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Wuppertal
Mit Alipour kam der Erfolg zum WSV

Foto: Stefan Rittershaus

Zehn Spiele, sechs Siege, drei Remis, eine Niederlage, 20:5 Tore: So lautet die Bilanz des Wuppertaler SV unter dem neuen Trainer Adrian Alipour. Mit dem Kommen des 39-Jährigen kam auch der Erfolg zum WSV zurück.

Vor der Saison hatten nicht wenige Wuppertaler Fans von einer Aufstiegs-Spielzeit ihres WSV geträumt. Doch schon nach sechs Spieltagen musste man der harten Realität ins Auge blicken. Der WSV legte einen Katastrophen-Start hin - inklusive einer bitteren 1:5-Packung im Derby bei Rot-Weiss Essen - und trennte sich von Trainer Christian Britscho. Sportvorstand Manuel Bölstler sorgte für seine Entscheidung gegen Britscho für großes Aufsehen. Immerhin hatte man sich noch vor dem Saisonstart für Britscho als Cheftrainer festgelegt, dieser ließ sich sogar von seinem Beamtenstatus bei der Polizei freistellen. Nach wenigen Wochen trennten sich die Wege von Britscho - der mittlerweile beim Oberligisten Rot Weiss Ahlen unter Vertrag steht - und dem Wuppertaler Sportverein.

Bölstler beweist glückliches Händchen bei der Trainer-Wahl

Im Nachhinein muss man sagen, dass Bölstler alles richtig gemacht hat und bei der Trainer-Wahl ein glückliches Händchen bewies. Denn Zahlen lügen bekanntlich nicht. In zehn Partien holte Britscho-Nachfolger Adrian Alipour satte 21 Punkte - macht: einen Punkteschnitt von 2,1 Zählern pro Begegnung. "Unter Adrian spielen wir so, wie wir uns das vor der Saison vorgestellt haben: Mit einer tollen Mentalität, einem großen Willen und viel Leidenschaft. Wir haben in unserem Spiel sehr viele Sprints und spielen ein hohes Pressing. Adrian und ich haben die gleiche Vorstellung vom Fußball. Das macht die Arbeit zwischen einem Trainer und dem Sportlichen Leiter natürlich sehr angenehm und viel leichter", erklärt Bölstler.

Alipour hat keine Angst vor großen Namen: Windmüller nur Ersatzspieler, Bednarski nicht einmal im Kader

Alipour, der schon beim ASC Dortmund hervorragende Arbeit leistete, hat sich mit dem Vertrag beim Wuppertaler SV einen großen Traum erfüllt. Den Traum vom Profi-Trainer. Und er hat seine eigenen Vorstellungen an die Hubertusallee mitgebracht. "Er lebt den Fußball, ist ehrlich und konsequent. Bei Adrian wird nur nach Leistung aufgestellt. Da kennt er nichts", betont Bölstler. "Als ich nach Wuppertal kam, habe ich mich bei niemanden bezüglich der Mannschaft, den Spielern erkundigt. Ich bin ein Mensch, der sich sein eigenes Bild machen lassen will und in solche neuen Herausforderungen unvoreingenommen reingeht", erklärt Alipour.

Alipour wechselte den Torwart. Sebastian Wickl, der in den letzten Jahren unter Britscho und dessen Vorgänger Stefan Vollmerhausen als unantastbar galt, wanderte auf die Bank. Joshua Mroß steht seit einigen Spielen im WSV-Kasten. Gino Windmüller, der in der Vergangenheit zu den Leistungsträgern zählte, ist unter Alipour nur noch Ergänzungsspieler. Auch Silivo Pagano, der in dieser Serie schon die Kapitänsbinde trug, musste nach seiner Genesung in Bonn auf die harte Ersatzbank. Für Kamil Bednarski, der mit großen Erwartungen im Sommer von RWE geholt wurde, stand in Bonn nicht einmal im Kader. Alipour: "Wir haben 24 gute Spieler. Aktuell läuft es einfach. Da gibt es keinen großen Grund die Dinge zu ändern. Meine Aufgabe ist es dann, Spielern wie Gino Windmüller, die normalerweise in die Startelf gehören, zu erklären, warum sie aktuell nicht spielen."

Veränderungen im Winter

In der kommenden Winterpause werden Bölstler und Alipour den Kader noch einmal verändern. Nach RevierSport-Informationen stehen vier bis fünf Spieler bei der sportlichen Führung auf der Liste, denen in den nächsten Wochen ein Wechsel in der Wintertransfer-Periode nahegelegt wird.

Christopher Kramer wird zu den Spielern, denen ein Wechsel nahegelegt wird, nicht gehören. Doch der Torjäger könnte durchaus verkauft werden. Denn der Vertrag des 29-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus. Wuppertal könnte für Kramer, der in 17 Pflichtspielen bereits 20 Treffer geschossen hat und in der vergangenen Serie Torschützenkönig in der Regionalliga West wurde, eine ordentliche fünfstellige Ablösesumme kassieren. Bölstler: "Für Christopher gibt es keine offiziellen Anfragen. Aber wir wissen natürlich, dass er mit jedem weiteren Tor schwerer zu halten sein wird."

Am Dienstag hat Kramer die nächste Gelegenheit sein Tore-Konto aufzubessern. Dann trifft Wuppertal im Stadion am Zoo auf die Reserve von Fortuna Düsseldorf.

Autor: Krystian Wozniak

Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
2 Borussia Mönchengladbach II 20 10 6 4 37:22 15 36
3 Alemannia Aachen 20 10 6 4 31:22 9 36
4 Wuppertaler SV 19 10 5 4 36:22 14 35
5 1. FC Kaan-Marienborn 20 10 4 6 29:27 2 34
6 Rot-Weiß Oberhausen 20 9 5 6 36:32 4 32
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
3 SC Preußen Münster 9 6 2 1 20:6 14 20
4 Borussia Mönchengladbach II 11 5 5 1 26:15 11 20
5 Wuppertaler SV 10 6 2 2 22:13 9 20
6 SV Rödinghausen 9 6 0 3 22:7 15 18
7 SC Wiedenbrück 11 5 2 4 19:10 9 17
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
4 Borussia Mönchengladbach II 9 5 1 3 11:7 4 16
5 SV Lippstadt 08 10 5 1 4 16:18 -2 16
6 Wuppertaler SV 9 4 3 2 14:9 5 15
7 SC Fortuna Köln 8 4 2 2 9:10 -1 14
8 Alemannia Aachen 9 3 4 2 10:9 1 13

Wuppertaler SV

20 A
SC Wiedenbrück Logo
SC Wiedenbrück
Samstag, 10.12.2022 14:00 Uhr
1:1 (1:1)
21 H
1. FC Bocholt Logo
1. FC Bocholt
Samstag, 04.02.2023 14:00 Uhr
-:- (-:-)
22 A
Alemannia Aachen Logo
Alemannia Aachen
Samstag, 11.02.2023 14:00 Uhr
-:- (-:-)
21 H
1. FC Bocholt Logo
1. FC Bocholt
Samstag, 04.02.2023 14:00 Uhr
-:- (-:-)
20 A
SC Wiedenbrück Logo
SC Wiedenbrück
Samstag, 10.12.2022 14:00 Uhr
1:1 (1:1)
22 A
Alemannia Aachen Logo
Alemannia Aachen
Samstag, 11.02.2023 14:00 Uhr
-:- (-:-)

Torjäger

Wuppertaler SV

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 2 90 1,0
2 139 0,5
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 2 45 2,0
2 1 169 0,5
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 1 74 1,0
1 180 0,5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
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