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Nach Sieg über S04 II
SVR-Trainer poltert gegen Verband und zieht DDR-Vergleich

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Nach Sieg über S04 II: SVR-Trainer poltert gegen Verband und zieht DDR-Vergleich
Foto: Thorsten Tillmann

Der SV Rödinghausen hat die Zweitvertretung des FC Schalke 04 mit 2:0 besiegt. Doch so richtig konnte sich SVR-Trainer Carsten Rump über den Sieg nicht freuen.

Für die Reserve des FC Schalke 04 war beim SV Rödinghausen nichts zu holen. Yassin Ibrahim (11.) und Pascal Kurzen (44.) sorgten für einen 2:0-Erfolg der Ostwestfalen.

Jakob Fimpel, Trainer der S04-Zweitvertretung, wollte nach den 90 Minuten im Wiehenstadion auch gar nicht lange drumherum reden. Fimpel bilanzierte: "Wenn man die 90 Minuten sieht, dann hat Rödinghausen verdient gewonnen. Wir sind gut reingekommen, haben aber mit dem ersten Gegentor den Faden verloren. Wir haben die erste Halbzeit weggeschmissen. In der zweiten Hälfte wollten wir noch etwas machen. Wir wussten, dass Rödinghausen eine Englische Woche in den Knochen hatte. Aber wir konnten die wenigen Chancen nicht nutzen. Es war ein cleverer Sieg für Rödinghausen."

Nach der kurzen Analyse gab er das Wort an seinen Trainerkollegen Carsten Rump weiter. Wer nun dachte, dass der Rödinghausen-Coach die 90 Minuten analysieren und seine Mannschaft loben würde, der wurde eines Besseren belehrt.

Ich habe das Gefühl, dass wir die Saison gar nicht spielen müssen, sondern wir machen das so wie früher in der DDR: BFC Dynamo wird Meister und alle anderen spielen um Platz zwei. Es ist so einseitig.

Carsten Rump

In Fußballlehrer Rump hat sich in den vergangenen Tagen, Wochen einiges an Ärger aufgestaut und diesem ließ er auf der Pressekonferenz nach dem Sieg über Schalke II freien Lauf. Der Verband und auch der SC Preußen Münster bekamen ihr Fett weg.

"Ich bin schon etwas sauer, da bin ich ehrlich. Wenn ich sehe, dass wir zwei Englische Wochen hintereinander angesetzt bekommen, dann finde ich das bodenlos. Wenn bei Münster das Spiel ausfällt, so wie jetzt gegen Aachen, dann schieben sie sich das Nachholspiel auf Ende September, wo sowieso spielfrei ist. Wir müssen jetzt zwei Englische Wochen spielen und suchen uns einen Testspiel-Gegner für September", sagte Rump.

Der 41-Jährige wühlte noch weiter in der Vergangenheit und erinnerte sich: "Das alles erinnert mich ein wenig an das Westfalenpokal-Finale, wo wir im Vorfeld eine E-Mail bekommen, in der es heißt, dass die Auslosung irgendwo stattgefunden und ergeben hat, dass das Finale in Münster ausgetragen wird. Obwohl kein einziger Offizieller von uns bei der Auslosung dabei war. Ich habe das Gefühl, dass wir die Saison gar nicht spielen müssen, sondern wir machen das so wie früher in der DDR: BFC Dynamo wird Meister und alle anderen spielen um Platz zwei. Es ist so einseitig."

Ich habe auch das Gefühl, dass wir uns für die letzte Niederlage entschuldigen müssen. Drei Spiele, sechs Punkte, da scheint auch der Zweier-Schnitt wohl zu wenig zu sein. Ich hoffe, dass wir jetzt alle mit neun Punkten aus vier Spielen beruhigen konnten.

Carsten Rump

Nach seinem Klartext in Richtung Verband und Münster widmete sich Rump dann doch noch seiner Mannschaft. Rump: "Deshalb ziehe ich auch aufgrund des harten Programms den Hut vor meinen Jungs, die sich hier so reingeschmissen haben. Uns haben auch zwei, drei sehr wichtige Spieler gefehlt. Aber auch die Neuen, die reingekommen sind, haben ihre Leistung gebracht. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben und werden jetzt regenerieren."

Zum Schluss gab er aber den Funktionären einen mit. "Noch einmal danke an den Verband für die Ansetzungen. Wir werden am Mittwoch im Pokal alles reinschmeißen. Uns werden so viele Steine in den Weg geworfen, dass ist unglaublich. Aber: Ich sehe Rödinghausen ein wenig wie das kleine gallische Dorf. Das ist auch geil. Wir machen weiter und mal schauen, wie lange wir da oben mithalten können."

Und einmal in Fahrt beendete Rump die Pressekonferenz mit einer Kritik am Rödinghauser Umfeld, das wohl nur schwer zufriedenzustellen ist. "Ich habe auch das Gefühl, dass wir uns für die letzte Niederlage entschuldigen müssen. Drei Spiele, sechs Punkte, da scheint auch der Zweier-Schnitt wohl zu wenig zu sein. Ich hoffe, dass wir jetzt alle mit neun Punkten aus vier Spielen beruhigen konnten. Im letzten Jahr waren es ja null Punkte aus den ersten vier Partien."

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