RWO-Trainer Terranova

"Das ist die Zukunft"

ntz
30. April 2018, 08:07 Uhr

Foto: Bohla

Der RWO-Trainer setzte auch beim 1:1-Remis im Derby gegen Rot-Weiss Essen auf junge Spieler.

Nur gut, dass es den Pokal gibt. Sonst würde es am Ende dieser Saison keinen Sieger im Derby der Rot und Weiß tragenden Spitzenklubs aus Oberhausen und Essen geben. Darauf ist noch bis Pfingstmontag, 21. Mai, zu warten. War das Match am Freitagabend nun eine „Generalprobe“ oder nicht?

Mike Terranova auf RWO-Seite hatte diese Frage schon im Vorfeld verneint, weil jedes Spiel eigenen Charakter trüge und ein Pokalspiel erst recht. Außerdem – aber das weiß man erst seit dem letzten Freitag – wird zumindest RWO in anderer Besetzung antreten. Während der Kontrahent aus Essen zum zweiten Male in Folge unverändert auflief, spielte für RWO die „derzeit beste Elf“, wie es Sportleiter Jörn Nowak formulierte.

RWO muss(te) auf viel Stammpersonal verzichten

Es fehl(t)en bei den Kleeblättern diverse Akteure, die entweder aktuell oder in der Hinrunde zu den Stammkräften zählten: Patrick Bauder, Daniel Heber (beide gesperrt, zum nächsten Spiel einsatzbereit), Jannik Löhden (am Freitag am Meniskus operiert), Patrick Schikowski (muskuläre Probleme am Rücken), Felix Haas (Ellbogenbruch, ab dieser Woche wieder im Training), Jasper Stojan (Kreuzbandriss) sowie Alexander Scheelen (erkrankt).

„Verlegenheitsmannschaft“ also gegen RWE? Das sah Organisator und Passgeber Maik Odenthal anders: „Nein, man hat nicht immer alle Spieler da, dafür hat man einen Kader. Wir haben es insgesamt ganz gut gemacht, müssen aber einfach den Deckel draufmachen. Direkt nach dem 1:0 gibt es Chancen, in der zweiten Halbzeit auch noch. Wir haben so lange geführt, dann will man als Sieger vom Platz.“

Marvin Lorch mit starker Leistung gegen Essen

In den Vordergrund hat sich in den letzten Wochen Marvin Lorch gespielt, der gegen Essen sein bislang wohl bestes Spiel absolvierte. Der 22-Jährige – von Terranova in der Landesliga „entdeckt“ - findet gut, dass der Trainer so auf den Nachwuchs setzt: „Das bringt frischen Wind und zeigt, dass er Vertrauen hat. Das muss man aber auch zurückgeben..“ Mit Mike Jordan und Rinor Rexha zeigten sich zwei aktuelle A-Jugendliche dem heimischen Regionalliga-Publikum, und Terranova sieht darin den Weg in die Zukunft: „Das macht unheimlich Bock, junge Leute zu entwickeln und sie dann präsentieren zu können. Das ist die Zukunft.“

Und der Niederrheinpokal, der mal wieder eher ein Rhein-Herne-Kanal-Pokal ist? „Wir haben noch drei Spiele“, sagt der Cheftrainer, „und die wollen wir alle gewinnen.“ Ganz besonders das zu Pfingsten. . .

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