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Hüls: Thon-Rückzug
Ex-Profi hatte Probleme mit den Kapitänen

Hüls: Thon hatte Probleme mit seinen Kapitänen

Die Schreckensnachricht erreichte VfB-Boss Horst Darmstädter am Donnerstagabend. Olaf Thon gab ihm seinen sofortigen Rückzug als Trainer des VfB Hüls bekannt.

Bereits am Mittwoch gab es erste Anzeichen. Thon bat um ein Gespräch. So saßen der Hülser Fußballchef und der Weltmeister von 1990 am Abend im Marler „Cafe del Sol“ zusammen. „Da hat er mir seine Entscheidung mitgeteilt“, berichtete HD: „Ich habe dann versucht ihn davon zu überzeugen, dass dieser Schritt nicht der richtige ist. Diese Entscheidung wollte Olaf dann noch einmal überschlafen. Nach dem Gespräch hatte ich eigentlich den Eindruck, dass meine Worte gefruchtet haben.“ Da hatte er sich aber getäuscht. Thon nahm seinen Hut. Als Begründung gab Thon Probleme mit älteren Spielern des Hülser Kaders an. „Die beiden Spielführer Tobias Rantzow und Marc-André Narewsky hätten nicht hinter ihm gestanden“, nannte Darmstädter den Thons Hauptgrund.

Disput in der Kabine

Der endgültige Riss zwischen Thon und dem Kader schien nach der Auswärtsniederlage der Hülser beim KFC Uerdingen gekommen zu sein. Dort soll es in der Halbzeit zwischen Thon und seinen Spielführern zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. „Die Spieler haben die Situation in der Kabine gar nicht so wahrgenommen und einen Disput gibt es immer mal im Fußball“, gab Darmstädter zu Protokoll. Die beteiligten Akteure wollten sich dazu indes nicht äußern.

Trotzdem findet es Darmstädter schade, dass Thon so plötzlich zurück getreten ist. „Das war vielleicht eine Kurzschlussreaktion.“ Gleichzeitig fand Darmstädter aber auch einen Kritikpunkt am Verhalten Thons: „Die Vertragsverlängerung mit den älteren Spielern ist im Einvernehmen mit Olaf gefallen. Die Neuzugänge kamen alle erst hinterher. Da kann er dann nicht plötzlich sagen, die alten Spieler brauche ich nicht mehr. Ich stehe jederzeit zu den Spielern, wenn ich ihnen mein Wort gegeben habe.“

Das volle Vertrauen des Hülser Vorstandes haben nun die bisherigen Co-Trainer Holger Jahnke und Wolfgang Heisterkamp sowie Torwart-Trainer Christof Osigus, der als einziger des Trios über die A-Lizenz verfügt. „Das ist keine Übergangslösung. Es wird nun so bleiben, auch wenn sich andere Bewerber die Türklinke bei mir in die Hand geben. Alle drei sind super Leute. Da gibt es absolut keinen Diskussionsbedarf“, stellt Darmstädter klar. Thon selbst will sich erst am Montag zu den Geschehnissen äußern.

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