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Serkan Calik
Fassungslos über angebliche Verhaftung

Serkan Calik saß auf einem Sofa im Ruhrgebiet, als er erfuhr, dass er gerade in ein türkisches Gefängnis eingewandert war. Nun leistet er Aufklärungsarbeit.

Als Serkan Calik am Sonntag vor dem heimischen Sofa im Ruhrgebiet den Fernseher eingeschaltet hat, staunte er nicht schlecht. Wenn er es nicht besser gewusst hätte, hätte er fast selbst geglaubt, was über ihn in den türkischen Medien verbreitet wurde und am Montag auch Einzug in die deutschen Redaktionen gehalten hat.

Demnach soll der ehemalige U21-Nationalspieler in Ankara nach einer Razzia im Zuge der Ermittlungen um Spielmanipulationen in der türkischen Süper Lig verhaftet worden sein und seit Wochenbeginn in einem örtlichen Gefängnis sitzen. Dem ist aber nicht so.

„Alles, was in diesen Artikeln verbreitet wurde, ist nicht richtig. Wir sind fassungslos“, sagte Caliks Berater Konstantin Liolios, der unter anderem auch den Dortmunder Profi Kevin Großkreutz betreut, gegenüber RevierSport.

Statt in der Türkei im Knast auf seine Aussage im Ermittlungsskandal zu warten, arbeitet Calik, wie mit seinem Verein Genclerbirligi Ankara abgestimmt, nach einer Verletzung am Fußgelenk noch bis zum 10. Juli in einem Duisburger Rehazentrum planmäßig an seinem Comeback. „Ich schwöre, dass ich auch an keiner Manipulation beteiligt war oder bin. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und ein reines Gewissen“, weist Calik alle Vorwürfe von sich.

Fenerbahce Istanbul konnte in der abgelaufenen Saison erst am letzten Spieltag durch einen 4:3 Erfolg bei Sivasspor die 18. Meisterschaft erringen und ist nun alleiniger Rekordtitelträger am Bosporus. Neben diesem Spiel soll unter anderem auch der 4:2 Erfolg des ehemaligen Daum-Clubs bei Genclerbirligi vom 7. März 11 im Fokus der Ermittler stehen. Serkan Calik wurde in diesem Spiel beim Stand von 2:2 in der 52. Minute ausgewechselt.

Neben Istanbuls Präsident Aziz Yildirim wurden im Zuge der Ermittlungen im Rahmen einer Großoperation einer türkischen Spezialeinheit am Sonntag weitere 40 Personen festgenommen und werden seitdem durch die Ermittlungsbörden verhört. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan lobte inzwischen das rigorose Vorgehen als richtigen Schritt in Richtung Rechtsstaatlichkeit seines Landes.

Für Calik ist es hingegen ein Albtraum. „Ich habe auch weder durch meinen Verein, noch die türkischen Ordnungsbehörden eine Information erhalten, dass ich mich dort melden soll“, hofft der Stürmer vielmehr auf ein schnelles Ende des Spuks.

Vor der Saison 2007/2008 war Calik zusammen mit seinem Vereinskollegen Baris Özbek vom damaligen Zweitligisten Rot-Weiss Essen zu Galatasaray Istanbul gewechselt. Anders als Özbek entschied sich Calik als Senior für eine Nationalmannschaftskarriere in der Türkei. Dort absolvierte er jedoch bislang nur ein Länderspiel für das Sichtungsteam des Landes.

Nach einer schweren Knieverletzung wechselte er im Winter 2010 zum Hauptstadtklub Ankara. In der vergangenen Saison bestritt der Stürmer 27 Spiele. Sein Vertrag bei Gencerbirligi läuft noch bis zum Sommer 2012. Am 11. Juli will der Stürmer in die Türkei zurückkehren, um bei seinem Klub in die Saisonvorbereitung einzusteigen.

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