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Schwatz auf gelb
Boykott in Hamburg ein kleiner Erfolg

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„Diese Preise werden bestreikt“, prangte in roten Lettern vor dem Gästeblock. Wo sonst Fahnen wehen und Schlachtrufe ihren Ursprung haben, klaffte eine Lücke.

So sieht es aus, wenn BVB-Fans die Preisgestaltung des Hamburger SV boykottieren. Rund 700 Gästefans waren dem Aufruf der Kampagne „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ gefolgt und verließen den Fanblock unmittelbar nach Anpfiff des Bundesligaspiels zwischen Borussia Dortmund und dem HSV, um ein deutliches Zeichen gegen die Mondpreise des Gastgebers zu setzen.

Aktion findet viel Beachtung

Hintergrund: Einmal mehr hatten die Hanseaten aus Sicht der „Kein Zwanni“-Kampagne inakzeptable Ticketpreise ausgerufen. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der BVB als einziger Bundesligaverein neben dem FC Bayern in die höchste Preiskategorie A+ gestuft wurde. Besonders die Sitzplätze sorgten für Unmut, zwischen 40 und 94 Euro sollten für sie über die Ladentheke wandern. Vorverkaufsgebühr exklusive. Und weil die Gespräche darüber zwischen Initiatoren und HSV-Verantwortlichen im Vorfeld weitestgehend ereignislos verliefen, riefen die Dortmunder, wie bereits in der letzten Saison, erneut zum Protest auf.

So blieb der in Hamburg traditionell so farbenfrohe und lautstarke Gästeblock über weite Strecken der Partie ohne große Regung. Sämtliche Medienvertreter waren im Vorfeld über die Aktion informiert worden und verfolgten das Geschehen in den Minuten nach dem Anpfiff mit großem Interesse. Pay-TV-Sender Sky zum Beispiel machte den Protest und dessen Hintergründe zum Teil seiner Live-Berichterstattung vor, während und nach der Partie. Auch die ARD-Sportschau zeigte im Anschluss bewegte Bilder.

Karten für ein Gastspiel des BVB in Hamburg sind immer äußerst begehrt. Der Deutsche Meister steht aktuell nicht nur für attraktiven Fußball, sondern besitzt gerade im hohen Norden zahlreiche Umlandfans, die äußerst selten die Möglichkeit haben, ihre Borussia live im Stadion zu erleben – und doch waren am Spieltag noch Karten für die Heim- und Gästeblöcke an den Tageskassen zu erwerben. Ein kleiner Erfolg.

Der „Kein Zwanni“-Kampagne haben sich mittlerweile übrigens auch Fans des FC Bayern, vom FSV Mainz und dem HSV angeschlossen.

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  • Peter68 25.09.2012 19:52 Uhr
    so ist recht. es gibt kein spitzenspiel in der Bundesliga. alle spiele sind ganz normale liga spiele. und rechtfertigt keine Preiserhöhung. wo bleibt da der dfb.

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