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RS-Niederrheinpokal
KFC dreht harten Pokalfight in Wuppertal

Foto: F. Topoll

Im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure stieg am Samstag auch das Endspiel im RevierSport-Niederrheinpokal. Drittligist KFC Uerdingen besiegte den eine Klasse tiefer spielenden Wuppertaler SV am Ende knapp mit 2:1 (1:1). 

Beide Kontrahenten waren vor dem Traditionsduell bis in die Haarspitzen motiviert. Denn der letzte Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals lag für beide Teams eine halbe Ewigkeit zurück. Wuppertal schaffte den Coup zuletzt im Jahr 2007, die Krefelder feierten ihren letzten Titelgewinn vor 18 Jahren. Für Uerdingen-Trainer Heiko Vogel war es ganz nebenbei der dritte Pokalsieg in seiner Trainerkarriere. Zuvor hielt der 47-Jährige die Landestrophäe bereits beim FC Basel (2012) sowie bei seinem letzten Arbeitgeber Sturm Graz (2018) in den Händen.

Vor stattlicher Kulisse im Stadion am Zoo, über 10.000 Fans fanden den Weg ins sonnige Wuppertal, jubelten zunächst die Hausherren, die im eigenen Stadion offiziell als Gast aufliefen. Silvio Pagano brachte den WSV schon nach acht Minuten mit 1:0 in Front - vorausgegangen war ein dicker Abstimmungsfehler in der Uerdinger Hintermannschaft. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Eine starke Kombination über Maurice Litka, der früh für den verletzten Johannes Dörfler ins Spiel kam, sowie den auffälligen Osayamen Osawe veredelte Roberto Rodriguez zum 1:1-Pausenstand (18.).

Pyro, Böller und Polizei im KFC-Block

Ab der Halbzeitpause dann Ärger im Uerdingen-Block, als eine große Anzahl von Polizisten Richtung Fans stürmte. Einige Anhänger sollen versucht haben ein Tor zu öffnen, um auf den Platz zu gelangen. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff musste Schiedsrichter Kevin Domnick die Partie dann kurzzeitig unterbrechen - der Grund: Das Zünden zahlreicher Bengalos und Böller der KFC-Anhänger. Die Situation war schnell beruhigt.

Auf dem Rasen übernahm danach der Drittligist die Kontrolle und schnupperte mehr und mehr am Führungstreffer, als der tapfere WSV. Die Folge: Das verdiente 2:1 für Uerdingen durch Osawe (72.). Harte Zweikämpfe und Rangeleien, auch auf dem Weg in die Kabine, wie die zwischen Kevin Großkreutz und Gaetano Manno, prägten ein hochintensives Duell, das der KFC Uerdingen aufgrund einer starken zweiten Halbzeit verdientermaßen für sich entscheiden konnte. Bitter für den WSV: In der Nachspielzeit vergaben die Hausherren zwei unfassbare Chancen zum Ausgleich.

Für den Aufsteiger und Tabellenelften der 3. Liga war es der versöhnliche Abschluss einer turbulenten und zugleich enttäuschenden Saison. Der finanziell angeschlagene Wuppertaler SV hingegen muss ohne Einnahmen für den DFB-Pokal planen.

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