Kreisliga B 1 DU-MH-DIN

Raadt II überrascht den Spitzenreiter

17. März 2014, 16:16 Uhr

Die große Überraschung am 18.Spieltag in der Kreisliga B 1 DU-MH-DIN gelang ganz eindeutig der Zweitvertretung des SV Raadt.

Beim Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten TB Heißen holten die schwer vom Abstieg bedrohten Weiß-Grünen ein mehr als respektables 1:1-Unentschieden. Alexander Huben konnte in der 39. Minute den drei Zählerumdrehungen zuvor erzielten Führungstreffer des Turnerbundes von Markus Reymann ausgleichen. Auch eine knapp 15-minütige Überzahl zum Spielende aufgrund einer Roten Karte für Raadt II konnte Heißen nicht zum Siegtreffer nutzen.

Die Einstellung macht den Unterschied

Entsprechend enttäuscht war TB-Trainer Slavko Franjic nach Spielende: "Meine Mannschaft hat mich nicht nur von der Einstellung her, sondern auch spielerisch enttäuscht. Wir haben 90 Prozent Ballbesitz, schlagen aber die ganze Zeit nur lange Bälle nach vorne. Zu allem Überfluss pennen wir dann auch noch bei einer Standardsituation und kassieren kurz nach der Führung das schnelle Gegentor. Insgesamt betrachtet haben wir uns selber geschlagen", konstatierte Franjic. Sein Trainerkollege Matthias Dischert zeigte sich hingegen nach dem Abpfiff begeistert: "Den Punkt haben sich die Jungs absolut verdient, weil wir über 90 Minuten leidenschaftlich gekämpft haben. Wir besaßen zwar kaum Spielanteile, aber hätten bei besser ausgespielten Kontern sogar noch die Chance gehabt, uns drei Zähler zu sichern."

Heißen unter Zugwang

Da der direkte Konkurrent im Kampf um den Aufstieg, die Zweitvertretung des 1. FC Mülheim, sein Heimspiel gegen den MSV 07 III mit 2:1 gewann, sind die Styrumer nun punktgleich mit dem Turnerbund. Slavko Franjic ist sich der Drucksituation vor dem kommenden Heimspiel gegen den PSV Duisburg 1920 bewusst: "Dieses 1:1 war ein gewaltiger Schuss vor den Bug. Wer jetzt nicht endlich aufwacht und Gas gibt, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Wir müssen endlich hinten wieder kompakt stehen und anfangen, vernünftig Fußball zu spielen".

Fakt ist: Alles andere als der direkte Wiederaufstieg käme für den Verein vom Mühlenfeld einer Katastrophe gleich.

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