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Neidhart trotz Sieg nicht zufrieden

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RWE: Neidhart trotz Sieg nicht zufrieden
Foto: Thorsten Tillmann

Regionalligist Rot-Weiss Essen hat im Testspiel gegen den Oberligisten TSG Sprockhövel mit 4:1 gewonnen. Trainer Neidhart ärgerte sich aber über die Spielbedingungen.

Rot-Weiss Essen hat das kurzfristig angesetzte Testspiel beim Oberligisten TSG Sprockhövel deutlich mit 4:1 gewonnen. Mit Blick auf die Rückrunde in der Regionalliga West hat die Partie RWE-Trainer Christian Neidhart aber nicht groß weitergeholfen.

“Hier aus dem Spiel habe ich gar keine Erkenntnisse mitgenommen. Null Komma Null.” Das lag vor allem an den äußeren Bedingungen. Das Spiel in der Baumhof-Arena fand nämlich auf Kunstrasen statt, der in den Abendstunden immer rutschiger wurde. „Ich bin froh, dass sich keiner verletzt hat. Das ist das Wichtigste. Der Platz ist schon sehr seifig gewesen.“ Und das hat Neidhart dem Spiel seiner Mannschaft auch angesehen. “Wir gehen hier nicht mit vollem Elan rein, sondern eher schon ein bisschen auf Sicherheit. Das hat man deutlich gesehen.”

Unter den Bedingungen, wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich lieber trainiert.

Christian Neidhart

Im Nachhinein hätte Neidhart auf die Partie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sogar ganz verzichten können. „Unter den Bedingungen, wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich lieber trainiert.“ Immerhin konnte der RWE-Trainer so gleich 19 Akteuren Spielminuten unter Wettkampfbedingungen verschaffen.

Spielpraxis für 19 RWE-Akteure

In der Startaufstellung standen im Vergleich zum Test gegen den SV Meppen gleich fünf neue Spieler, unter anderem der erst 17-jährige Ben Heuser. „Wir achten darauf, dass jeder Spielanteile kriegt. Es geht wirklich jetzt erstmal ums Spielen und mal wieder so ein bisschen Spielpraxis zu haben.“

TSG-Trainer Andrius Balaika ist dagegen mit dem Testspiel seiner Mannschaft sehr zufrieden und hat eine ausgeglichene Partie über 90 Minuten gesehen. “Die Jungs haben das super gemacht und spielerisch überzeugt. Das Einzige, was mich ein bisschen ärgert, ist das Ergebnis. Das entspricht überhaupt nicht dem Spielverlauf, das ist zu hoch ausgefallen.”

Nach der frühen Führung durch Dilhan Demir (5. Minute) spielten die Gastgeber nämlich weiter mutig nach vorne. "Speziell in der ersten Halbzeit haben wir uns hundertprozentige Torchancen herausgearbeitet, die musst du machen. Zur Halbzeit muss es eigentlich genau andersrum stehen, nämlich 3:1 für uns.”

RWE nach Standards torgefährlich

Allerdings nutzte im Gegensatz zur TSG der Favorit aus der Regionalliga seine Chancen und Trainer Neidhart fand doch noch etwas, das ihm am Spiel gefallen hat. “Das Positive ist, dass wir bei Standardsituationen gefährlich waren und da die Tore gemacht haben.” So waren die beiden Verteidiger Felix Bastians (16. Minute) und Yannick Langesberg (70.) jeweils nach einem ruhenden Ball zur Stelle. Die weiteren Tore erzielten Isiah Young (18. Minute) und Zlatko Janjic (36. Minute). Der Blick von Trainer Neidhart richtet sich derweil schon auf den Rückrundenauftakt. Im Regionalliga-Kracher geht es gegen den Verfolger Wuppertaler SV. Für Samstag kündigt er daher noch einen “sehr guten Test” an. Der Gegner wird aber erst am Freitag bekanntgegeben. “Das letzte Spiel ist dann halt auch eher die Generalprobe. Und die Erkenntnisse nimmst du dann mit ins Spiel gegen Wuppertal.”

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stehplatzmitte 2022-01-14 09:34:49 Uhr
Haben die immer noch diesen fiesen Betonkunstrasen erster Stunde in Sprockhövel? Kann mich an ein Auswärtsspiel mit Fortuna dort erinnern. Unser Stürmer Kevin Kruth musste mit Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus, Spiel war eine halbe Stunde unterbrochen. Der Gästeblock war etwas improvisiert mit Bauzäunen, die man auf lose herumliegende Steinplatten getackert hatte. Wäre heute nicht mehr möglich...
Anton Leopold 2022-01-14 09:50:17 Uhr
Die Trainer können uns alles zum Spiel erzählen, weil wir Nutzer des Streams letztlich die Tore nur als Knallzeugen gehört aber nicht gesehen haben. Die Entwicklung zum Tor ließ sich nicht mal erraten. Höhepunkt war aus Fansicht der Chat, in welchem wir alle die Opas aus der Muppet-Show sein durften.

Als positiv gibt es zu bewerten:
- Die Rasenplätze in Homberg und Co werden von Januar bis März nicht wesentlich besser sein als dieser Betonkunstrasenplatz. Insofern war es ein Gewinn für das, was der Deutsche Skiverband im Lehrgang die "taktile Sensorik" nennt. Man wird sehen, wofür es gut war.

- Tore fielen nach Standards. Endlich.

- David Sauerland bekam Einsatzminuten. Willkommen zurück, David und weiterhin alles Gute.

- Die Jungs werden nach dem Spiel über ein unangenehmes Gemeinschaftserlebnis was zum Flachsen gehabt haben. Kein Hüttenabend kann das ersetzen.

- Auch Tribünenspieler und Ersatzleute bekamen ihre Minuten im Trikot. Das stärkt den Teamgeist, gerade in den für junge Leute noch unerträglicheren Corona-Zeiten.

Also: Irgendwas wird es gebracht haben.
Baby 2022-01-14 11:19:17 Uhr
Ich konnte im Stream kaum erkennen ob es Rasen, Kunstrasen oder Asche (grau oder rot) war... Dafür war der Livetickerchat lustig, der Test hat also in jedem Falle etwas gebracht!
Baby 2022-01-14 11:20:08 Uhr
@stehplatzmitte: die Frage kann dir kein Stream-Zuschauer beantworten...;-)
Ostwestfale 2022-01-14 14:41:04 Uhr
@stehplatzmitte
Warum muss ich da unwillkürlich an Jo Deckarm denken?
Gut, dass sich keine rverletzt hat.

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