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LL WF 3
Hilbecker Spektakel-Spezialisten

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LL WF 3: Hilbecker Spektakel-Spezialisten

Es war der Paukenschlag des zehnten Landesliga-Spieltags: Aufsteiger SV Hilbeck schlug den SV Sodingen - und sorgte dabei wieder einmal für reichlich Spektakel.

Die Staffel 3 der Landesliga Westfalen ist mittlerweile bekannt für ihre mitunter überraschenden und kuriosen Ergebnisse - am Wochenende kam ein weiteres hinzu.

Mit sage und schreibe 5:1 (3:0) fegte Aufsteiger SV Hilbeck den klar favorisierten SV Sodingen, immerhin Zweiter der Tabelle, aus dem heimischen Willi-Hafer-Stadion. Der Aufsteiger festigte damit seinen Ruf, auffällig oft an Torfestivals beteiligt zu sein.

Hilbecker Konterstärke entscheidend

Anders als das Ergebnis suggeriert, spielte der Werler Stadtteilclub Sodingen nicht etwa mit seiner Spieldominanz an die Wand. Vielmehr seien die starken Konter seines Teams entscheidend gewesen, sagt Trainer Alf Dombrowsky. Der gibt erfrischend ehrlich zu, vor dem Spiel nicht allzu viel erwartet zu haben. "Daher habe ich meine Mannschaft defensiv eingestellt. Aus einer stabilen Abwehr heraus wollten wir dann offensive Akzente über Konter setzen."

Dieses Konzept setzte seine Mannschaft am vergangenen Sonntag perfekt um. Bezeichnenderweise fiel der Führungstreffer nach einer halben Stunde durch Philipp Sterthoff nach einem gelungenen Tempogegenstoß.

Kantersieg als Trotzreaktion

Auch dem 2:0 durch Dennis Krautwursts Elfmeter ging eine Kontersituation voraus, kurz vor der Pause gelang Daniel Diers dann sogar der dritte Treffer. "Danach hat Sodingen etwas den Kopf hängen lassen", erklärt Dambrowsky den weiteren Verlauf der Partie, die noch zwei weitere Hilbecker Treffer im Programm hatte.


Als Erklärung für diesen überraschenden Kantersieg nennt der Coach des Aufsteigers die Partie vom vergangenen Wochenende. Dort ging Hilbeck mit 1:5 beim SV Wanne unter. "Danach haben wir uns zusammengesetzt und beschlossen, einiges anders zu machen", bezeichnet Dambrowsky den Sieg gegen Sodingen als Trotzreaktion.

"Bock auf die Landesliga"

Dass seine Mannschaft in der Anfangsphase der neuen Saison zu Leistungsschwankungen tendiert und relativ viele Gegentore kassiert, liege vor allem an den Defensivproblemen seiner Elf, sagt Dambrowsky. Diese wiederum seien hauptsächlich mit den anhaltenden Personalproblemen zu begründen. "Wir konnten bislang noch fast nie mit derselben Viererkette spielen, müssen verletzungsbedingt ständig durchwechseln."

Als Saisonziel fomuliert der seit vier Jahren in Hilbeck tätige Trainer indes den Klassenerhalt sowie die Gewöhnung an die neue Spielklasse. Auf diese habe der ganze Verein "richtig Bock", betont Dambrowsky.

"Mit uns wird es nie langweilig"

Dass die Landesliga 3 dankbar sein kann, Hilbeck als neues Mitglied zu haben, verrät ein Blick auf das Torverhältnis der Schwarz-Gelben. 23 erzielten Treffern stehen ebenso viele Gegentore gegenüber. In dieser Saison fielen in acht Spielen mit Hilbecker Beteiligung vier oder mehr Tore. "Bei uns ist immer etwas los, es wird nie langweilig", sagt Dambrowsky mit einem Augenzwinkern.

Für die kommenden Wochen wünscht sich der ehemalige Rhyneraner allerdings erst einmal, dass sich seine Mannschaft stabilisiert, und auch auswärts endlich wieder Zählbares mitnimmt. Eines wird sich laut Dambrowsky jedoch auf keinen Fall ändern: "Die Zuschauer werden auch weiterhin viel Spaß bei unseren Spielen haben."

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