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Thamm, der Pendler zwischen den Welten

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Wuppertaler SV: Thamm, der Pendler zwischen den Welten

Wuppertals Routinier Alexander Thamm ist ein Pendler zwischen den Welten.

Als Kapitän des WSV bereitet er sich gerade auf den Rückrundenstart beim SV Sonsbeck vor. Als Buchhalter beim VfL Bochum traf er am Freitagabend beim Testspiel-Highlight gegen Bayern München (1:5) Pep Guardiola und die Weltmeister um den Finaltorschütze Mario Götze.

„Endlich herrschte bei uns an der Castroper Straße mal wieder etwas Glanz und Gloria“, strahlt Thamm: „Auch wenn ich keine Selfies sammle, wenn einem im Kabinentrakt plötzlich Pep Guardiola über den Weg läuft, ist das schon irgendwie cool.“


Der 31-Jährige hat jeden Moment aufgesaugt, schließlich war das Stadion erstmals seit Jahren wieder restlos ausverkauft: „Das Spiel war für alle Bochumer, egal ob VfL-Fan, -Spieler oder -Mitarbeiter wie mich, Balsam für die Seele. So etwas würden wir uns öfter wünschen.“ Einmal Fahrt aufgenommen, legt Thamm auch gleich nach: „Unsere Gegner heißen aktuell Aue und Sandhausen – ohne despektierlich zu sein, aber da kommen vielleicht 13.000 Zuschauer. Gegen die Bayern platzte das Stadion endlich mal wieder aus allen Nähten. Ausverkauftes Haus, Flutlicht, das ist einfach eine überragende Atmosphäre. Und dann ist unser Stadion in Bochum meiner Meinung nach auch eins der geilsten in Deutschland – den ganzen modernen Arenen zum Trotz. Das ist Fußball pur.“

Der Innenverteidiger hatte dann aber noch ein ganz besonderes Erlebnis: „Ich war gleichzeitig Schiedsrichterbetreuer. Das Gespann kam aber aus der Oberliga – und die kennen mich als Spieler natürlich ganz genau.“ Die Unparteiischen um Frontmann Sven Waschitzki aus Essen staunten nicht schlecht, als Thamm auf einmal in der Tür stand. „Ich hatte denen natürlich gerade noch gefehlt, aber was soll ich machen“, lacht Thamm, der selten ein Blatt vor den Mund nimmt: „Wenn ich die Abseitsentscheidung auf dem Platz nun einmal besser sehe als der Schiri, melde ich mich natürlich. Ich will doch nur helfen.“

Das gleiche Motto gilt für ihn aber auch in Wuppertal. „Wir arbeiten sehr hart in der Vorbereitung. Und wenn die jüngeren Spieler mal stöhnen, sage ich ihnen: Das ist jetzt meine 24. Vorbereitung als Seniorenspieler und bis jetzt ist noch nie einer gestorben. In dieser Zeit muss man sich einfach quälen.“ Das gilt wiederum nicht nur für Wuppertal, sondern auch für die schillernde Profi-Glitzerwelt. Aber das weiß ja niemand so gut wie der Pendler...

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