischen den Pfosten.


Bei seinem Comeback schien es, als sei die Zeit für den 43-Jährigen Tomislav Piplica stehen geblieben. Der Körper noch immer drahtig, das lange Haar wie immer durch ein Stirnband gebändigt, und natürlich gab es auch einen typischen Piplica-Patzer.

Nach einem Lattenschuss prallte der Ball unglücklich vom Rücken des Torwarts zum Gegenspieler. Der anschließende Treffer zählte wegen Abseits nicht, trotzdem fühlte sich jeder der 320 Zuschauer in Eilenburg an Piplicas legendäres Eigentor vor mehr als zehn Jahren erinnert. Damals hatte der Kult-Keeper von Energie Cottbus gegen Mönchengladbach eine Bogenlampe falsch eingeschätzt und den Ball mit dem Hinterkopf zum 3:3 ins eigene Tor befördert.

Eilenburg steht Kopf

Das vielleicht kurioseste Eigentor der Bundesligageschichte machte Piplica zur Kult-Figur. Seit dem vergangenen Wochenende ist er aber auch wieder ein aktiver Torwart. Der neunmalige Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina steht für mindestens sechs Spiele beim sächsischen Landesligisten FC Eilenburg zwischen den Pfosten. Die Verpflichtung des schillernden Ex-Profis löste in der 16.000-Einwohner-Stadt 20 Kilometer nordöstlich von Leipzig einen großen Rummel aus.

"Bei uns ist der Teufel los, und Pipi ist mit Herzblut dabei. Er begrüßt hier jeden mit Handschlag, egal ob den Präsidenten oder den Platzwart", sagte Klubchef Gerd Stephan. Nachdem sich der Stammtorhüter bei einem Motorradunfall die Hand verletzt hatte, musste Piplica nicht lange zum Comeback überredet werden. "Seine Aufwandsentschädigung ist minimal, da bekommen andere Spieler in unserem Kader mehr", verriet Stephan.

"Bei meinen ganzen Trainergschichten habe ich gemerkt, dass ich selber noch mal spielen will"

Piplica geht es nicht ums Geld. Der Ehrgeiz hat ihn wieder gepackt. "Bei meinen ganzen Trainergschichten habe ich gemerkt, dass ich selber noch mal spielen will", sagte Piplica der Leipziger Volkszeitung. Und so kickt der Star, der 1987 mit Jugoslawiens Ausnahmekönnern wie Davor Suker und Pedrag Mijatovic U-20-Weltmeister wurde, in der sechsten Liga mit Spielern wie Björn Bergfeld und Christopher Blümel. Am Sonntag gehts zum Auswärtsspiel beim FSV Zwickau II.

Allerdings gibt es da ein kleines Problem: Eigentlich ist der Bosnier Trainer des benachbarten Bezirksligisten SC Hartenfels Torgau und obendrein auch noch Assistenzcoach der bosnischen Nationalmannschaft. Also pendelt er zwischen zwei Amateurklubs und der großen Fußball-Welt hin und her. Warum der ganze Stress? "Es ist die pure Lust und der Spaß am Fußball."

Zwei Autogrammkarten in einem Jahr

Mit dieser Einstellung hatte der Keeper mit dem Hang zu riskanten Ausflügen früher schon die Cottbuser Fans mitgerissen. Sie wählten ihn nicht nur wegen seiner spektakulären Paraden, sondern auch wegen seiner Extravaganz zweimal zum Spieler des Jahres. In der Saison 2004/05 zum Beispiel hatte Piplica als einziger Bundesligaspieler gleich zwei Autogrammkarten - jeweils mit einer anderen Frisur. "Mich fragten viele Fans, warum es von mir keine Bilder ohne Zopf geben würde. Da wollte ich diese Nachfrage bedienen", erklärte Piplica.

In Erinnerung bleibt von seiner Karriere aber vor allem das kuriose Eigentor, das ihm sogar einen Fernsehauftritt bei TV-Moderator Stefan Raab brachte. Vor einem Jahr hatte Piplica über seinen Fauxpas gesagt: "Das ist mir bis heute peinlich. Wegen dieses Tores bin ich für die Leute nur der Pleiten-Piplica." Auf keinen Fall aber für die Leute in Eilenburg.
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