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1. FC Bocholt
"Jara einer wie Klopp und Tuchel"

1. FC Bocholt: de Ruiter plant den Durchmarsch

Um Kräfte zu bündeln, streben die drei Bocholter Vereine FC, Borussia und Olympia eine Fusion an. Für kommende Saison plant Marcel de Ruiter den ersten Schritt.

„Wir sind als einzelner Verein nicht regionalligafähig“, hält Marcel de Ruiter, Sportlicher Leiter beim erfolgreichsten Klub FC, fest. „Für den gesamten Bocholter Fußball kann das ein Riesenvorteil werden.“ Nicht nur von den ersten Herrenmannschaften sei hier die Rede, es geht auch um effektive Jugendarbeit und eine gut aufgestellte Damenabteilung. „Ab 2014/2015 soll auch jede E oder F-Jugend sportlich gut aufgestellt sein.“

Dass de Ruiter bei keinem der drei Vereine aufgewachsen ist, sieht er auch als eine Chance, um neutraler an die ganze Sache heranzugehen: „Ich unterstütze dies, weil ich Bocholter bin und kein schwarz-weißer, grün-weißer oder sonst was.“ Er kümmert sich um sportliche Belange seines aktuellen Klubs und will etwas bewegen. „Ich habe in Rhede nicht umsonst aufgehört. Für mich ist Stillstand nichts. Ich will so lange weiterentwickeln, wie nur irgend möglich.“ Als Ziel hat er sich gesetzt den Fusionsverein in spätestens zwei Jahren in die Oberliga zu bringen und in fünf Jahren in die Regionalliga. „Wenn der fusionierte Verein zusammen kommt und alle dahinter stehen, dann werden wir in fünf Jahren auch in der Lage dazu sein, wenigstens an das Tor der Regionalliga zu klopfen.“

Fusion verursacht Aufbruchsstimmung

Bislang empfindet de Ruiter die Resonanz auf seine Arbeit als positiv und unterstützend. „Ich bin in Bocholt mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund. Egal, wer mich anspricht und egal, wie alt dieser jemand ist. Ich höre immer nur, so wie du das anpackst, ist das super.“ Es sei eine Art Aufbruchsstimmung zu spüren. Es reiche nicht aus nur erfolgreichen Fußball zu spielen. „Es muss guter Fußball gespielt werden. Attraktiv muss er sein. Ab Oberliga wird Fußball für die Bocholter erst wirklich interessant.“ Zuschauerzuspruch ist ein wichtiger Faktor, wenn es für ihn darum geht, Spieler bei Laune zu halten. Die Mannschaft müsse die Anerkennung, die sie verdient, auch von den Zuschauern bekommen.

Mit Manuel Jara und seinen beiden Co-Trainern vom VfL Rhede hat de Ruiter ein hochkarätiges Trainerteam verpflichten können. „Er ist einfach der beste Trainer, den ich je erlebt habe. Ihm ist die Meinung seiner beiden Co-Trainer mindestens genauso wichtig wie seine eigene. Seine Akribie und wie er sich selber immer wieder reflektiert sind bemerkenswert“, findet er nur positive Worte. „Der kann definitiv auch höher trainieren. Am besten kann man ihn mit Trainern wie Klopp oder Tuchel vergleichen. Der holt 10 Prozent mehr aus einer Mannschaft, als jeder andere Trainer dieser Klasse.“

Aufstiegssensation bleibt aus

Die erhoffte Sensation eines sofortigen Aufstiegs unter Noch-Coach Sascha Brouwer musste mit der 0:1-Niederlage in Tönisberg jedoch begraben werden. „Wir sind nach vorne einfach nicht ausreichend gut besetzt für den Aufstieg. Das Potenzial für die Top fünf ist da, aber die Saison war eh mehr als eine Art Konsolidierungsjahr gedacht,“ hält de Ruiter fest, nicht ohne auch lobende Worte für den aktuellen Übungsleiter zu finden: „Sascha war dafür der ideale Mann. Er hört aus privaten Gründen auf. Das respektieren wir. Er holt dann jetzt seine Trainerscheine nach und das wird ihn definitiv weiterbringen.“ Auch ihm traue er zu, höher zu trainieren.

Jetzt aber freut de Ruiter sich auf den verdienten Urlaub mit der Familie. „Die Weihnachtszeit habe ich ja damit verbracht, die Kaderplanung zu organisieren. Das ist zwar ein großes Opfer, aber es hat sich gelohnt. Schließlich sind wir jetzt schon zu 90 Prozent fertig.“ In Mecklenburg-Vorpommern holt er mit seinen Kindern jetzt nach, was diese verdienen und bereitet sich mental auf sein wohl größtes Projekt vor: Den Angriff mit seinen Bocholtern.

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