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England
Nächste Niederlage für Özil und Arsenal

Foto: firo

Eigentlich wollte der FC Arsenal mit dem neuen Trainer Unai Emery eine neue Ära einleiten. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt fühlen sich die Fans schon an die enttäuschenden vergangenen Spielzeiten erinnert. Doch es gibt Hoffnung.

Im Gästeblock der Stamford Bridge war es totenstill. Die Gesichter der Arsenal-Fans, die im Stadion des FC Chelsea auf den ersten Saisonsieg ihres Teams gehofft hatten, waren nach dem Abpfiff angespannt, ratlos, ernüchtert. Mit dem 2:3 (2:2) beim Lokalrivalen Chelsea ist der Neustart der Gunners ins Stottern geraten. Das Auftaktspiel hatte Arsenal mit 0:2 (0:1) gegen Meister Manchester City verloren. Der neue Trainer Unai Emery blieb trotzdem optimistisch und nahm auch Mesut Özil in Schutz, der gegen die Blues unauffällig agierte.

«Wir brauchen ihn», stellte Emery klar. «Er hilft uns mit seiner Qualität, und ich will ihn pushen, damit er in jedem Spiel ehrgeizig bleibt.» Zwischen den Zeilen konnte man leichte Kritik am ehemaligen deutschen Nationalspieler erkennen, zumal Emery ihn nach 68 Minuten für Aaron Ramsey vom Platz genommen hatte. Und doch erklärte der Coach: «Ich bin zufrieden mit Mesut, weil er hart gearbeitet hat. Ich habe gewechselt, weil wir einen neuen Schub im Mittelfeld brauchten.»

Nicht nur für Özil, sondern für sämtliche Arsenal-Profis ist noch Luft nach oben. Die Defensive mit dem deutschen Ex-Weltmeister Shkodran Mustafi war bisher zu anfällig, der Angriff zu nachlässig. Die früheren Dortmunder Pierre Emerick-Aubameyang und Henrich Mchitarjan vergaben beim Stand von 0:1 leichtfertig zwei hochkarätige Chancen. Kurz darauf fiel das 0:2. «Wir machen einfach weiter und verbessern die Dinge», sagte Emery und versprach «mehr Balance zwischen den defensiven und den offensiven Momenten».

Der zwischenzeitliche Ausgleich macht den Gunners Hoffnung. «Nach dem 0:2 hat das Team schon eine sehr gute Reaktion gezeigt», lobte Emery. In weniger als fünf Minuten hatten Mchitarjan (37.) und Alex Iwobi (41.) die Partie ausgeglichen und die Arsenal-Fans damit zumindest kurzzeitig in Euphorie versetzt.

Anlass für Optimismus gibt auch der Spielplan. Mit den Partien gegen Meister Manchester City und Pokalsieger Chelsea hätte der Auftakt für Arsenal kaum schwerer sein können. Die nächsten Gegner West Ham United und Aufsteiger Cardiff City sind zumindest der Papierform nach leichter zu schlagen. Noch sei er ruhig, sagte Emery. Doch ein Sieg gegen West Ham ist Pflicht, damit aus dem Arsenal-Neustart kein totaler Fehlstart wird. Denn dann könnte es ziemlich unruhig werden. dpa

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