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DEG: Defensiver und cleverer - Adler gefeiert

DEG: Defensiver und cleverer - Adler gefeiert

Noch lange nach der Schlusssirene feierten die Fans ihre Stars. I

In nur vier Wochen haben die Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) das Debakel der Vorsaison vergessen lassen und sich mit ihrem Anhang versöhnt. `Der Aufschwung tut gut nach der verkorksten letzten Spielzeit´, sagte Nationalspieler Christoph Ullmann nach dem 3:1-Sieg gegen Neuling Straubing Tigers, mit dem der Titelfavorit die Tabellenführung behauptete. Nachdem der DEL-Rekordmeister in der vergangenen Saison erstmals die Playoffs verpasst hatte, schickt er sich jetzt an, die hohen Erwartungen zu erfüllen. `Das harte Training im Sommer zahlt sich jetzt aus. Deshalb sind wir Spitzenreiter´, erklärte Ullmann, der mit seinen Teamkollegen von Trainer Greg Poss bereits lange vor Saisonbeginn zu den ersten Übungseinheiten gebeten worden war: `Viele Spiele werden erst kurz vor Schluss entschieden, da ist unsere gute Kondition entscheidend.´ Gegen den Aufsteiger hatten sich die Kurpfälzer allerdings selbst zuzuschreiben, dass es bis kurz vor Schluss spannend war. `Wir haben unsere Torchancen nicht ausgenutzt´, meinte Ex-Bundestrainer Poss. Erst dreieinhalb Minuten vor Schluss sicherte Ullmann den siebten Saisonsieg. Einen schwierigeren Start in die neue Saison hatte Vizemeister DEG Metro Stars erwischt. Nach dem 2:1 gegen die Iserlohn Roosters wähnen sich die Düsseldorfer nun allerdings auf dem richtigen Weg. `Nach drei Niederlagen in den ersten vier Spielen haben wir die Taktik umgestellt. Wir spielen jetzt defensiver und cleverer´, sagte Manager Lance Nethery nach dem vierten Sieg in Folge und gab zu: `Wir spielen derzeit nicht das schönste Eishockey, aber wir brauchen Punkte und Siege.´ Mit den sportlichen Erfolgen will der Altmeister auch endlich seine Fans für seine neue Heimat begeistern. Gegen Iserlohn kamen 7391 Zuschauer in den ISS Dome, immerhin 2000 mehr als zuletzt, aber immer noch weniger, als die Verantwortlichen vor dem Umzug von der Brehmstraße ins neue Domizil erwartet hatten. `Über den sportlichen Erfolg wollen wir Zuschauer gewinnen´, beschrieb DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp die Strategie, Geld für Werbung sei im Etat nicht vorgesehen, `wir warten ab, weil wir es uns wirtschaftlich leisten können´. Mit den Branchenführern können die Düsseldorfer, die durch den Umzug zu den Großen aufschließen wollten, noch nicht mithalten. 57. 221 Fans sahen die fünf Heimspiele der Mannheimer Adler in ihrer futuristischen SAP-Arena, gar 59.466 Zuschauer strömten zu den Haien in die Kölnarena, immerhin 44.155 wollten die bislang fünf Partien der Hamburg Freezers sehen. Dagegen nehmen sich die 25.749 Besucher der vier DEG-Heimspiele bescheiden aus. Sportlich auf dem Weg nach oben sind auch die Hannover Scorpions unter Ex-Bundestrainer Hans Zach. `Es ist genau das aufgegangen, was wir wollten´, meinte der Bad Tölzer nach dem 3:1 der Niedersachsen bei den Augsburger Panthern: `Wir haben aus einer starken Defensive gespielt, und Augsburg hat nicht den Schlüssel gefunden, unsere Defensive zu knacken.´ Mit Zachs Defensivsystem und vier Siegen aus den vergangen fünf Spielen sind die `Skorpione´ schon auf Platz vier geklettert.

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