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Parallelen zu 2009
Preußen Münster im DFB-Pokal "kurz vor Sensation"

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Parallelen zu 2009: Preußen Münster im DFB-Pokal "kurz vor Sensation"
Foto: dpa

Vor 11.037 Zuschauern lieferte Preußen Münster einen beachtlichen Kampf gegen Hertha BSC. Die Hildmann-Elf verpasste beim 1:3 aber die Sensation.

Am 1. August 2009 war der Hauptstadtklub schon mal beim SC Preußen Münster zu Gast – ebenfalls im DFB-Pokal, ebenfalls unter der Leitung von Schiedsrichter Frank Willenborg. Und damals wie heute endete die Partie aus Müsteraner Sicht mit einer 1:3-Niederlage. Vor zwölf Jahren in der Startelf der Berliner: ein gewisser Pál Dárdai, aktueller Trainer der wiedererstarkten Hertha, die mit dem Rückenwind von zwei Bundesliga-Siegen in Serie zur Pokal-Neuauflage gereist war. Letztendlich mit Erfolg.

Doch ein Selbstläufer war auch Dárdais Münster-Premiere als Trainer nicht, denn der Regionalligist verkaufte sich über 90 Minuten mehr als teuer. Weil mit Ishak Belfodil (79. Spielminute) und Marco Richter (83.) gleich zwei Joker aus Berlin späte Tore erzielten, musste sich die Hildmann-Elf zwölf Jahre nach der ersten Pokal-Pleite aber erneut mit 1:3 geschlagen geben – ganz zur Freude des Übungsleiters der „Alten Dame“ aus der Hauptstadt. „Dass es ein schwieriges Pokalspiel werden wird, wussten wir vorher“, zollte der 45-jährige Ungar dem Underdog aus Münster nach dem 90-minütigen Kräftemessen größtmöglichen Respekt. Dárdai weiter: „Glückwunsch an den Gegner, der Auftritt hat mir sehr gut gefallen.“

Münster mit Kampf und Spielwitz

Und auch Münsters Trainer Sascha Hildmann gefiel der Auftritt seiner Mannschaft, die kurz vor der Pause einen Remberg-Platzverweis hinnehmen musste und selbst in 45-minütiger Unterzahl keinen Dreiklassenunterschied erkennbar werden ließ. „Ganz großes Kompliment an meine Mannschaft“, betonte der SCP-Coach, „wie wir bis zum Schluss gefightet haben, war aller Ehren wert.“ Doch Münster kam nicht nur über den Kampf, sondern bot den Berlinern auch fußballerisch Paroli. Den mutigen Ansatz erklärte Hildmann so: „Hinten reindrängen lassen ist nicht unser Spiel.“

Und genau mit dieser Art, gegen einen vermeintlich haushohen Favoriten Fußball zu spielen, erspielten sich die Adlerträger einige Hochkaräter, die durchaus zu einem anderen Spielausgang hätten führen können. Das wusste auch Hildmann, der nach dem VfL Wolfsburg nur allzu gern den zweiten Fußball-Bundesligisten aus dem Pokal geworfen hätte. „Die Sensation war möglich, wir standen kurz davor“, sagte Hildmann nach Spielschluss. Am Ende setzte sich die individuelle Qualität der Berliner Hertha dann aber doch durch.

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Foto: Thorsten Tillmann.
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jednajedna 2021-10-26 23:05:56 Uhr
Kompliment an diese Preußen !!!!
MS-Adler 2021-10-26 23:49:57 Uhr
Am Anfang sah das gar nicht gut aus. Preußen hat sich dann rein gekämpft und nicht unverdient ausgeglichen. Tja und wenn man Gelb hat (musste man nicht geben) lässt man sich nicht im 16er fallen. Der ganze Schwung wich Ernüchterung.

Trotzdem hat man dann in der 51. Minute dann in Unterzahl die Chance in Führung zu gehen. Sowas muss dann halt sitzen, wenn du gegen Hertha in Unterzahl was reißen willst. Hertha hat uns dann nicht dominiert, aber wenn man dann noch Serdar, Richter und Belfodil von der Bsnk kommen lassen kann höhlt steter Tropfen dann den Stein. Imponierend das man nach dem 1:3 noch 3 dicke Dinger hat…

Mund abputzen. Die Stimmung hat sich nach den eher durchwachsenen Monaten September und Oktober aber wieder besser. Selber zwischen den Tribünen klappte es an einigen Stellen mit gemeinsamen Support. Ich hoffe ja immer noch auf ein voll überdachtes Stadion vor meinem 50. Geburtstag 2026 :-)
boh 2021-10-27 01:11:03 Uhr
der Adler ist halt ein alter weisser Mann
asaph 2021-10-27 11:29:57 Uhr
Schade! Hätte Pruessen das Weiterkommen gegen den UNGELIEBTEN Hauptsatdtclub gegönnt. Ich hoffe die kleine Serie von Hertha reisst jetzt wieder und sie orientieren sich wieder nach unten. Der Club von Lars sowieso ist für mich klarer Abstiegskandidat neben Fürth und Bielefeld!

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