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ETB: Insolvenz-Schock
Bei Verfahrenseröffnung erster Absteiger

ETB: Insolvenz schockt Helmig und Spieler

Das Unfassbare ist Realität geworden. Dass der ETB SW Essen am Donnerstag beim Amtsgericht den Insolvenzantrag stellen musste, ist für alle ein Schock.

Erfolgs-Coach Dirk Helmig kann nur noch den Kopf schütteln: "Damit hätte ich nicht gerechnet. Diese Entscheidung ist sehr schade, denn sportlich haben wir uns super entwickelt."

Lediglich 50.000 Euro fehlen, dann hätte der Klub noch eine Chance gehabt. Doch selbst diese im Verhältnis geringe Summe können die Verantwortlichen um Manfred Kuhmichel nicht zusammenkratzen. Grund: Die neue Führungsriege hat in nur anderthalb Jahren jedes Vertrauen der Sponsoren verspielt. Kein Wunder, schließlich gab es nur vollmundige Versprechungen, aber keine Taten.

Ritz versteht die Welt nicht mehr

Ob der ETB die Rückrunde zu Ende spielen, oder nicht mehr antreten wird, weiß Helmig noch nicht: "Wir müssen erst einmal abwarten, welche Spieler wir überhaupt noch haben, denn unsere Jungs sind gefragt."

Wie die Nummer eins, Tobias Ritz. Doch der Keeper wurde von den Ereignissen förmlich überrollt und ist auf die ihm vorliegenden Angebote noch nicht eingegangen: "Dass es dem Verein nicht gut geht, war klar, aber es war nie die Rede davon, dass ein Insolvenzantrag gestellt wird. Ich wäre auch bereit gewesen, dem Klub entgegen zu kommen und habe mich mit einem Wechsel noch gar nicht beschäftigt."

Wolfgang Jades erklärt die Zukunft

Auch beim Verband sind die Verantwortlichen schockiert. Wolfgang Jades, Vorsitzender des Fußballausschusses des FVN erklärt: "Erst bei der Eröffnung des Verfahrens würde ETB nach Paragraph sechs der Spielordnung als erster Absteiger feststehen. Der Verein dürfte dann die Rückrunde außer Wertung zu Ende spielen – gezwungen werden kann er allerdings nicht. In dem Fall, dass keine Mannschaft mehr besteht, würde das Team zurückgezogen."

Die Regelung im Niederrheinpokal, in dem ETB ja noch spielt, muss noch geprüft werden. Jades: "Hier haben wir zum Glück noch etwas Zeit, die Sachlage genau zu betrachten." Jades blickt über den Tellerrand hinaus: "Für den Jugendspielbetrieb ist die Aussage des Insolvenzverwalters entscheidend. Er muss der Aufrechterhaltung zustimmen. Auch die zweite Mannschaft kann bis auf Weiteres in der Bezirksliga weiterspielen – der Insolvenzantrag würde erstmal nur die 1.Mannschaft betreffen. Alles weitere wird dann durch den Insolvenzverwalter im Dialog mit dem Verband entschieden."

Da noch kein Insolvenzverwalter eingesetzt ist und die Feiertage vor der Tür stehen, kann davon ausgegangen werden, dass bis zum neuen Jahr erst einmal nichts passiert.

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