Regionalliga West

Herkenrath-Stürmer auch bei Zweitligisten im Visier

Foto: Lutz Großmann

Beim Regionalliga-Aufsteiger TV Herkenrath gehen sportlich langsam aber sicher die Lichter aus. Dem abgeschlagenen Schlusslicht droht schon in der Winterpause der Abgang eines Leistungsträgers.

Das Abenteuer Regionalliga dürfte für den TV Herkenrath bereits nach einem Jahr beendet sein. Nach 18 Spielen hat der Klub aus Bergisch Gladbach bereits zehn Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Vor allem die jüngste Entwicklung ist besorgniserregend. Aus den letzten zehn Spielen sprang nur ein Punkt heraus. Das ist die Bilanz eines Absteigers.

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd in der Rückrunde wird durch den möglichen Abgang eines Leistungsträgers gedämpft. Denn wie diese Redaktion erfuhr, könnte Linksaußen Vincent Geimer den Verein in der Winterpause verlassen. Der 26-Jährige gehört zu den wenigen Akteuren im Kader der Herkenrather, die in dieser Saison überzeugen konnten. In 17 Meisterschaftsspielen gelangen ihm sechs Treffer und vier Torvorlagen. Zudem führte er seine Mannschaft im Mittelrheinpokal mit einem Tor und zwei Vorlagen zu einem 4:3-Sieg gegen den Ligarivalen Bonner SC. Am 28. November kann er sein Können im Viertelfinale gegen den Drittligisten Fortuna Köln unter Beweis stellen.

Ligarivalen Viktoria Köln und Straelen wollen Herkenrath-Stürmer Geimer

Der dribbelstarke Angreifer spielt seit 2016 für den TVH und führte den Klub mit seinen Toren in die vierte Liga. Nun hat er sich mit seinen Leistungen in die Notizbücher anderer Vereine gespielt. Klubs aus der zweiten und dritten Liga haben den ausgebildeten Polizisten beobachtet, unter anderem der SC Paderborn. Konkretes Interesse gibt es von einem Erstligisten aus Österreich und dem SV Straelen. Geimer versucht das Interesse an seiner Person auszublenden: "Ich konzentriere mich auf meine Aufgabe beim TV Herkenrath und möchte dabei helfen, dass wir die Klasse doch noch halten. Sollte es konkrete Anfragen geben, wird sich mein Berater Benjamin Lowens darum kümmern", sagte er auf RevierSport-Nachfrage.

Geimer, der seit zwei Wochen vom ehemaligen Bochumer Tomasz Zdebel trainiert wird, ist nicht der einzige Herkenrath-Spieler, der trotz der schwachen Bilanz des Teams positiv auf sich aufmerksam machen konnte. Auch sein Sturmkollege Lars Lokotsch (22) spielt eine starke Saison und traf bereits neun Mal in 18 Spielen. Zusammen war das Duo für 15 von insgesamt 23 Treffern des Aufsteigers verantwortlich. Offensiv wusste Herkenrath bisher zu gefallen, die Defensive (52) konnte jedoch kein Regionalliga-Niveau nachweisen. Sollte der Klub neben Geimer auch Lokosch im Winter verlieren, dürfte dem Verein eine unangenehme Rückrunde bevorstehen.

Autor: Martin Herms

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19.11.2018 - 20:54 - weinharry1907

dann kann man den besten Schauspieler der 4. Liga demnächst im TV verfolgen. RESPEKT Vinni