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Für die WM 2026
FIFA-Inspektoren fliegen zu den Bewerbern

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Foto: firo

Am Montag starten die Inspektionsreisen der FIFA in die Bewerberländer für die WM 2026. Kanada, Mexiko und die USA sollten auf Probleme beim Konkurrenten Marokko hoffen.

Donald Trump sollte die Bewerbungsunterlagen Marokkos für die Fußball-WM 2026 lesen. Seite 20, Kapitel 14, nur ein kleiner, aber bedeutender Nebensatz. "Nicht zuletzt auch dank weniger sich im Umlauf befindenden Feuerwaffen" sei das nordafrikanische Land eines der sichersten der Welt, steht da. Das Gesicht des wegen der wachsweichen Waffengesetze in der Kritik stehenden US-Präsidenten würde sich rot verfärben.

Problem ist die schlechte Stimmung im Weltverband

Gut drei Monate vor der geplanten Vergabe des Turniers (13. Juni in Moskau) ist schließlich nicht die Qualität der eigenen Bewerbung die größte Sorge des Verbundes aus den USA, Kanada und Mexiko, der ab Montag Besuch von den Inspektoren der FIFA bekommt. Das größte Problem der Nordamerikaner ist die Stimmung im Weltverband, die Marokko mit solchen kleinen Spitzen bestens auszunutzen weiß - und die schon oft ausschlaggebender war als wichtige Fakten.

Dass in den USA, Kanada und Mexiko problemlos eine WM mit 48 Mannschaften stattfinden könnte, steht außer Frage. Dazu brauchen die FIFA-Inspektoren, die zunächst nach Mexiko-Stadt, Atlanta, Toronto sowie New York und dann nach Marokko (Marrakesch, Agadir, Tanger, Casablanca) reisen, das "Bid book" mit dem Titel "Einheit. Gewissheit. Chancen." gar nicht lesen.

In den USA sollen 60 der 80 Spiele stattfinden, jeweils zehn in Kanada und Mexiko. Die Stadien stehen bereits und sind hochmodern, ebenso wie die Infrastruktur. Der Verbund wirbt mit über zwei Milliarden US-Dollar Einnahmen allein durch den Kartenverkauf bei im Vergleich nur sehr geringen Ausgaben.

Marokko hat enormen Nachholbedarf

In Marokko hingegen müsste in den kommenden Jahren enorm gebaut werden. Das Bewerbungskomitee sprach von nötigen Ausgaben in Höhe von 15,8 Milliarden US-Dollar, 2,7 Milliarden würden alleine in die Konstruktion der Stadien und Trainingsanlagen fließen müssen.

Für die FIFA wäre das (wieder mal) ein Risiko. Die Inspektoren sollen im Anschluss an ihre Reise eine objektive und transparente Bewertung abgeben. Die "Bid Evaluation Task Force" hat sogar die Macht, die Bewerbungen bei zu gravierenden Mängeln nicht für die Wahl zuzulassen. Auf Probleme in Marokko werden Kanada, Mexiko und die USA deshalb hoffen.

Denn Marokko, das schon viermal mit einer Bewerbung gescheitert ist (trotz Bestechungsversuchen), kann auf die Unterstützung der afrikanischen Verbände bauen, das wären beim FIFA-Kongress in Moskau schon 54 Stimmen. Damit wäre es nicht mehr weit bis zur erforderlichen Mehrheit, die bei aktuell knapp über 100 Stimmen liegt.

Frankreich bekennt sich zu Marokko

In den anderen Kontinentalverbänden mag es nicht unbedingt so viele Befürworter der Nordafrikaner geben, wohl aber Gegner der USA. Teile Asiens (46) und Südamerikas (10) würden ihr Kreuz deshalb nicht beim "Mega-Verbund" machen. Aus der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat sich Frankreich schon zu Marokko bekannt, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich bislang nicht geäußert.

Die FIFA hat für die offene Abstimmung (jede Stimme wird veröffentlicht) allerdings auch einen "Plan B" eingebaut. Die Verbände dürfen sich nicht nur zwischen Marokko und der Dreierbewerbung entscheiden, ausdrücklich ist auch die Option "Keiner von beiden" vorgesehen. Dann würde die WM neu ausgeschrieben werden. Bewerben dürften sich dann auch Länder aus Europa und Asien die wegen Russland 2018 und Katar 2022 eigentlich ausgeschlossen waren.

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