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„Eine Katastrophe“
Amateursport fürchtet nächste Corona-Warnstufe

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„Eine Katastrophe“: Amateursport fürchtet nächste Corona-Warnstufe
Foto: firo

Niedersachsen hat seine Corona-Regeln wegen steigender Infektionszahlen verschärft. Im Amateursport wächst aber vor allem die Angst vor dem Tag, an dem die nächste Warnstufe erreicht wird.

Nur zwei Tage nach dem Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung in Niedersachsen fürchten sich die Vertreter des Amateur- und Breitensports bereits vor einer weiteren Verschärfung der Regeln. Sollte sich das Infektionsgeschehen so weiterentwickeln, könnte bereits in der kommenden Woche die Warnstufe 2 erreicht und damit regional die 2G-plus-Regelung verhängt werden.

„Es ist eine Katastrophe“, sagte Heinz Böhne, der Präsident des Tischtennis-Verbands Niedersachsen. Sollte beim Hallensport die 2G-plus-Regelung eingeführt werden, dann könnten seiner Meinung nach viele Vereine den Trainings- und Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten. Der organisatorische Aufwand sei dann zu hoch. „Die Chancen auf einen regulären Spielbetrieb bei der Plus-Stufe scheinen mir persönlich nicht möglich zu sein“, sagte Böhne.

Seit diesem Mittwoch gilt in Niedersachsen die Warnstufe 1 und damit bei der Nutzung von Sportanlagen in Innenräumen die 2G-Regel: Wer Hallensport betreiben will, muss geimpft oder genesen sein. Bei Sportstätten im Außenbereich gilt sogar noch die 3G-Regel. Beim Erreichen der Warnstufe 2 müsste in der Halle auf 2G-plus und bei Sport im Freien auf 2G umgestellt werden. Bei Sportarten wie Tischtennis, Schwimmen oder auch dem Leichtathletik-Betrieb in der Halle würde das bedeuten, dass sich geimpfte oder genesene Sportler vor dem Training oder Wettkampf noch einmal testen lassen müssten.

„Jetzt geht es vor allem darum, dass wieder weniger Menschen auf der Intensivstation landen. Insofern begrüßen wir die Verschärfung der Maßnahmen grundsätzlich. Auch in der Hoffnung, dass dies ein sanftes Druckmittel für alle freiwillig Ungeimpften ist, die eigenen Haltung noch einmal zu überdenken“, sagte die Vizepräsidentin des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbands, Antonia Wellmann.

3G und 2G+ haben ihrer Einschätzung nach „vorrangig Auswirkungen auf Amateur- und Breitensportler, die aktuell in der Halle trainieren und bei Hallenwettkämpfen teilnehmen möchten. So geht vor allem Spontanität verloren, eine gewisse Planung vor dem Ausüben des Sports wird erforderlich“, sagte Wellmann. Gerade die Leichtathletik habe aber den Vorteil, „keine Kontaktsportart zu sein. Abstand kann gehalten, Training ins Freie verlegt werden. Letzteres stärkt ohnehin das Immunsystem und hat sich bereits im vergangenen Jahr bewährt.“

Im Fußball haben bereits erste Kreise wie Celle oder Verden begonnen, alle Spiele für den Rest dieses Jahres oder die Hallenrunden für die Jugend abzusagen. Der Niedersächsische Fußballverband arbeitet nach eigenen Angaben derzeit mit Hochdruck daran, die einzelnen Details der Verordnung für seine Mitglieder aufzubereiten. Wie es mit dem Spielbetrieb der Amateurfußballer weitergeht, könne man deshalb noch nicht genau sagen. „Manche Mannschaften sind fast vollständig geimpft oder genesen und bei manchen ist es die Hälfte der Mannschaft nicht“, sagte ein Sprecher. Das könne den Spielbetrieb gefährden.

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